Mit Jesu Dornenkrone die Umwelt retten

Die Baumart, aus deren Holz vermutlich Jesu Dornenkrone bestand, hat besondere Eigenschaften. Dies wollen Wissenschaftler gegen die Ausbreitung von Wüsten nutzen.
Der Syrische Christusdorn kann auch unter widrigen Bedingungen gedeihen
Der Syrische Christusdorn kann auch unter widrigen Bedingungen gedeihen

JERUSALEM (inn) – Christen und Wissenschaftler sind sich sicher, dass Jesu Dornenkrone aus einem Ast des Baumes Ziziphus Spina-Christi aus der Gegend von Jerusalem hergestellt wurde. Jesus wurde wegen Hochverrats von Pontius Pilatus verurteilt, weil ihm von führenden Juden vorgeworfen wurde, sich als „König der Juden“ zu bezeichnen, anstatt dem römischen Kaiser zu huldigen. Deshalb wurde ihm aus Hohn eine Dornenkrone auf das Haupt gesetzt, bevor er den Weg ans Kreuz einschlug.

Der Baum, der als Syrischer Christusdorn oder Sidarbaum bekannt ist, trägt grüne Blätter und Früchte. Er gilt als besonders widerstandsfähig bei extremer Hitze und Trockenheit. Er holt sich Wasser aus großer Tiefe und behält seine Fähigkeit zur Fotosynthese selbst bei hoher Temperatur und Sonneneinstrahlung.

Forscher des israelischen Landwirtschaftlichen Volcani-Forschungszentrums, des Nationalen Instituts für Agrarforschung in Frankreich und der Hebräischen Universität in Jerusalem haben ein gemeinsames Projekt begonnen. Sie wollen dem Geheimnis des Baums auf die Spur kommen, um dessen Eigenschaften für die Züchtung anderer Pflanzen zu nutzen und so beim Klimawandel die Welt vor weiterer Ausbreitung der Wüsten zu bewahren. Denn der Baum bietet Bienen und Insekten Nahrung, während sonst das Leben in Gebieten mit tödlicher Hitze ausstirbt.

Von: Ulrich W. Sahm

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