„Oranger Garten“ zum Gedenken an Familie Bibas

Ein neuer Garten im Norden Israels soll an die ermordeten Geiseln Schiri, Ariel und Kfir Bibas erinnern. Entstehen soll ein „Zufluchtsort des Lebens“.
Von Israelnetz

MIGDAL HAEMEK (inn) – Die israelische Organisation Venatata plant einen „Orangen Garten“ zum Gedenken an Schiri, Ariel und Kfir Bibas. Die Mutter und ihre zwei Söhne wurden am 7. Oktober 2023 von der Hamas entführt und wenige Wochen später ermordet. Der geplante Garten soll an sie erinnern, genauso wie an alle im Zusammenhang mit dem Massaker getöteten Kinder.

Der Garten ist, wie der Name verrät, geprägt von der Farbe Orange. Sie erinnert an die auffällige Haarfarbe der beiden Jungen, Ariel und Kfir. Schon während ihrer Gefangenschaft wurde sie zur Symbolfarbe bei Versammlungen und Demonstrationen.

Schicksal der Bibas-Geiseln

Schiri lebte mit ihrem Ehemann Jarden und ihren Söhnen, Ariel (damals 4 Jahre) und Kfir (damals 9 Monate) in Nir Os. Die Familie besaß zudem auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Am 7. Oktober 2023 entführten Hamas-Terroristen die Familie, wobei Schiri und ihre Söhne getrennt von Jarden Bibas festgehalten wurden.

Dieser kam am 1. Februar 2025 wieder frei. Nach langer Unsicherheit über das Schicksal der Mutter und ihrer Söhne übergab die Terror-Organisation die Leichname der beiden Kinder Ende des Monats. Die sterblichen Überreste von Schiri Bibas wurden nach angeblicher Verwechslung einen Tag später an Israel übergeben. 

„Der Orange Garten wurde nicht als ein Versuch geboren, den Schmerz wegzuradieren, sondern als eine mutige Entscheidung für das Leben und für Tikkun (Verbesserung).“

Die Initiatoren auf der offiziellen Website des neuen Projekts

Ein Garten zur „nationalen Heilung“

Neben einem Bach und naturnahen Spielplätzen sollen dort auch Obstgärten entstehen – mit den Lieblingsfrüchten von Ariel und Schiri. Aber nicht nur ihnen wird der Garten gewidmet sein: Der „Frühlingsfelsen“ soll als Gedenkstätte aller bei dem Massaker getöteten Kinder errichtet werden. Auch ist eine Wunschwand geplant, wo jedes Kind seine tiefsten Hoffnungen und Gebete aufschreiben und hineinstecken kann.

Das Ziel dieses Gartens ist klar: Hoffnung spenden und Gemeinschaft ermöglichen. Laut Venatata soll es ein Stück Land zur „nationalen Heilung“ sein. Der hebräische Name „Venatata“ bedeutet übrigens: „Und du sollst pflanzen“.

Planung des Gartens

Die Organisation steht für eine Vision vom „Stadtwald“ und möchte Israels Städte grüner machen. Entworfen wurde das Projekt „Oranger Garten“ von dem Landschaftsarchitekturbüro Izzy-Blank. Die Bibas-Familie unterstützte das Büro bei den Planungen.

Foto: Venatata
Der Plan für den „Orangen Garten“

Sobald das Spendenziel erreicht ist, soll der Bau beginnen. Planmäßig soll der Garten in etwa zwei Jahren eröffnet werden.

Erinnerung, die bleibt

Der Garten ist nicht das einzige Denkmal für die ermordeten Bibas-Geiseln. Schon im April 2025 hat die „Akademie der Hebräischen Sprache“ eine Schmetterlingsart nach Ariel Bibas umbenannt. Der auffällig orange Falter heißt nun „Kitmit Ariel“ (Ariel-Scheckenfalter). Ebenso wurde ein therapeutisches Spielzimmer im Schneider-Kinderkrankenhaus in Petach Tikva den drei ermordeten Geiseln gewidmet. So folgt nun auch das Projekt „Oranger Garten“ zu deren Gedenken. (nhf)

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3 Kommentare

  1. Das freut mich so sehr!🫠🥰🥰 Es gilt natürlich für alle getöteten Geiseln. Ich muss sooft an die beiden Mäuse und Shiri denken. Wie sie sich so entwickelt hätten? Ob Ariel die Schule Spaß machen würde? Der kleine Kfir. Was würde ihm Spaß machen? Auch verkleiden ? Vor allem muss ich oft an Yarden denken. Ob es ihm gut geht,soweit es einem gut gehen kann in solcher Situation? Hach ne,aber schön mit dem Orange Garten.

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  2. Es ist schön, dass ein Oranger Garten an die ermordeten Familienmitglieder der Familie Bibas erinnert, so bleiben sie noch jahrzehntelang im Kollektiven Gedächtnis erhalten.

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  3. Leben gegen den Tod, Schönheit gegen das Grauen…eine wunderbare Idee. Es geht mir wie Manu, ich denke oft an die Bibas-Kinder und ihre Mutter, und ja, wie mag es Yarden gehen ?

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