Morddrohung gegen italienischen Bürgermeister

Von Israelnetz

Weil sich in seiner Stadt israelische Familien ansiedeln, hat ein Bürgermeister in Norditalien eine Morddrohung erhalten. Der Brief ging am Freitag im Rathaus von Varallo im Piemont ein. Im Umschlag befand sich ein Projektil. Dazu hieß es: „Dies ist die einzige Warnung, bevor wir losschießen.“ Unterzeichnet hat die „Antizionistische Bewegung“. Sie protestiert gegen die Ansiedlung weiterer „Nazi-Zionisten“. Derzeit leben etwa 400 Israelis in der Stadt. Sie restaurieren leerstehende Häuser. Bürgermeister Pietro Bondetti sagte der Zeitung „La Stampa“, ihre Ankunft sei „positiv für unsere Region“. (eh)

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19 Kommentare

  1. Die „Antizionistische Bewegung“ dürfte eine kleine Terrorbande sein, die allerdings von großen Organisationen (ANPI, CGIL) und von Parteien (Movimento 5 Stelle, Verdi) unterstützt wird, die jeden Tag den Judenhass verbreiten. Die Regierung Meloni ist machtlos.

    1. In Ordnung, Albert, das kann ich mittragen, da ähnliche Vorfälle auch schon in Deutschland publik wurden, insbesondere in Berlin.
      SHALOM

  2. Ich glaube die Leute, die das geschrieben haben sollen in einen islamischen Staat ziehen. Dort ist die Chance gering, dass dir Israelis sehen. Ihr Verhalten ist krank und gesellschaftsschädigend.

    1. Was hat der islamische Staat oder generell der Islam überhaupt mit diesem Bericht zu tun, wenn ein italienischer Bürgermeister Morddrohungen bekommt, weil Italiener keine Israelis wollen?

      Sind Ihnen die Themen für das Islam Bashing ausgegangen oder was soll dieser Versuch bezwecken?

      1. @Blub
        Es geht um die Juden in Italien und um den Judenhass von linken Parteien und Gewerkschaften.

      2. @Blub
        Lies einfach Utes Kommentar genau: Sie hat „in einen islamischen Staat“ geschrieben. Und davon gibt es einige…
        Das ist nicht dasselbe wie IS.
        Und Ute hat Recht, in solchen Staaten finden sie kaum Israelis.

  3. Wie jetzt, Rassismus im demokratischen Italien? Das ist grotesk, denn viele Dörfer in Italiens Norden sind eher vom Aussterben bedroht als vom Zuzug von Israelis. Diese Neubürger bringen sich ein, lernen italienisch, sind nicht ultra-orthodox und tun keinem etwas zuleide.
    Was unternimmt die nationalkonservative, faschistisch angehauchte Ministerpräsidentin Meloni, die erst vor kurzem die Verlängerung des Verteidigungsabkonmens mit Israel gekündigt hat, gegen solch mafiöse Zustände? Vom einst „wir stehen fest an der Seite Israels“ ist nichts mehr zu hören.
    Hab im Internet recherchiert. Luzzati, der Gründer dieses Projekts Baita (Zuhause) ist ein italienischer Jude (WOZ „Nachhause kommen am Fuß der Alpen“) sehr interessant.
    Ich wünsche den israel. Familien in Piemont, dass sie ihr neues Zuhause nicht aufgeben müssen und der Bürgermeister sich erwehren kann.
    Sonst muss sich unser „lieber Alberto“ einschalten.😉

  4. Eine Möglichkeit besteht auch, dass die italienische Mafia hinter dem Schreiben steckt und sich als antizionistische Bewegung tarnt, weil ihre Vertreter mit den Grundstücken, auf denen alte Häuser stehen Spekulationsgeschäfte machen wollen.

    1. Die italienische Mafia? Nein, die gibt es nicht, aber die linken Judenhasser, die gibt es schon.

      1. Albert @ Waaas, die italienische Mafia gibt es nicht (mehr) ! Schon wieder eine Tradition, die den Bach runter geht 🙂 (Vorsicht, der Kommentar kann Spuren von Sarkasmus enthalten).

        1. @Antonia
          Bei einer Geburtenrate von 0,5 Kinder pro Frau auch in Süditalien kann die Mafia nicht rekrutieren und muss kapitulieren.

  5. Die Antizionistische Bewegung protestiert mit dem Brief gegen „die Ansiedlung weiterer Nazi-Zionisten“. Allein die Wortwahl, wie sie Israelis bezeichnet, spricht Bände. De facto sollte das genug für ein Verbot dieser Organisation sein, aber da müssten die Politiker in Italien zur Tat schreiten.

  6. Richtig, Frau Neubert, die Linke und der politische Islam sind Israel und die Juden betreffend ein zwar nicht offen erklärtes, aber de facto existierendes Bündnis eingegangen. Damit dürfte sich auch für gewisse Kontraforisten ein plausibler Zusammenhang ergeben.
    SHALOM

    1. SHALOM Klaus,

      gleich und gleich gesellt sich gern, kann man da treffend feststellen. Der Judenhass war in den 1930ern und 1940ern zwischen den Nazis und den Arabern die gemeinsame Schnittstelle, heute sind es oft Linke und Araber. Da auch viele Rechtsextreme Israel hassen, müsste es auch zwischen Rechtsextremen und Arabern die gemeinsame Schnittstelle Israelhass geben.

      1. Frau Neubert, die Nazis und Neonazis sind Beleg genug, und was die arabische Schnittstelle betrifft hätte der Großmufti von Jerusalem, Amin Al Husseini, mit seiner Anwanzerei an Hitler einiges zu erzählen gehabt, hätte er je vor Gericht gestanden.
        Soviel zu den Schnittstellen.
        SHALOM

  7. Ich finde, dass alle Menschen, die sich hier antisemitisch verhalten doch einmal in islamische Staaten gehen, damit sie einmal erfahren, was es bedeutet, verfolgt und gehasst zu werden. Das wär doch wirklich mal eine Maßnahme, um dessen Mäuler zu stopfen.

  8. Vor etwa 2 Jahren las ich darüber und sah auch einen Bericht dazu, dass sich im Piemont mehrere jüdische Familien ansiedeln wollten, mit dem Segen des Bürgermeisters und der dort verbliebenen vielen alten Menschen, die sich davon eine Wiederbelebung ihres Heimat-Dorfes versprachen.

    Im ersten Moment musste ich darüber lachen, weil es mir grotesk und widersinnig erschien, dass sich Juden jetzt in verlassene italienische Dörfer zurück ziehen, um dem Krieg in Israel und den Anfeindungen in ihren europäischen Heimatländern zu entfliehen.

    Aber schließlich fand ich diese Bewegung gar nicht so absurd. Sozusagen eine Win-Win-Situation: Ein schönes Dorf wird wieder durch Leben und Infrastruktur bereichert und auch die noch dort lebenden „Ur-Einwohner“ können davon und von den anstehenden Investitionen der jüdischen „Neu-Bürger“ profitieren.

    Aber wie immer gibt es die Ewig-Gestrigen, die Neider und Ideologen, die so ein wirklich gutes, sinnvolles Projekt verunmöglichen wollen und nur „das Haar in der Suppe“ suchen. Und das natürlich mal wieder anonym. Typisch für diese Art von Menschen. Keinen Schneid!

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