Die Bibel enthält eine ganze Reihe von schwierigen Stellen. Manche sind schwierig, weil wir sie inhaltlich nicht verstehen. Wiederum andere empfinden wir als schwierig, gerade weil wir sie gut verstehen. Und dann gibt es noch eine dritte Kategorie von schwierig: Verse, deren Aussagen unserem Moralempfinden zuwiderlaufen. Das trifft beispielsweise auf den Text über den störrischen Sohn aus 5. Mose 21,18–21 (Elberfelder) zu.
Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn hat, der auf die Stimme seines Vaters und auf die Stimme seiner Mutter nicht hört, und sie züchtigen ihn, er aber hört weiterhin nicht auf sie, dann sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn hinausführen zu den Ältesten seiner Stadt und zum Tor seines Ortes. Und sie sollen zu den Ältesten seiner Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist störrisch und widerspenstig, er hört nicht auf unsere Stimme, er ist ein Schlemmer und Säufer! Dann sollen ihn alle Leute seiner Stadt steinigen, dass er stirbt; so sollst du das Böse aus deiner Mitte wegschaffen. Und ganz Israel soll es hören und sich fürchten.
Der störrische und widerspenstige Sohn soll also sterben. Das ist hart und es stellt sich direkt die Frage: Wer entscheidet darüber, wann ein Sohn störrisch und widerspenstig ist? Ist so ein Gesetz nicht anfällig für Missbrauch? Die Schwierigkeit an dieser Stelle ist nicht etwa der Inhalt, sondern liegt vielmehr darin, dass hier ein Gesetz vorliegt, dessen Norm wir nicht mehr verstehen. Oder anders formuliert: Wir verstehen zwar die Aussage, aber nicht die dahinter liegende Moral.
Eine rabbinische Diskussion
Schon für die Rabbinen war diese Bibelstelle eine Herausforderung. Sie mussten das Gesetz in ihre Gegenwart übersetzen und lebbar machen. Und sie mussten auch darüber nachdenken, missbräuchliche Anwendung so weit wie möglich auszuschließen. In der Mischna, die zwischen 190 und 230 nach Christus entstanden ist, finden wir erste Abhandlungen zum Thema.
Die Rabbinen versuchen, eine Definition dafür zu finden, ab welchem Alter man überhaupt von einem störrischen Sohn sprechen kann. „Ein Sohn und nicht ein Mann. Ein Minderjähriger ist nicht haftbar, denn er ist noch nicht in das Gesetz eingetreten“, heißt es im Traktat Sanhedrin. Ein störrischer Sohn kann demnach nur ein Junge in der Pubertät sein.
Israelnetz Magazin
Weiterhin setzen sich die Rabbinen damit auseinander, was der pubertäre Sohn getan haben muss, um als störrisch zu gelten. So reicht eine einmalige Auflehnung gegen die Eltern nicht aus. Es bedarf der Wiederholung. Ja mehr noch, viele Zeugen müssen seine Verstocktheit bestätigen. „Störrisch und widerspenstig. Der es zweimal war. Der sich selbst einen anderen Weg lehrt […]. Gegen die Worte seines Vaters. Und widerspenstig. Gegen die Worte seiner Mutter. Störrisch. Gegen die Worte der Tora. Und widerspenstig. Gegen die Worte der Propheten. Störrisch. Gegen die Worte der Zeugen. Und widerspenstig. Gegen die Worte der Richter“ (Sifre Devarim, 218).
Diese Verstocktheit muss sich außerdem in einem bestimmten Verhalten äußern, das die Rabbinen, bezugnehmend auf Vers 20 („Er ist ein Schlemmer und Säufer!“), als „Völlerei” qualifizieren. Doch natürlich gibt es auch dann immer noch die Möglichkeit der Vergebung und Barmherzigkeit: „Der störrische und widerspenstige Sohn: Wenn sein Vater und seine Mutter ihm verzeihen wollen, verzeihen sie ihm.“
Die Stoßrichtung liegt auf der Hand: Eine Anwendung des Gesetzes soll weitestgehend verunmöglicht werden. So folgern die Rabbinen am Ende: „Einen störrischen und widerspenstigen Sohn hat es niemals gegeben und wird es niemals geben.“
36 Kommentare
Die Bibel enthält eine ganze Reihe von schwierigen Stellen, die leider nur unser katholischer Bischof, bester Theologe von allen, versteht.
