In Ankara haben sich erstmals nach dem Versöhnungsabkommen wieder Politiker beider Staaten getroffen

In Ankara haben sich erstmals nach dem Versöhnungsabkommen wieder Politiker beider Staaten getroffen

Erstmals wieder diplomatische Gespräche

Israel und die Türkei haben die Bedeutung ihrer Beziehungen für die Stabilität im Nahen Osten betont. Sie wollen ihre Zusammenarbeit ausweiten.

ANKARA (inn) – Nach fast sieben Jahren haben sich am Mittwoch in Ankara wieder türkische und israelische Politiker getroffen. Sie einigten sich auf den Ausbau der bilateralen Beziehungen.

In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, bei dem Treffen seien alle Kooperationen überprüft worden, unter anderem in den Bereichen Energie, Kultur, Wirtschaft und Tourismus. Die Türkei kündigte an, sie werde demnächst ihren Wirtschaftsminister sowie den Minister für Kultur und Tourismus nach Israel senden, um die Beziehungen weiter auszubauen. Weitere gegenseitige Ministerbesuche sollen in den kommenden Monaten folgen. Geleitet wurden die Gespräche vom Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Juval Rotem, und seinem türkischen Amtskollegen Ümit Yalçın.

Beide Seiten hätten bei den Gesprächen die Bedeutung von besseren bilateralen Beziehungen für die Stabilität und Sicherheit der Region betont, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ meldet.

Nach langem Streit hatten Israel und die Türkei im Juni 2016 ein Versöhnungsabkommen verkündet. Im vergangenen November hatten beide Seiten wieder Botschafter ernannt. Zum Bruch war es gekommen, nachdem die israelische Marine im Mai 2010 eine Razzia auf der „Mavi Marmara“, dem Hauptschiff einer Gaza-Flottille, durchgeführt hatte. Diese war mit dem Ziel unterwegs, die Gazablockade zu durchbrechen, obwohl Israel Hilfsgüter für das Gebiet nach einer Warenkontrolle in Aschdod zulässt. Die Israelis stießen auf unerwarteten Widerstand; bei der Schießerei an Bord starben zehn Türken.

Von: dn

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