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29 Kommentare
Ganz ehrlich, ich kann nicht verstehen, dass man sich diese Grausamkeiten überhaupt anschauen möchte. Ich hab schon einen dicken Kloß im Hals und Tränen in den Augen, wenn ich Berichte über das Massaker lese, zB im Buch: Die Tore in Gaza, u.a.
Zumeist schaut man sich solche Filme abends an, damit ist der Nachtschlaf ruiniert, es sei denn, man gehört zu den ganz harten. Aber jedem das Seine.
Ella, es ist Teil des Geschehens, der Geschichte. Es gehört mit dazu, leider.
Wer das verstehen will, muss auch solcher Dinge gewärtig sein, das kann man nicht ausblenden oder weg wünschen, das ist nun mal so und nicht anders passiert.
Ich nehme diese Dinge inzwischen unter Ausblendung aller Emotionen mit, auch wenn es schwer fällt.
SHALOM
@Klaus
Ja, es ist die Geschichte und ich kann auch verstehen, dass man das nicht ausblenden kann, es IST geschehen und ist somit Teil Israels. Deshalb jeder wie er kann. Für mich isses nix.
Aber mich würde die Chronologie des Massakers interessieren, die dir deine Verwandtschaft zukommen lassen möchte. Liebe Grüße
Letzteres wird eine Weile dauern, die haben selbst noch nicht alles zusammen, und manches unterliegt sogar noch der Geheimhaltung, aber wenn das alles freigegeben ist, sollte sich ein vollständiges Bild der Geschehnisse an jenem Tag vom kleinsten Moshav und Kibbuz über das Novafestival bis zu Städten wie Sderot oder Netivot ergeben, einschließlich der Ereignisse an der Grenze zum Libanon einen Tag später.
Ich bin gespannt, wie lange ich warten muss.
SHALOM
Liebe Ella!
Ich kann verstehen, dass man solche Filme nicht einfach verdaut und denke, dass man gut darauf verzichten kann.
Andererseits zeigen viele unabhängige Zeugnisse und meine Erfahrung (ich habe viele Opfer betreut über mittlerweile Jahrzehnte), dass Jesus Frieden schenkt.
Freiheit und Vergebung gehen oft Hand in Hand.
Und ich bin gewiss: Jesus ist der beste Freund der Opfer (siehe Offenbarung), sogar ihr Erlöser, nicht erst seit Hiob!
Liebe Grüsse
Christian
Ich schätze Ihre Kommentare, Ella, habe aber zu dem aktuellen folgende Anmerkung:
„Jedem das Seine“ ist ebenso „Nazi-Sprech“ wie „Arbeit macht frei“, nur stand es nicht in Auschwitz, sondern über dem Eingang vom KZ Buchenwald.
Wichtig ist mir, dass wir dafür sensibilisiert bleiben und auch beispielsweise solche Begriffe nicht geschichtsunwissend oder – vergessen verwenden, genauso wie „Ausmerzen“, ein ebenfalls typischer Nazi-Begriff, den wir immer noch nutzen…
Christian Hundeshagen
Die von Ihnen erwähnten Sprüche sind nicht generell ,,Nazi Sprech“, da sie viel älter sind als die Nazis, aber wie so vieles wurden auch diese Sprüche von denen okkupiert und haben deshalb einen so unangenehmen Geschmack.
SHALOM
@ Christian Hundeshagen
Lieber Christian, danke für Ihre Meinung. Dass ‚Jedem das Seine‘ ein Nazispruch war, wusste ich nicht. Dann klingt es so: Jedem das, was ihm gehört. Und das wollte ich nicht damit sagen. Aber Sie haben Recht, ich werde mich bemühen, sorgfältiger zu formulieren. Ich wollte eher sagen, jeder so wie er kann und mag und es auch verarbeitet.😉
In Sachen Jesus bin ich absolut ihrer Meinung und ich wünsche nichts mehr, dass alle Welt diesen Erlöser kennen lernt, der Sie, mich, Israel und alle freimachen will und es auch tut. Das sagt auch das Lied: Welch ein Freund ist unser Jesus…
Liebe Grüße Ella
Es ist richtig, wenn Szenen auf dem Fernsehbildschirm einen emotional zu sehr belasten, sollte, man um oder abschalten. Mir haben einmal meine Eltern, als ich 14 Jahre alt war, den Film Poltergeist 3 ausgeschaltet. Ich war sehr verärgert.
Eine weise Entscheidung Ihrer Eltern, liebe Ute. Ich hätte es meiner Tochter auch nicht erlaubt.
Ich habe alle Staffeln von „Fauda“ mehrfach gesehen und immer mit Spannung und Freude auf die neuen Folgen gewartet. Ein wenig hoffte ich darauf, dass der 07.10. in dieser Serie nicht thematisiert wird. Aber ich verstehe, dass es sein muss. Ob ich diese Staffel anschauen werde, weiß ich nicht. Das Grauen ist noch zu gegenwärtig.