Frau Wall hat sich an ein heikles Thema herangewagt. Im alten Israel war die Familie die wichtigste soziale Einheit. Alles sollte in geordneten Bahnen sich abspielen. Gesetzlosigkeit, Rebellion, Respektlosigkeit nahm und nimmt Gott sehr ernst. Ebenso das rabbinische Judentum. Sie kennen die Bibel nicht, sie kennen nur Traditionen. Jesaja 29 sagt es : Ihre Frömmigkeit beruht nur auf Vorschriften, aufgestellt von Menschen. Aber wenn Menschen Menschen nachfolgen, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Das grösste Geschenk aber hat uns Gott mit Jesus Christus gemacht. Jetzt sind wir im Zeitalter der Gnade. Das Gesetz fordert den Vater auf, den Sohn auszuliefern, unter der Gnade eilt der Vater seinem verlorenen Kind entgegen und fällt ihm um den Hals und schenkt ihm den Ring der Kindschaft. Jesus hat bezahlt. Er hat sich stellvertretend geopfert. Ich muss nicht selbst da hängen, obwohl ich das verdient hätte. Jesus ist das Ende des Gesetzes, nicht meine Christlichkeit oder Jüdischkeit. Ein größeres Angebot gibt es nicht.
@Marita
Liebe Marita, da stimme ich mit dir vollkommen überein. Ich weiß nicht, ob dieses Gesetz jemals umgesetzt wurde, denn Vater und Mutter müssten beide den Ältesten gegenüber eingewilligt haben, den Sohn zu töten. Welche Mutter täte das?
Ich übertrage das für mich heute so: Jesus, der gehorsame Sohn, starb den Tod, den ich verdient hätte. Ich war nicht immer eine treue Tochter Gottes! Wie oft schon habe ich meine Gaben und Talente, meine Zeit, meine Kraft, mein Geld für irgendwelchen Mist verschwendet? Wie oft habe ich Gott nicht gehorcht? Wie oft habe ich gegen seine Gebote verstoßen? Wie viele Dinge gibt es in meinem Leben, bei denen ich nicht so lebe, wie Gott das von mir möchte?
Dieses Gebot hat einen bleibenden Wert für mich, weil es ein großes Gleichnis ist, für das, was sich zwischen Gott und uns Menschen abspielt: Gottes Kinder sind störrisch und ungehorsam. Sie hätten die Todesstrafe verdient. Aber Gott selbst lässt seinen gehorsamen Sohn stellvertretend die Strafe erleiden, die wir rebellischen Kinder Gottes verdient hätten, damit wir leben können.
Liebe Grüße Ella 👍🏻🇮🇱💝
Danke , liebste Ella, 🌹 für Deine starke Botschaft. Als der Mensch aus dem Garten Eden vertrieben wurde , hatte er alle Privilegien verloren. Sie durften nicht mehr mit Gott kommunizieren. Nach dem Sündenfall konnten die Menschen nur in die Gegenwart Gottes kommen, wenn sie ständig Opfer brachten. Satan stahl Adam etwas, von dem er wusste, dass es für ein Leben in Frieden und Freude grundlegend war :: Die Beziehung zu Gott, die Fähigkeit, mit Gott unterwegs zu sein und von Angesicht zu Angesicht mit dem Schöpfer zu sprechen. Daher ist das, was Jesus wiederherstellte, so unsagbar wertvoll. Er versetzte uns wieder in unseren ursprünglichen hohen Stand. Es gibt jetzt keine Hindernisse und keine Beschränkungen mehr. Jesus hat alles niedergerissen, was uns von Gott trennte. Am Kreuz geht es nicht um die Not Jesu (obwohl sie unbeschreiblich war) sondern um unser aller Sündenproblem. Das ist gelöst. Wir dürfen zugreifen. Gelobt sei Jesus Christus.
Jesus segne Dich, liebe Ella 🤗💖mit all Deinen Lieben.
Liebe Ella, Sie haben vollkommen recht, wie Sie „Gottes KInder“ beschreiben. Sie haben es nicht erwähnt, gehen aber sicher davon aus, dass Umkehr und Buße, und der Wunsch nach Gehorsam, das größte Bedürfnis darstellt, um zur Ehre Gottes leben zu können.
Lieber Gruß Martin
Ach @Ella
Das haben Sie so schön ausgedrückt. Danke
Einsicht – Vorsicht – Rücksicht
Bitte, halten Sie das meine Kommentare auch durch, viel Mut wünscht Ihnen
Brigitte
@Marita, der verlorenen Sohn spricht zu sich: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir und bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heißé; mache mich wie einen deiner Tagelöhner“ (Luk. 15,18+19). Ja Jesus freut sich über jeden Sünder der umkehrt. Eine billige Gnade gibt es jedoch nicht!
Lieber Gruß Martin
Martin, das ist echt Unsinn, von „billiger Gnade“ zu schreiben. Gnade ist und bleibt Gnade. Wir können uns Gottes Annahme nicht verdienen. Sie ist Gnade in ihrer höchsten Form. Das vollbrachte Werk Jesu genügt !!! (Eph.2/8-9)Alles andere ist ein falsches Evangelium.
Liebe Marita, Gnade, Begnadigung erhalten wir nur, wenn wir uns schuldig bekennen. Das Opfer Jesu genügt natürlich, aber nur wenn wir es annehmen. Waren Sie schon mal bei Gericht und haben erlebt, wann ein Angeklagter begnadigt wurde? Uneinsichtige Angeklagte werden mit Sicherheit nicht begnadigt und frei gesprochen. Billige Gnade ist sehr beliebt heute – ein Trauerspiel.
Lieber Gruß Martin
Martin, der verlorene Sohn hat doch durch seine Heimkehr bewiesen, um was es ihm geht. Es gab kein Gericht sondern tiefste Annahme. Der Vater sah sein verwundetes Herz. Durch ehrenamtliche Schöffentätigkeit gewinnt man viele Erkenntnisse. Um diesen Sohn mache ich mir keine Sorgen. Er hat es verstanden. Meine Sorge gilt seinem Bruder, der wütend war über die Heimkehr des Verlorenen, der das Erbe für sich allein beanspruchen wollte, dem Vater Vorwürfe machte….der dachte, er wäre doch so fromm, dass ihm alles zustünde und doch völlig falsch urteilte. Der in Wirklichkeit nie am Vaterherzen weilte …….
Kann es sein, dass der störrische Geist des Sohnes, nicht aber das physische Kind gemeint ist? Der „verlorene Sohn“ wurde jaauch nicht gesteinigt, sondern verließ die israelische Gemeinde und galt als geistig tod.
Ich glaube, dass wir in unserer Zeit eher mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben. Ungehorsam, mangelnde Konsequenz von Eltern, Erziehern und Lehrern. Rebellion wird als was gutes hingestellt, vielleicht sogar als notwendig. Respektlosigkeit gegenüber Eltern – die das jedoch auch häufig nicht wünschen – mein Kind über alles. Regeln – was ist denn das?
Lieber Gruß Martin
@Untertan
Meine Ehefrau, streng katholisch, war und ist eine gute Mutter, eine gute Großmutter , eine strenge Erzieherin. Unser Bischof hat dabei mit Rat und Tat eine große Rolle gespielt.
Untertan
Aber Sie haben hoffentlich mitbekommen, dass in modernen Gesellschaften das patriarchalische System nicht mehr gilt? „Es wird getan was der Vater sagt!“
oder: so lange du deine Füße unter meinen Tisch steckst, machst du gefälligst was ich sage!
War es nicht Aristoteles, der meinte, die Jugend von heute ist verdorben?
Kinder u. Jugendliche verfügen über einen viel größeren Komplex an Entscheidungen, die sie oft gar nicht überblicken können.
Ihre Rebellion: Die muss sein! Wer nicht gegen Eltern usw. rebellieren lernt, wird sich niemals von der eigenen Gruppe trennen können, um eine neue Familie/Gruppe zu gründen.
Liebe Brigitte, moderne Gesellschaften sind nicht gesund, wie wir auch in Deutschland erkennen können.
