Netanjahu: „Wir werden weder Juden noch Araber entwurzeln“

In Kfar Etzion haben führende israelische Politiker das 50. Jubiläum des Siedlungsbaus gefeiert. Premier Netanjahu versprach, dass es zukünftig keine Räumungen mehr im Westjordanland geben werde.
Premier Benjamin Netanjahu beim 50. Jubliäum des Siedlungsbaus in Kfar Etzion

Foto: PMO

Premier Benjamin Netanjahu beim 50. Jubliäum des Siedlungsbaus in Kfar Etzion

KFAR ETZION (inn) – Am Mittwochabend haben Politiker, Rabbiner und andere Menschen des öffentlichen Lebens das 50. Jubiläum der Befreiung von Judäa und Samaria, Ostjerusalem, dem Jordantal und den Golanhöhen in Kfar Etzion gefeiert. Premierminister Benjamin Netanjahu erinnerte an die Verteidiger von Gusch Etzion, die im Jahr 1949 gefallen waren: „Wenn sie nur den Staub von ihren Augen befreien und uns heute hier sehen könnten. Wenn sie nur sehen könnten, was in den vergangenen 50 Jahren erreicht wurde.“

Netanjahu versprach in seiner Rede, dass es zukünftig keine Räumungen von Häusern mehr in Israel geben werde: „Wir werden weder Juden noch Araber entwurzeln. Denn es ist nicht der Weg, um Frieden zu erreichen. Jedes Gebiet, das in die Hand des radikalen Islam fällt, wird zu einer Basis für Mord, Gewalt und Tod. Deswegen werden wir die Gemeinschaften und ihre Dynamiken in Judäa und Samaria stärken.“

„In Gusch Etzion liegt die Geschichte des jüdischen Volkes“

„Im wunderbaren Verteidigungskrieg vor 50 Jahren sind wir nach Gusch Etzion, in die Altstadt Jerusalems, nach Judäa und Samaria, ins Jordantal und auf die Golanhöhen zurückgekehrt“, sagte Netanjahu. Sie seien zu ihrem angestammten Erbe zurückgekehrt und hätten die Geschichtslinie der Juden erneuert. In der Region Gusch Etzion liege die Geschichte des jüdischen Volkes und das Versprechen, dass diese Geschichtslinie nie wieder unterbrochen werde.

Netanjahu erzählte, wie er damals ein einfacher Soldat war, der sich bei einem Besuch in der Gegend umsah: „An dem Ort, wo König David geboren und zum König gesalbt wurde und gegen Goliath kämpfte. Hier kämpfte Bar Kochba gegen die Römer. In den Generationen der Rückkehr haben die Siedler von Gusch Etzion aus nackten Bergen blühende Gärten gemacht.“

Gegenstimmen in der Welt überwinden

Der Premier erinnerte an die kürzlich eingeweihte Straße, die Gusch Etzion mit der Begin-Schnellstraße in Jerusalem verbunden hat. Dadurch sei die Fahrtdauer zwischen Gusch Etzion und Jerusalem wesentlich verkürzt worden.

Der Knesset-Sprecher Juli Edelstein sah in seiner Rede den Grund für die Rückkehr der Juden nach Israel nicht in „drastischen Deklarationen“: „Wir sind hier her durch die Kraft unseres Traumes und die Stärke unseres Glaubens zurückgekehrt.“ Auch Bildungsminister Naftali Bennett setze sich für die Souveränität der Israelis im Westjordanland ein: „Wir werden die Gegenstimmen in der Welt überwinden, damit die Welt und die israelische Öffentlichkeit versteht, dass Israel nie wieder geteilt wird.“

Von: mm

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