Merz: Iran muss seine Aggression beenden

Bundeskanzler Merz sieht in Katar einen verlässlichen Partner in der Region. In der Hauptstadt Doha kontert er eine Beleidigung des iranischen Außenministers.
Von Israelnetz
„Verlässlicher Partner“: Bundeskanzler Merz im Gespräch mit dem katarischen Staatsoberhaupt Al-Thani

DOHA (inn) – Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seiner Reise in die Golfstaaten Katar als „verlässlichen Partner“ gelobt. Das Land spiele eine wichtige Rolle bei der Suche nach politischer Stabilität in der Region, sagte der CDU-Chef am Donnerstag in der katarischen Hauptstadt Doha.

Sorge vor Eskalation

In den Gesprächen sei die „große Sorge über eine weitere Eskalation im Konflikt mit dem Iran“ zum Ausdruck gekommen, sagte Merz weiter. Er rief den Iran auf, die Aggressionen und das Atomprogramm wie vereinbart zu beenden, „und vor allem Länder wie Katar, Jordanien und Israel von weiteren militärischen Bedrohungen zu verschonen“.

Der iranische Außenminister Seyed Abbas Araktschi hatte Merz am Donnerstag wegen der Unterstützung von Sanktionen als „widerwärtigen Charakter“ bezeichnet. Darauf angesprochen erklärte Merz, er sehe dies als „Ausdruck großer Nervosität und Unsicherheit“. Gemeinsam mit Großbritannien und Frankreich wolle Deutschland einen Beitrag dazu leisten, „dass der Iran aufhört, die destabilisierende Macht in der Region zu sein“.

In seiner Stellungnahme hob Merz die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu Katar hervor. „Deutsche Firmen machen gute Geschäfte in Katar.“ Es gebe zudem eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Museum für islamische Kunst und Katar. Es gelte, diese Beziehungen auszubauen.

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Merz: Risiken und Abhängigkeiten reduzieren

Katar ist die zweite Station seiner Reise in die Golfstaaten. Bereits am Mittwoch traf er in der saudischen Hauptstadt Riad den Kronprinzen Mohammed Bin Salman. Am Donnerstagabend reiste er von Katar weiter in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Merz betonte, Deutschland brauche für seine Sicherheit und für seinen Wohlstand „neue strategische Partner“. Überdies gelte es Risiken und Abhängigkeiten zu reduzieren. Dies sei der Zweck seiner Reise.

Außerdem gehe es darum, mit den Golfstaaten am Frieden in der Region arbeiten. Der Iran stehe dem entgegen. Deutschland sei bereit, den Druck auf Teheran zu erhöhen. (df)

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11 Kommentare

  1. Merz hob die kulturellen Beziehungen zu Katar hervor. Auf diese „kulturellen“ Beziehung sollte man lieber verzichten.

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  2. Kanzler Merz ist auf einem Balanceakt, es ist gut, dass er dem Iran-Regime kritisch gegenübersteht.
    Eine große Abhängigkeit von arabischen Staaten sehe ich aber auch bedenklich.
    Es ist und bleibt eine schwere Zeit.

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  3. Herr Merz wollte Wirtschaftsverträge in der Golfregion. Menschenrechtsverletzungen interessieren dort wenig. Siehe Katar, finanzierten Hamas. Hanijas Familie lebt dort Milliarden schwer. Saudis. Bin Salman mutmaßlich in Kashoggi Tötung verstrickt.
    Jemen Krieg usw. Solange die alle Israel nicht anerkennen, traue ich denen nicht. Und letztendlich stehen sie zu Iran.
    Shabbat Shalom

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  4. Katar als „verlässlichen Partner“ für Hamas-Terroristen. Katar finanziert sie, beherbergt sie, führt keine Beziehungen zu Israel, aber eine herzliche Beziehung🫂 zur Türkei und dem Iran.
    Ein sehr verlässlicher Partner in der Region!

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  5. Merz rüstet Diktaturen hoch die Stellvertreter Kriege führen.

    Diktaturen deren Herrscher Journalisten auch mal zersägen lassen wenn es ihnen gefällt.

    Die Ukraine wartet aber immer noch auf die von Merz zugesagten Taurus – aber das war ja vor der Wahl.

    In Saudi-Arabien und Katar werden Ehebrecherinnen, Homosexuelle und Regimekritiker öffentlich ausgepeitscht und hingerichtet.

    Wie tief kann Merz noch sinken. Hofft er zur nächsten Auspeitschung eingeladen zu werden?

    Dieser skrupellose Lobbyisten-Kanzler ist eine Schande für Deutschland!

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    1. Ich bin auch mit „Vielem“ nicht einverstanden, aber Herr Merz ist das Beste, was momentan in Deutschland möglich ist. Nicht zu vergessen, jedes Land bekommt die Politiker, die es verdient.
      Lieber Gruß Martin

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      1. @Martin
        Empfehle die Lektüre von „factum“ 1/26 Jan./Febr. Ein Augenöffner für alle, die sich nach Wahrheit sehnen und sich nicht länger verdummen lassen wollen.

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  6. Deutsche Firmen machen auch gute Geschäfte im Iran.
    Merz: „Deutschland sei bereit, den Druck auf Teheran zu erhöhen. “
    Ja, und warum setzt er es nicht sofort um?
    Warum haben es Merkel und Scholz nicht umgesetzt?
    Warum zögern UN und EU?

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  7. Kulturelle Beziehungen eines christlichen Landes zu einem muslimischen Land, in dem Menschenrechte und Religionsfreiheit missachtet werden?
    „Eine Regierung ohne Gott ist im besten Falle eine einigermaßen gut organisierte Räuberbande.“
    Zitat von Augustinus von Hippo (354 – 430) Kirchenlehrer

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  8. Ich muss hier allen Usern zustimmen. „Katar als verlässlicher Partner“. Da stürzt uns Friedrich der Große von einer Abhängigkeit in die andere. Und ich bin mir auch nicht sicher,ob den Iran interessiert,was D appelliert. Warum wird der Druck auf Teheran nicht erhöht? Irgendwie scheinen alle blind zu sein.
    Schönes Wochenende!

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  9. Herr Merz sollte etwas konkretere Maßnahmen anpeilen, da das Volk im Iran am meißten unter diesen Herrschern leidet. Es reicht nicht, wenn sie Agressionen kürzen und einstellen. Der ganze Haufe gehört beseitigt und seine Unterstützer aus dem nördlichen Riesenreich ebenfalls.

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