Das NT sagt Jesus ist das Haupt des Mannes, der Mann das Haupt der Frau. Sie glauben gar nicht wie herrlich das ist, in den Ordnungen Gottes zu leben, und die Liebe Gottes erlebbar ist. Muss Sie enttäuschen Ungehorsam und Rebellion gehören nicht dazu. Lieber Gruß Martin
@Untertan
In Vielem gebe ich Ihnen Recht. Gerade was die Erziehung angeht. Aber das ist halt unsere Zeit. Kevin war ein ziemlich unkompliziertes Kind(zum Glück,denn ich hatte mich ja noch um meine Mutter gekümmert). Aber gläubig ist er bis jetzt nicht geworden. Auch wenn ich es versucht habe. Da hat auch das Erlebnis mit Elias nichts geändert. Er glaubt halt an den Urknall. Aber er respektiert meinen Glauben. Und ich weiß, so schmerzlich es sich anhört,es wird der Tag kommen an dem ich mich entscheiden muss. Gehe ich mit meinem Sohn,oder folge ich Christus? Und nach allem was ich erlebt habe und an Erfahrungen habe,werde ich wohl Christus folgen. Das schmerzt mich ungemein. Heute schon. Das weiß auch der Herr. Aber letztendlich ist jeder für sein „Seelenheil“ selbst verantwortlich. Was nicht heißt, ich liebe Kevin nicht. Er war mein schönstes Geschenk! Aber jeder muss seinen Weg gehen.
Damit wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende! Ich habe jetzt erstmal 3 Wochen Urlaub.😎⛱️
Viele Grüße Manu
Hallo Manu, danke für Ihren Kommentar, es gibt nichts besseres, als ein Kind des Allmächtigen zu sein. Ich wünsche Ihnen viel Kraft, Mut und auch Freude in Jesus. Der so gerne tut, was uns vollkommen unmöglich erscheint. Genießen Sie Ihren Urlaub, liebe Grüße Martin
@Manu
Liebe Manu, das was du über Kevin schreibst, erleben ganz viele Christen, auch ich. Meine beiden Jungs sind christlich erzogen, wuchsen in der EMK-Gemeinde auf, mein Mann war viele Jahre Organist, ich im Liturgendienst. Nach der Einsegnung/Konfi haben beide beschlossen, nicht mehr in die Kirche zu gehen. Ich habe sie nicht zwingen können und wollen. Einer hat kirchl.geheiratet, der andere nicht, alle Enkel sind nicht getauft. Glaub mir, hab mich oft gefragt, was ich falsch gemacht habe. Tut mir heute auch noch weh. Aber ich bin froh, zu beiden Familien einen liebevollen Umgang zu haben, beide Jungs sind absolut gute und liebe Menschen, nur halt nicht gläubig. Was mir bleibt Manu ist das Beten. Jeden Tag bete ich dafür, dass Gott die beiden ruft, segnet, nicht verloren gehen lässt. Ich war immer eine Mutter, die ermahnt, aber nicht geschlagen hat, weil ich das in meiner Kindheit grausam erlebt habe. Züchtigen in Form von Schlägen nennt man heute Kindesmisshandlung. Aber bevor ich etwas ins Kind hinein oder hinausschlage, liebe ich eher etwas hinein. Und das schätzen die Jungs heute noch sehr und dein Kevin sicher auch. Unsere Kinder machen ihren Weg und Gott verlässt sie nicht, weil sie ihn verlassen haben, so ist Gott nicht.
Liebste Grüße Ella 🙏🫂
@Untertan
Ugehorsam ist etwas anderes als Rebellion. Ich kann gegen etwas rebellieren, weil ich etwas nicht richtig finde, das ist aber kein Ungehorsam. Kinder müssen rebellieren (sich wehren, kämpfen) lernen, um sich behaupten zu können. Und sie müssen lernen, eigene Entscheidungen zu treffen. Wenn sie solche treffen, die mir weh tun, kann ich sie drauf hinweisen, muss sie aber auch respektieren. Ich habe meine Kinder wohl getadelt, aber nie geprügelt, weil sie anders dachten als ich. Wenn Brigitte das so meinte, gebe ich ihr Recht.
Ich habe diesen Artikel mit großem Interesse gelesen.
Leider fand ich als Wiederholung diese Parabel des zu steinigenden Sohnes, der hat mich bereits zu Schulzeiten angewidert. Wohin gegen die bibl. Erzählung über den „verlorenen aber freudig willkommenen Sohn“ sich als Menschenliebe darstellt.
@Brigitte
Ihr Interesse freut mich echt und Danke Brigitte, dass Sie mir Mut wünschen. 🤗 Den wünsche ich Ihnen auch, zum Bibellesen. Manches mag einen anwidern in der Bibel, aber das von Gott gesprochene Wort bitte nicht. Man muss vieles im Kontext lesen und verschiedene Übersetzungen vergleichen, jemanden fragen, wenn man etwas nicht versteht. Die Bibel ist an manchen Stellen grausam, fast wie ein Krimi. Aber wenn man die Liebe Gottes darin entdeckt und das Happy end versteht, ist es eines der besten Bücher, das zu lesen sich lohnt.
Lg Ella
Liebe Ella, die ganze Heilige Schrift ist doch Gottes Wort – ja, vieles verstehen wir (noch) nicht, aber anwidern, ist nicht korrekt – nicht böse sein, lieber Gruß Martin
Martin, mit „Anwidern“ ist z.B. gemeint, dass uns etwas schmerzt, tief berührt. So meint es auch Ella. Der treue Prophet Jesaja wurde aufgrund seiner Verkündigung von einem gottlosen König in einem hohlen Baumstamm zersägt. Der mahnende Jeremia versank in einer Zisterne im Schlamm. Hiobs Leiden und die Anklage der 3 Freunde–anwidernd. Der gläubige Naboth wurde durch Königin Isebel umgebracht, (anwidernd) weil er in Treue das Erbe seiner Väter verwaltete und sich von seinem Weinberg nicht trennen wollte……
Danke Marita, du verstehst mich.💝
@Hallo Marita
Ich habe im
Lexikon mal nachgeschaut. Anwidern,angewidert sein bedeutet,einen ekelt etwas an. Man verbindet das mit Unnormal.
Und das ist die Bibel ja nun wirklich nicht!
Ich wünsche dir und deinem Mann einen gesegneten Sonntag,meine Süße!🙏🙏🙋🏻♀️
@Untertan
Bin nicht böse, ich habe damit auf Brigitte geantwortet, natürlich widert mich die Bibel nicht an, aber sie enthält Passagen, die man heute so nicht ausdrücken und anwenden würde, weil es herzlos wirkt und weh tut. Lg Ella
@Untertan
Ich denke,Ella hat das Wort aufgenommen,da @Brigitte es verwendet hat. Ella wollte es erklären,so denke ich mal. Auch ich muss sagen,angewidert ist ein total verkehrtes Wort. Mich widert in der Bibel auch nichts an. Es ist Gottes Wort!
Liebe Grüße Manu
@Ella
Ein mir lieber Verwandter liest die Bibel, handelt christlich und hadert nicht mit seinem Glauben. Aber er sagt auch: Gott will keine Kriege.
Er würde sich jedem Töten entziehen, und kritisiert die israelische Kriegspolitik und nach seiner Auffassung christlichen Glaubens fragt er vorsichtig:
Hat Gott vielleicht Israel verlassen?
Ich trage den Humanismus auf dem Rücken und der fordert mich auf – und wie ich schon einmal schrieb: Auch darin steckt das Wort Gottes.
Nichts rechtseckiges und dickes rumzutragen – ich muss mich nicht an jeder Kreuzung neu entscheiden, wer was wann mal sagte.
Ich wünsche Ihnen alles Gute
@Brigitte
Ihr Verwandter kritisiert israelische Kriegspolitik? Was sagt er denn zum 7.10.? Und wenn Ihr Verwandter Bibelkenner wäre,würde er wissen,Gott hat Israel nicht verlassen. Sie sollten die Bibel besser lesen und sich nicht hinter „Verwandten“ verstecken.
Manu
Ich habe den Eindruck, Sie sind auf dem Kriegspfad. Kehren Sie um.
