Österreich und Tschechien beraten mit Israel Corona-Maßnahmen

Israel hat mit Auftreten der neuen Omikron-Maßnahme drastische Maßnahmen ergriffen. Österreich und Tschechien tauschen sich nun mit Premier Bennett darüber aus und sprechen auch über das Boostern.
Von Daniel Frick
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Der israelische Premier Bennett begrüßte am Monitor seine Amtskollegen aus Österreich und Tschechien

Foto: Israelisches Regierungsamt

Der israelische Premier Bennett begrüßte am Monitor seine Amtskollegen aus Österreich und Tschechien

JERUSALEM / WIEN / PRAG (inn) – Die Regierungschefs Israels, Österreichs und Tschechiens haben sich am Dienstag zur Corona-Lage beraten. Der österreichische Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) initiierte nach Angaben des israelischen Regierungsamtes die virtuelle Runde, „um von den Erkenntnissen der israelischen Regierung im Umgang mit dem Coronavirus zu hören“.

Premier Naftali Bennett (Jamina) empfahl, so schnell wie möglich mit der Drittimpfung zu beginnen. Die Effekte seien binnen weniger Tage zu sehen, sagte er mit Blick auf die Erfahrung in Israel. Umgekehrt seien zwei Impfungen nicht ausreichend und führten zu Durchbrüchen. Zudem sei es wahrscheinlicher, dass sich Menschen mit zwei Impfungen noch einmal impfen lassen, als dass Menschen, die sich bis heute nicht geimpft haben, damit anfangen.

Von tschechischer Seite war der geschäftsführende Premier Andrej Babiš (ANO 2011) zugeschaltet. Sein Nachfolger Petre Fiala (Demokratische Bürgerpartei) ist bereits ernannt, aber bis die neue Regierung steht, leitet Babiš die Regierungsgeschäfte.

„Drastische Maßnahmen“

Israelische Behörden hatten am Freitag erstmals die Omikron-Variante des Coronavirus im Land entdeckt. Träger war ein Rückkehrer aus dem ostafrikanischen Malawi. Als Reaktion stoppte die Regierung die Einreise von Ausländern. Diese Maßnahme trat in der Nacht zum Montag an Mitternacht in Kraft und hat zwei Wochen Bestand.

Darüber hinaus beschloss die Regierung wieder die Überwachung von Handys durch den Inlandsgeheimdienst Schabak. Die Maßnahme ist im Rahmen der Notfallregulierung bereits in Kraft, soll aber noch zur Abstimmung in die Knesset kommen. Das Mittel der Überwachung im Zusammenhang mit dem Coronavirus hatte Israel erstmals im März 2020 eingesetzt. Ziel ist es, Kontaktketten bei Corona-Fällen nachzuverfolgen.

Gegenüber den Regierungschefs aus Tschechien und Österreich begründete Bennett diese „drastischen Maßnahmen“, wie er es nannte, mit der gegenwärtigen Unsicherheit bezüglich der neuen Variante. Mit Blick auf die Überwachung sagte er: „Wenn es mehr Informationen gibt, können wir diese Maßnahme stufenweise zurücknehmen.“

Seit Dienstag betreibt die israelische Regierung einen neuen Twitter-Account mit Informationen zur aktuellen Corona-Lage. Adressat ist vorrangig die Weltgemeinschaft und Politiker in Verantwortung. Premier Bennett erklärte dazu: „Die Welt hat ein großes Interesse an den Lehren und Erfahrungen gezeigt, die Israel im Kampf gegen COVID-19 gewonnen hat, und Israel ist darauf erpicht, dieses Wissen mit der Welt zu teilen.“

Von: df

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