Bin momentan dabei, Markls ,,Der andere Krieg“
durchzuarbeiten.
Ich wette, daß unsere Kontraforisten weder dieses Buch, noch Tibons ,,Tore von Gaza“ oder Shalicars ,,Überlebenskampf“ oder auch ein anderes Buch zu diesem Thema überhaupt nur in der Hand hatten geschweige denn reingeschaut haben.
Daher werde ich diese Leute, ob sie nun Blub oder Ludovico oder Pasu oder Brigitte oder auch Schneemann heißen nicht mehr direkt kommentieren, sondern lasse sie in ihrer Borniertheit verharren.
Da halte ich mich lieber an Leute, die selber Juden wie ich sind, wie Jhos Levi, Jerusalem oder auch Gideon Lahav, aber auch durchaus eine regierungskritische Haltung wie ich einnehmen, ohne daß ihre Liebe zu ihrem Volk oder Israel dadurch geschmälert wird. Das soll aber nicht bedeuten, daß mir die anderen Proforisten weniger teuer sind. Sie sind halt emotionaler engagiert als wir Pragmatiker, was an sich positiv und lobenswert ist, aber manchmal auch hinderlich für einen kühlen Kopf.
SHALOM
@Klaus
Ich hab das Buch ,,der andere Krieg“ auch am Wickel. Und überall habe ich Lesezeichen zwischen den Seiten.😂😂 Für wichtige Stellen. Rumkritzeln im Buch mag ich nicht. Die Tore von Gaza und das von Caja,das du schon hast ist auf dem Weg zu mir.
Aber ich hätte eine Bitte: könntest du,oder Christin @Emma auf der Seite von Ehrebürgerschaft die Geschichte der Palästinenser in kurzen Sätzen erklären? Ich hab schon angefangen,aber ich kann nicht gut erklären. Emma hatte gefragt. Wäre lieb.
Liebe Grüße Manu
@ Manu:
Danke, liebe Manu, das ist sehr freundlich von Ihnen. Allerdings meine ich den größten Teil der Geschichte der „Palästinenser“ zu kennen, weswegen ich die Bezeichnung „Pro-Palästinenser“ vorziehe. Aber ich lerne immer gerne dazu. Am liebsten wäre es mir, die Bezeichnung „Palästina“ (u.a. auch weil er von der PLO etabliert wurde) durch „Kanaan“ o.ä. zu ersetzen. Finde ich historisch und grundsätzlich reizvoller, auch melodisch hübscher. Der Begriff „Palästina“ ist für mich im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt; Mord, Attentate, Totschlag, Terror, 07.10.23 … zu grauenvoll. Für mich, rein subjektiv, so, als würde ich Deutschland lieber das 1.000-jährige Reich nennen.
Hab ich schon erledigt, hab mich dabei aber auf das notwendigste beschränkt und auch zwei der Kontraforisten kleine Hinweise hinterlassen habe bezüglich künftiger Implikationen. Ich habe die Kommentare auf jener Seite nur beobachtet,das es begann auszuufern.
SHALOM
@Klaus
Ich danke dir ganz herzlich!!!!!☺️☺️
Ich habe das Buch “Tore von Gaza” bereits in einer Buchhandlung bestellt. Aber ich weiß leider noch nicht genau, wann ich das Buch abholen kann, denn mein Sohn hat derzeit sehr viel hitzefrei.
@Ute Engels
Hallo Ute,wie alt ist denn dein Sohn? Kann er nicht mal alleine zu Hause bleiben? Oder ihr fahrt zusammen das Buch abholen. Hatte ich mit meinem Sohn auch immer gemacht. Manchmal wollte er mit,manchmal wollte er zu Hause bleiben. Auch wenn ich einkaufen war. Aber gut,ihr wohnt mehr Ländlich,oder? Müsste aber trotzdem gehen. Ich hab es mir diesmal schicken lassen. Ist mir im Moment zu warm. Nach der Arbeit schon platt und dann noch mit dem Bus fahren und Buch abholen. Da hab ich keine Lust.
@Klaus👍
@ Klaus
Tut mir leid, aber Ihre Erklärung klingt für mich ziemlich arrogant und überheblich.
Die Haltung zu einem Thema bzw. die Begründetheit und der Wahrheitsgehalt der Argumentation hat doch rein gar nichts damit zu tun, ob man dem Judentum angehört oder nicht! Es gibt so viele Juden, die sich als Antizionisten bezeichnen, den Staat Israel ablehnen oder in einer Weise Standpunkte vertreten, die man nicht teilen kann, weil man sie als unethisch oder unreflektiert einordnen muss.
Wir sind uns doch hoffentlich einig darüber, dass man als Jude nicht per se die Deutungshoheit über das hat, was richtig oder falsch ist. Schon allein die Pluralität innerhalb des Judentums widerspricht solchen Allgemeinplätzen!
