Stein des Anstoßes: Die Universität Ariel

Stein des Anstoßes: Die Universität Ariel

PA: Israelische Abgeordnete auf Terrorliste setzen

Dass die Knesset Universitäten in Siedlungen mit anderen israelischen Hochschulen gleichsetzt, stößt der Palästinensischen Autonomiebehörde auf. Als Reaktion fordert sie von der internationalen Gemeinschaft drastische Strafmaßnahmen gegen israelische Politiker.

RAMALLAH (inn) – Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) kritisiert die Entscheidung der Knesset, israelische Hochschulen im Westjordanland aufzuwerten. Am Montag hatte das Parlament ein Gesetz verabschiedet, nach dem etwa die Universität Ariel den gleichen Status erhält wie akademische Einrichtungen in Israel. Als Reaktion hat das PA-Informationsministerium in Ramallah am Mittwoch an die Weltgemeinschaft appelliert, wie die Onlinezeitung „Times of israel“ berichtet.

Die PA sprach von einem weiteren Schritt der Israelis, um den Friedensprozess zu hemmen. Die Abgeordneten, die für das Gesetz gestimmt haben, „unterstützen Rassismus und Terrorismus“, heißt es in einer Mitteilung des Informationsministeriums. Es forderte Parlamente und Abgeordnete in aller Welt auf, diese israelischen Politiker zu boykottieren und ihnen die Einreise zu verweigern. Zudem sollten sie die Namen der Befürworter auf Terrorlisten setzen. In dem Aufruf nennt das Ministerium allerdings keine Namen von Parlamentariern.

„Die beschleunigte Häufigkeit des Verabschiedens von extremistischen und rassistischen Gesetzen ist ein Zeichen dafür, dass Israel weiter Terror anstrebt“, schrieb das Ministerium. Israels Vorgehen offenbare auch die Träume, dem Westjordanland vollständige Souveränität aufzuerlegen, die legitimen nationalen Rechte der Palästinenser auszulöschen und UN-Resolutionen zunichte zu machen, die Siedlungen ablehnten. Die UNESCO und alle „freien“ akademischen Einrichtungen wurden aufgerufen, Israel und akademische Einrichtungen, „die auf unserem Land errichtet wurden“, zu boykottieren.

„Bennett ruft zur ethnischen Säuberung auf“

Den israelischen Bildungsminister Naftali Bennett kritisierte die PA, weil er die biblischen Namen Judäa und Samaria für das Westjordanland verwendet. Dies sei gleichbedeutend mit einem „offenen Aufruf zur ethnischen Säuberung und Hetze, unsere Söhne zu töten“. „Es ist auch ein Aufruf an Siedler, brutale Taten zu begehen.“

Von: eh

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus