Nespresso verliert Klage gegen Werbung mit Clooney-Double

Weil die israelische Kaffeefirma Espresso Club in ihrer Werbung einen George-Clooney-Doppelgänger auftreten ließ, wurde sie von Nestlé verklagt. Der internationale Nahrungsmittelkonzern wirbt selbst mit dem Schauspieler. Nun hat ein Gericht die Klage fallen gelassen – mit einer ganz bestimmten Begründung.
Die Werbung mit dem Clooney-Doppelgänger weist darauf hin, dass es sich bei dem Mann nicht um George Clooney handelt

Foto: Espresso Club/YouTube

Die Werbung mit dem Clooney-Doppelgänger weist darauf hin, dass es sich bei dem Mann nicht um George Clooney handelt

TEL AVIV (inn) – Ein attraktiver Mann mit schickem Anzug und schwarz-grau meliertem Haar kauft sich eine Espresso-Maschine, kommt aus dem Caféhaus und wird von einem Passanten zu seinem Kauf angesprochen. Mit dieser Szene wirbt die israelische Kaffeefirma Espresso Club für ihre Produkte – und handelte sich eine Klage des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé ein.

Denn Nestlé wirbt auf ähnliche Art und Weise für seine Espresso-Produkte der Linie Nespresso. Ihr Markenbotschafter ist Hollywood-Schauspieler George Clooney. Im Gerichtsverfahren galt es zu klären, ob Israels Espresso Club mit seiner Parodie die Urheberrechte von Nespresso verletze und den Ruf des Großkonzerns schädige. Dies verneinte jetzt ein Bezirksgericht in Tel Aviv.

Ende vergangener Woche entschied das Gericht für die israelische Firma Espresso Club. „Das Gericht hat festgestellt, dass – obwohl Nespresso Millionen von Dollar in die Werbespots mit George Clooney investierte – die Firma kein Schöpferrecht in dieser Hinsicht hat“, sagte ein Anwalt der israelischen Firma laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Zur Begründung sagte die Richterin Magen Altuvia: „Man muss sich daran erinnern, dass der heutige Durchschnittszuschauer genug gebildet und vielen Informationen und Werbungen verschiedener Medien ausgesetzt ist, und fähig ist, zwischen einer humorvollen Werbung und einer tatsächlichen Verleumdung zu unterscheiden.“ Nestlé solle Espresso Club umgerechnet rund 28.000 Euro Anwaltskosten bezahlen, entschied die Richterin. In dem Werbevideo mit dem Clooney-Doppelgänger wird auch darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Mann nicht um George Clooney handelt.

Von: mab

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen