Muslime in Israel: Doppelt so viele Frauen wie Männer studieren

Mehr als zwei Mal so viele Muslimas beginnen in Israel im Vergleich zu den männlichen Vertretern ein Studium. Zudem wächst die muslimische Bevölkerung.
Von Israelnetz

JERUSALEM (inn) – Mehr als doppelt so viele muslimische Frauen wie Männer treten in Israel innerhalb der ersten acht Jahre nach ihrer Hochschulreife ein Hochschulstudium an. Das zeigt die am Dienstag erschienene Studie „Muslimische Bevölkerung in Israel 2026“ der offiziellen Statistikbehörde. Die Studie befasst sich mit bevölkerungsrelevanten Entwicklungen und Zahlen hinsichtlich der muslimischen Gesellschaft in Israel.

Ungefähr eine halbe Million Muslime besuchen demnach aktuell israelische Schulen. Drei Viertel von ihnen erreichen eine Hochschulreife. Von allen weiblichen Muslimen, die die Hochschulreife erhalten, entscheidet sich ungefähr die Hälfte innerhalb von acht Jahren dazu, ein Hochschulstudium zu beginnen. Bei den Männern ist es nur jeder Fünfte. Etwa 50.000 Vertreter der islamischen Glaubensgemeinschaft studieren indes an israelischen Universitäten.

Islamische Bevölkerung wächst

Außerdem zeigt sich ein muslimisches Bevölkerungswachstum in Israel von knapp 2 Prozent bei ungefähr zwei Millionen dort lebenden Glaubensvertretern. Das bedeutet, dass etwa jede fünfte Person im jüdischen Staat der islamischen Glaubensgemeinschaft zugehörig ist. Jerusalem hat dabei mit annähernd 40 Prozent den höchsten muslimischen Bevölkerungsanteil.

Die Statistikbehörde veröffentlichte die Studie am Tag des Opferfestes „Eid al-Adha“. Es ist das höchste islamische Fest und wird inmitten des Hadsch – der muslimischen Mekka-Wallfahrt – als Höhepunkt gefeiert. Unter anderem teilte der offizielle arabische X-Account des Staates Israel „IsraelArabic“ die Studienergebnisse an diesem Tag. (cb)

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10 Kommentare

    1. @Antonia
      Zumindest scheinen die Muslimas zu erkennen, dass eine höhere Schulbildung und Studium die Freiheit von Abhängigkeit von der Familie und Wohlstand schafft.

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    2. Nicht nur muslimische. An unseren Hochschulen sieht es ähnlich aus.
      Bemerkenswert:
      „März 2015 fand die 59. Jahressitzung der UN Frauenrechtskomission statt. Dabei wurde eine Resolution angenommen , in der genau ein einziger Staat für die Verletzung von Frauenrechten verurteilt wird-nähmlich Israel.“ (Zitat aus „Vereinte Nationen gegen Israel“ von Alex Feuerherdt und Florian Markel, S. 273

      Würde Israel Frauenrechte verletzt, dann dürften die Damen wie in Afganisthan gar nicht vor die Tür.
      Ich freue mich für die jungen Frauen und vielleicht sind sie es später, mit denen Israel nachhaltige Friedensverhandlungen führen kann.

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      1. Haben Sie sich überhaupt mit der Resolution beschäftigt bzw. wissen Sie, in welchem Kontext Israel Verletzungen am Frauenwahlrecht vorgeworfen wird?
        Scheint mir nicht so

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        1. Wenn, Schneemann, dann dürfte das höchstens die Frauen der Haredim betreffen, die Mehrheit der Frauen, insbesondere die der säkularen und der normalorthodoxen und dier übrigen nonultraorthodoxen Strömungen genießen Frauenwahlrecht.
          Wie es bei den arabischen Israelis, den Drusen,den Christen und den anderen Glaubensrichtungen aussieht, weiß ich nicht.
          Und nein, ich habe die Resolution nicht gelesen.

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      2. @Rivka
        Wurde da in Ihrer Quelle etwas aus dem Zusammenhang gerissen? Bei den von Ihnen erwähnten Veranstaltungen werden im Normalfall keine Resolutionen gegen Länder verabschiedet. Ich habe daher auch keine Resolution zu dieser Zeit gefunden. 🤔

        @Schneemann
        Rivka hat, wie man lesen kann, zitiert. Sie daher anzugreifen erscheint mir nicht angebracht.
        Haben Sie sich denn „mit der Resolution“ befasst? „Scheint mir nicht so.“ 😉

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  1. Ich wundere mich: Ist der Plural des arab. Wortes „Muslima“ (zu deutsch: Muslimin) tatsächlich „Muslimas“? Gemeint sind sicher Musliminnen. Wer kann das bitte bestätigen? Meine bescheidenen Arabischkenntnisse würden nämlich etwas anderes sagen.

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    1. Der deutsche Plural ist meist „Muslimas“. Nicht immer richtet sich das Deutsche nach der Ursprungssprache. In dem Fall wäre „Muslimat“ korrekt.

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  2. Bildung hilft, auch beim Abwägen zwischen Hass und Kooperation. Also birgt gute Bildung auch eine Chance zum Frieden. Das ist das wichtigste an dieser Statistik!

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  3. Mich würden Vergleichszahlen aus Gaza, Judäa und Samaria interessieren. In Gaza gab es ja recht viele Hochschulen. Wenn ich es richtig weiß, ca. 11 Hochschulen, zusätzlich kleinere Colleges, Berufsbildungszentren und Außenstellen der Al-Quds Open University. Für ein so kleines Gebiet beachtlich, finde ich.

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