@Brigitte
Der Eindruck täuscht. Nicht Kriegspfad. Nur,als Christ kann ich nicht nur Israel anprangern. Gott findet Krieg furchtbar,ja. Aber was ist denn mit dem 7.10.? Und meine Frage an Ihren Verwandten wäre,wie kommt er darauf,Gott hätte Israel im Stich gelassen oder verlassen. Wenn in der Bibel doch etwas ganz anderes steht! Und was ist mit den anderen Kriegen,die so toben? Es geht immer nur um Israel. Ein bisschen einseitig. Gott findet Krieg nicht toll. Trotzdem hat ER stets im Krieg seinem Volk zur Seite gestanden. Das ist der Bund,den ER geschlossen hat mit seinem Volk. Und der gilt noch heute. Auch wenn es im Moment nicht so aussieht. Nehmen Sie doch mal Bibelstunden. Vielleicht erhellt das Ihren Wissensstand. Und das ist nicht böse gemeint. Was sagt denn Ihr Verwandter zum 7.10.? Fragen Sie ihn mal. So fing es doch an,oder? Wer ist schuld? Israel? Nein. Fragen Sie Ihren Verwandten doch mal nach der Hamas. Die hat das zu verantworten.
@Brigitte
Es freut mich, dass Sie so einen christl. Verwandten haben. Auch er ist wohl vom Humanismus überzeugt. Aber die Bibel ist nicht human, Manu hat Recht, es ist kein Märchen-oder Geschichtsbuch, ist nicht zur Unterhaltung gedacht, sondern danach zu handeln. Und das ist jeden Tag Arbeit. Und auch, wenn das Volk Israel Gott verlassen hat, Gott hat Israel nicht verlassen. Wie erklären Sie sich sonst, dass das kleine Israel nicht unterging in einem 7-Fronten-Krieg? Die vielen Prophezeiungen, die sich gerade erfüllen? Ich würde Sie wirklich gern ermutigen, selbst in der Bibel zu lesen, nur eigene Erkenntnisse nutzen etwas.
Gott will keine Kriege? Er selbst hat im AT viele Kriege sogar befohlen, die vollständige Zerstörung von Städten, Menschen und Tieren. (Bücher Josua, Samuel) Gott liebte aber von jeher Friedensangebote. Hat Gazas Hamas Land für Frieden 2005 daran gehindert, im Okt23 Krieg gegen Israel zu beginnen? Jucken Hisbollah oder das Mullah-Regime Friedensgespräche? Brigitte, es gibt einmal eine Kreuzung, an der müssen Sie sich und wir alle entscheiden, ob wir den Weg mit oder ohne Gott gehen wollen. Bis zuletzt hält er sich bereit an unserer Seite zu sein.
Ich wünsche Ihnen auch alles Gute.
@Brigitte
So ganz nehme ich Ihnen das Lob an Ella nicht ab. Ganz ehrliche Meinung von mir. Die lieben Grüße von @Untertan ja, die sind ehrlich.
Aber um auf die Bibel zu kommen. Das ist kein Buch,wo Prinzessin Lillyfee die Hauptrolle hat und den ganzen Tag Sternenstaub verteilt. Aber wie Ella schon schreibt: man muss es im Ganzen lesen. Die Bibel ist keine Buch,wo nur Geschichten stehen um die Leute nett zu unterhalten.
Das Interessante ist doch: Die Passage steht zwar im Gesetz, es wird aber kein einziger Fall beschrieben, bei dem das angewendet wurde. Generell wird von keinem einzigen Elternteil erzählt, das seinen Sohn auf Grund eines Gesetzes hätte hinrichten lassen (Ausnahme: die Könige Ahas und Manasse, die jeweils einen Sohn als Menschenopfer dargebracht haben, was aber gerade nicht nach dem Willen Gottes war). Genau das findet man allerdings durchaus bei den anderen Völkern Allerdings wird in 4. Mose tatsächlich ein Mann wegen Sabbatschändung gesteinigt, was uns heute natürlich befremdet und völlig überzogen erscheint. Zum Glück leben wir im Zeitalter der Gnade. Das sollte man nicht kleinreden.
So ist es Tertullian. Gnade ist ein Geschenk unseres Gottes, was wir unverdient bekommen. Gott liebt es gnädig zu sein, trotz unseres Versagens.
Danke, liebe Manu, 🌹 ich wünsche Dir eine sehr erholsame Zeit . Du hast viele Aufgaben und verwaltest sie treu. Bete weiter für Deinen Sohn, Gott wird ihn finden, zu seiner Zeit und auf seine Weise. Jedes Gebet für ein Kind ist aufgezeichnet in der Ewigkeit. Liebe Grüsse Marita