Die Stadt Beitar Illit im Westjordanland wurde 1985 gegründet und wird vor allem von ultraorthodoxen Juden bewohnt (Archivbild)

Die Stadt Beitar Illit im Westjordanland wurde 1985 gegründet und wird vor allem von ultraorthodoxen Juden bewohnt (Archivbild)

Straße soll Siedlung mit Jerusalem verbinden

Eine neue Straße soll die Siedlung Beitar Illit mit Jerusalem verbinden und so Pendlern eine 15 Minuten kürzere Reisedauer ermöglichen. Premierminister Netanjahu kündigte das Projekt selbst an.

BEITAR ILLIT (inn) – Die Siedlung Beitar Illit liegt rund zehn Kilometer südwestlich von Jerusalem. Die Stadt im Westjordanland wurde 1985 gegründet. Die über 50.000 Einwohner sollen künftig schneller in die Hauptstadt Jerusalem pendeln können: Eine neue Straße soll dies ermöglichen. Premierminister Benjamin Netanjahu sagte bei einer Zeremonie in Beitar Illit, keine Regierung tue mehr für die israelischen Siedlungen als die seinige. Für Netanjahu war es der erste Besuch in der Siedlung seit seinem Amtsantritt 2009.

Wie die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet, hielt sich Netanjahu in der hauptsächlich von ultraorthodoxen Juden bewohnten Siedlung auf, um an der Grundsteinlegung für eine neue Wohngegend teilzunehmen. „Wir arbeiten daran, alle Teile des Landes zu besiedeln“, sagte Netanjahu bei der Veranstaltung am Donnerstag vor mehreren hundert Zuhörern. Beitar Illit werde so schnell wachsen, dass Jerusalem bald ein Stadtteil davon werde, scherzte Netanjahu. Dies sei eine Übetreibung, solle aber die historische Verbindung von Beitar und Zion zeigen. „Unsere Generation hat das geschafft, wovon frühere Generationen nur träumen konnten“, sagte der Regierungschef. „Wir sind in unser Heimatland zurückgekehrt und haben es einmal mehr in ein Land verwandelt, wo Milch und Honig fließen.“

Beitar Illit gehört zu der Region Gusch Etzion, die, so die israelische Überzeugung, innerhalb der zukünftigen Staatsgrenzen Israels nach einer Einigung mit den Palästinensern über eine Zweistaatenlösung liegt. Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtet, ein Sprecher des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas habe den Bau neuer Wohneinheiten in der Siedlung verurteilt.

Von: mb

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