Der Frankfurter Bürgermeister und CDU-Vorsitzende Uwe Becker begrüßt den Beschluss des CDU-Parteitags, die BDS-Bewegung eindeutig abzulehnen
Der Frankfurter Bürgermeister und CDU-Vorsitzende Uwe Becker begrüßt den Beschluss des CDU-Parteitags, die BDS-Bewegung eindeutig abzulehnen

CDU erklärt BDS-Bewegung für antisemitisch

Die CDU hat die anti-israelische Boykott-Bewegung BDS für antisemitisch erklärt. Jegliche Aktivitäten der Bewegung seien abzulehnen.

ESSEN (inn) – Die CDU hat sich auf ihrem Parteitag in Essen klar gegen die Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) positioniert. Am Mittwoch verabschiedeten die Delegierten ein Papier, in dem es heißt: „Die CDU Deutschlands erklärt mit diesem Antrag ihre Missbilligung und Ablehnung jeglicher BDS-Aktivitäten und verurteilt diese als antisemitisch. Jeglichen Aktionen, die Israel feindlich begegnen, tritt die CDU Deutschlands entschieden entgegen.“

Weiter heißt es im Text: „Die CDU Deutschlands bekennt sich zu der tief empfundenen Freundschaft zu Israel und setzt sich auch weiterhin für eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern ein.“ Den Antrag, der einstimmig beschlossen wurde, hatte die CDU Frankfurt eingebracht. Deren Kreisvorsitzender, Uwe Becker, erklärte: „Wer heute unter der Fahne der BDS-Bewegung zum Boykott israelischer Waren und Dienstleistungen aufruft, der spricht in der gleichen Sprache, in der man einst die Menschen dazu aufgerufen hat, nicht bei Juden zu kaufen. Dies ist nichts anderes als plumper Antisemitismus, wie ihn schon die Nationalsozialisten instrumentalisiert haben.“

Mit BDS komme der Antisemitismus als Antizionismus daher, doch Judenfeindlichkeit bleibe auch in den Kleidern des 21. Jahrhunderts Judenfeindlichkeit. (mb)

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Von: mb