Israel ist demnächst wieder mit einem Botschafter in Brasilien vertreten

Israel ist demnächst wieder mit einem Botschafter in Brasilien vertreten

Brasilien genehmigt israelischen Botschafter

Erstmals seit dem Jahr 2015 erhält Israel mit Jossi Schelli wieder einen Botschafter in Brasilien. Die Südamerikaner hatten den Siedlerführer Dani Dajan für den Posten abgelehnt.

BRASILIA (inn) – Die brasilianische Regierung hat den Politiker Jossi Schelli für das Amt des israelischen Botschafters zugelassen. Damit endet eine diplomatische Krise zwischen den beiden Staaten. Nach dem Willen Israels hätte der frühere Siedlerführer Dani Dajan das Amt übernehmen sollen; Israel verkündete diese Personalie im Sommer 2015. Brasilien lehnte dies aufgrund der politischen Haltung Dajans jedoch ab.

Im Zuge der Abstimmung mit Brasilien drohte Israel im Dezember 2015 an, die diplomatischen Beziehungen herunterzustufen. In diesem Fall hätte Israel einen Diplomaten zweiten Ranges als Vertreter in das südamerikanische Land entsandt. Im März 2016 ruderte Israel zurück; Dajan wurde Generalkonsul in New York.

Brasilianische Juden enttäuscht

Schelli ist Parteiaktivist und gilt als Vertrauter von Premier Benjamin Netanjahu. Er war im Jahr 2013 kurzzeitig als möglicher Generalsekretär der Likud-Partei im Gespräch. Zuvor war er Generalleiter der Postbehörde. Er hat keine diplomatische Erfahrung. Die jüdische Gemeinschaft in Brasilien zeigte sich entsprechend enttäuscht: Nach der diplomatischen Krise entsende Israel nun einen politischen „Geschäftemacher“ anstatt eines erfahrenen Diplomaten. Hinzu kommt, dass Schelli wegen Falschaussagen vor einem Ernennungsausschuss sowie wegen Betrugs angeklagt wurde. Er durfte daraufhin ab Ende des Jahres 2011 drei Jahre lang keine öffentlichen Ämter annehmen.

Das israelische Außenministerium erklärte am Dienstag, mit der Bestätigung Schellis breche ein neues Kapital der Beziehung zwischen den beiden Länder an. Schelli folgt auf den Drusen Reda Mansur, der von 2014 bis 2015 israelischer Botschafter in Brasilien war.

Von: df

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 900 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus