Papst Leo ruft im Libanon zum Frieden auf

Seine erste Auslandsreise führt Papst Leo XIV. in die Türkei und in den Libanon. Im Libanon stellt er den Frieden in der Region in den Vordergrund.
Von epd

ISTANBUL / BEIRUT (epd) – Auf seiner ersten Auslandsreise hat Papst Leo XIV. den Wunsch nach Einheit unter Christen in den Vordergrund gestellt. Er war am Donnerstag aufgebrochen. Die Reise führte ihn zunächst in die Türkei, wo er am Freitag in Iznik am Gedenken an das Konzil von Nizäa teilnahm. Dort wurde vor 1.700 Jahren ein Glaubensbekenntnis formuliert, das als Ausgangspunkt des späteren ökumenischen Glaubensbekenntnisses Nicäno-Konstantinopolitanum gilt.

Am Samstag unterzeichnete Leo in Istanbul gemeinsam mit dem ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. eine Erklärung, in der der Wille zum Erreichen der Einheit aller Christen bekräftigt wird. Mit Bezug auf das Ökumene-Konzil von Nizäa heißt es in dem Schreiben: „Wir sind überzeugt, dass die Feier dieses bedeutenden Jubiläums zu neuen und mutigen Schritten auf dem Weg zur Einheit inspirieren kann.“

Laut „Vaticannews“ hat Leo am Samstag bei einer Begegnung mit hochrangigen Vertretern verschiedener christlicher Kirchen außerdem ein weiteres, noch größeres Treffen zur Einheit der Christen für 2033 in Jerusalem vorgeschlagen. 2.000 Jahre nach der überlieferten Auferstehung Christi will die katholische Kirchen ein außerordentliches „Heiliges Jahr der Erlösung“ begehen.

Im Libanon stand Frieden in Nahost im Vordergrund

Am Sonntag reiste Leo in den Libanon weiter. Bei einem interreligiösen Treffen auf dem Märtyrerplatz in der Hauptstadt Beirut pries er am Montag die besondere Rolle des Landes als ein Vorbild. In einer Zeit, „in der das Zusammenleben wie ein ferner Traum erscheinen mag“, erinnerten die Menschen im Libanon, die verschiedenen Religionen angehören, eindringlich daran, „dass Angst, Misstrauen und Vorurteile nicht das letzte Wort haben und dass Einheit, Versöhnung und Frieden möglich sind“, sagte Leo in seiner Ansprache.

„Libanon, steh wieder auf! Sei ein Haus der Gerechtigkeit und der Geschwisterlichkeit! Sei ein Vorbote des Friedens für die ganze Levante“, sagte der Papst am Dienstag während einer Heiligen Messe, die er an der Uferpromenade von Beirut vor mehr als 100.000 Menschen feierte.

Die Schönheit des Libanon werde von vielen Problemen überschattet, sagte der Papst mit Verweis auf die Wirtschaftskrise und die kriegerischen Konflikte in der Region. Am Morgen hatte er im Hafen von Beirut auch der Opfer der Explosion vom 4. August 2020 gedacht. Damals waren mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 6.500 wurden verletzt.

Am Dienstagnachmittag landete der Papstflieger wieder in Rom.

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18 Antworten

  1. Frieden in Libanon? Nein, Sua Santità, es tut uns leid, aber die wird es nicht geben.

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  2. Und wann wird er Israel besuchen bezüglich des Judentums?
    Immerhin wurzelt das Christentum im Judentum.
    SHALOM

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    1. Er hätte auch in die Länder können, in denen Christen durch Islamisten abgeschlachtet werden.

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    2. Ja, das stimmt genau. ManchenReligionsgelehrte nennen das Christentum als einenReformversuch des Judentums, Aus dem ohne Absicht des Gründers eine neue Religion entstanden ist. Bitte nicht obese Sein wegen meiner Ausage. Ich will niemanden beleidigen.

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      1. Alles gut, über alles zu reden, liebe Ute Engels. Bei der ev. Kirche würde ich zustimmen, da Luther seine damalige kath. Kirche eigentlich nur reformieren wollte.
        Jesus dagegen wollte das Gesetz und die Propheten nicht auflösen, sondern erfüllen und sein Leben für viele als Lösegeld geben, zur Vergebung der Schuld.
        Die besagten Religionsgelehrten gehen, soweit ich mich erinnere, davon aus, dass Jesus der Gottessohnanspruch von seinen Jüngern bzw. den Schreibern der Evangelien sozusagen aufgedichtet wurde, um ihn nach seiner Schmach (Kreuz …) wieder gut dastehen zu lassen, inclusive „erfundener“ Auferstehung.
        Nach allem was ich sehe, ist Jesus Christus im Alten Testament unübersehbar. Und so läuft beides in Phasen nebeneinander bis zu seinem zweiten Kommen in großer Kraft und Herrlichkeit (Matth. 24). Fest steht aber auch, dass eine Entwurzelung des Christentums vom Judentum (Nizäa …) mit allen schlimmen Folgen vom „Gründer“ sicherlich nicht gewünscht oder beabsichtigt war. Dann passt es zusammen.

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  3. „Mögen die Angriffe und Feindseligkeiten aufhören“, sagte er. „Wir müssen erkennen, dass bewaffnete Auseinandersetzungen keinen Nutzen bringen.
    Auch wenn Papst Leo Israel nicht wörtlich genannt hat, wissen wir, dass es gemeint ist. Er hofft „auf eine friedlichere Zukunft für die libanesische Schiiten-Partei Hisbollah.“ Er sagte auf seinem Rückflug nach Rom zu Journalisten: „Ziel der Kirche sei, die Parteien zu überzeugen, die Waffen niederzulegen und im Dialog Lösungen ohne Gewalt zu finden.“
    Möge er konstruktive Dialoge mit Hisbollah-Terroristen führen hin zum Frieden.

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    1. Möge er konstruktive Dialoge mit ISF Terroristen führen bis hin zum Frieden!

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  4. Wenn Papst Leo nicht mit dem Friedefürsten Jesus Christus zusammen arbeitet und dies als gelebtes, glaubwürdiges Zeugnis in seinem Herzen installiert ist, dann kann er zuhause bleiben. Die Zeiten sind zu ernst. Sein Reden und Tun ist erfolglos.

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  5. Der Papst Leo verschweigt die wahren Ursachen, warum es KEINEN BALDIGEN FRIEDEN im Libanon geben wird. Die Hisbollah muss beim Namen genannt werden, wer Frieden will, muss diejenigen anprangern, die jeden Frieden ablehnen.

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    1. Das kann er nicht tun! Er kann nicht klar sagen,dass die Islamanhänger ihre Ideologie Andersdenkenden aufzwingen wollen und damit aufhören sollten! Denn mit Gerede hat niemand zu essen!

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    2. @Martin Sechting
      „wer Frieden will, muss diejenigen anprangern, die jeden Frieden ablehnen.“

      Israel!

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      1. Israel lehnt KEINEN Frieden ab. Israel lehnt Frieden ab, der zur Vernichtung des Jüdischen Volkes führt.
        Israel muss das Gelobte Land derzeit gegen viele Feinde verteidigen, aber es wird die Zeit kommen, da werden die Völker Israel bewundern.
        Gott wird die Situation zu Gunsten Israels umkehren !

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      2. Ist doch schön, dass wenigstens die Hamas so friedensliebend ist und dies auch ihnen Kindern in Sommernlagern beibringt. Und dass in der Hamascharta immer noch die Vernichtung der Juden und des israel. Staates Israel steht liegt wohl nur am Umweltbewusstsein der Hamas, man will halt Papier und Tinte sparen, gelle Blubi. Ironie off

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      3. Ludvico
        Schwachsinn.
        Es ist Realitätsverweigerung, was Sie hier schreiben und wie Sie hier Ursache und Wirkung = Täter und Opfer vertauschen. NICHT Israel hat diesen Krieg begonnen. Der IRAN hat diesen am 07.10.23 via seinem perversen „Feuerring“ (in bestialischer nicht möglicher Weise) angefangen. NICHT Israel hat die ersten Raketen auf den Iran gefeuert. Der IRAN hat die Raketensalven zuerst auf Israel gefeuert – April/Oktober 2024. NICHT Israel betreibt den Genozid am Iran oder den Arabern. Der IRAN betreibt – seit Jahrzehnten, ganz offen propagiert für jeden sichtbar – den Genozid an den Juden. Israel zielt auf militärisch relevante Ziele und NICHT auf Zivilisten und begeht somit NICHT Völkermord – DAS tun seine Gegner, der IRAN und seine Terrorhelfer vom Schlage Hamas, Hisbullah, Huthi, die gezielt auf Zivilisten und zivile Einrichtungen schießen und sich hinter diesen verstecken – um möglichst viele Opfer medienwirksam „vermarkten“ zu können, was sie selbst auch so sagen. NICHT EINEN der Kriege, die Israel während seiner gesamten Existenz führen musste, um nicht in einem zweiten Holokaust vom Erdboden getilgt zu werden (was seine Gegner ja stets ganz offen propagiert hatten) hat Israel angefangen. IMMER waren das Israels arabische Nachbarländer und – zuletzt – der Iran. Aber klar… Israel ist der Böse und will sowieso nur Chaos verbreiten, Bürgerkriege anzetteln und die Region destabilisieren… Nein… das ist historisch nachweisbar absurd.

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        1. @WoFi
          Herzlichen Dank für diesen ausgezeichneten Kommentar aus der realen Welt. 👍

          IRAN, . . . . . . UNRWA (= Terroristen, Terroristenhelfer; absurdes „Rückkehrrecht“: ohne rechtliche und moralische Grundlage). Und dann die Terroristenvortrupps des Iran, unterstützt durch Katar, die EU, etc. – In dieser Reihenfolge. Die Aufzählung ist unvollständig.
          Auf die Vernetzung, die Dynamik der Kreuz- und Querbeziehungen kann ich nur hinweisen. Nebenbei bemerkt, ich weiß, dass ich von vielem Wichtigen nichts oder zu wenig weiß.

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    1. @Eckhard
      Unser Papst muss so tun als ob. Aber ER weiß, dass alle Versuche zu vermitteln scheitern werden. Kann man überhaupt mit der Hisbollah verhandeln? Nein.

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  6. „Seelig ist der da Frieden stiftet!“ Bergpredigt, jedoch schmerzt jeder gewalttätige Konflikt auf der Erde ungeachtet der Ursachen. Das Heilige Land wird angefochten von den Mächten der Finsternis. Ich denke das weiß auch der Papst aber er ist auch der Bergpredigt verpflichtet als Seelenhirte. Nur ADONAI schenkt uns den wahren Frieden und wir müssen darauf noch warten wie auf die Wiederkunft des Messias!

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