Abgesehen davon: Gerade die Solidarität und Loyalität vieler Nicht-Juden hat Israel und dem jüdische Volk oft dazu verholfen, schwere Zeiten zu überstehen.
Und im Übrigen: Von Pragmatismus in der Auseinandersetzung habe ich bei Ihnen auch nicht immer sehr viel wahrgenommen.
Caja, ich bin völlig überrascht von dem Ton, den du gegenüber Klaus anschlägst – du wirfst ihm Arroganz und ein Überlegenheitsgefühl vor. Wo genau liegt jetzt das Problem?
Klaus wollte lediglich die pluralistische Vielfalt innerhalb des Judentums hervorheben. Genau wie im Judentum gibt es auch innerhalb des Zionismus intensive Debatten; viele Menschen unterstützen das Existenzrecht Israels und üben gleichzeitig scharfe Kritik an bestimmten politischen Maßnahmen, etwa am Siedlungsbau oder am Umgang mit den Palästinensern. Ich verhalte mich genauso.
Laut dem American Jewish Committee (AJC) geben 70 bis 80 % der Jüdinnen und Juden außerhalb Israels an, dass eine emotionale Bindung zu Israel ein wichtiger oder wesentlicher Bestandteil ihrer jüdischen Identität ist. Folglich stellen jüdische Gruppierungen mit antizionistischer Haltung eine bedeutende Minderheit innerhalb des Judentums dar. Das Problem ist, dass viele Menschen den Begriff „Zionismus“ heute fälschlicherweise mit einer bedingungslosen Unterstützung jeglicher israelischer Politik gleichsetzen.
Legte man diese Kriterien zugrunde, ließen sich weder ich – Klaus – Jerusalem – noch ein großer Teil der israelischen Bevölkerung – als Zionisten bezeichnen.
@ Gideon Lahav
Mein Problem mit dem von Klaus Gesagten ist der Satz „Da halte ich mich lieber an Leute, die selber Juden wie ich sind, wie Jhos Levi, Jerusalem oder auch Gideon Lahav, aber auch durchaus eine regierungskritische Haltung wie ich einnehmen, ohne daß ihre Liebe zu ihrem Volk oder Israel dadurch geschmälert wird.“, um dann, gerichtet an „die anderen Proforisten“, fortzufahren „Sie sind halt emotionaler engagiert als wir Pragmatiker, was an sich positiv und lobenswert ist, aber manchmal auch hinderlich für einen kühlen Kopf.“
Auf den Pluralismus innerhalb der jüdischen Gemeinschaft und in Israel, habe ich (!) hingewiesen, gerade um klar zu machen, dass – selbst wenn die von Klaus Genannten israelliebend, aber regierungskritisch sind – nicht alle Nichtjuden in diesem Forum und auch nicht alle sonstigen Juden emotional und wenig bis gar nicht pragmatisch denken und sich vertreten, wenn sie anderer Meinung sind.
Für mich hat sich das nach überheblicher Fraktionen-Bildung angehört. Hier die jüdischen Vertreter des Forums, die besonnen und reflektiert das Geschehen in Israel und Nahost bewerten, dort die anderen, die emotional und „ohne kühlen Kopf“ Position beziehen. Ich hatte schon einmal mit Klaus eine kontroverse Diskussion darüber, als er sich zum „Philosemitismus“ äußerte.
Mir ist durchaus klar, dass „Zionismus“ nicht gleichzusetzen ist mit dem unkritischen Einverständnis zur jeweiligen Regierung Israels. Denn das ist selbstredend total legitim und auch oft notwendig. Das ist so in jeder offenen Gesellschaft und gerade auch ein Merkmal von Demokratie.
@Caja. Dennoch halte ich Klaus’ Aussage nicht zwangsläufig für das Ergebnis reiner Arroganz oder Überheblichkeit. Klaus versucht lediglich, zwei unterschiedliche Kommunikationsstile zu beschreiben, und möchte ehrlich darlegen, warum in einer hitzigen Phase ein eher rationaler Ansatz erforderlich ist.
Ich möchte eine persönliche Erfahrung mit dir teilen: Ich versuche stets, zwischen dem Existenzrecht und der Regierungspolitik zu unterscheiden. Ich vertrete eine zionistische Haltung, die das grundlegende Existenzrecht Israels als jüdischer Nationalstaat und Zufluchtsort betont, ohne dabei Kritik an der Politik der jeweiligen israelischen Regierung zu scheuen – etwa in Bezug auf die Siedlungspolitik oder den Umgang mit den Palästinensern. Tatsächlich hat mir dieser Ansatz oft geholfen, einen Draht zur breiten politischen Mitte zu finden.
Als jemand mit liberalen Ansichten achte ich genau darauf, in welchem Maße ich Israel verteidige, um nicht die pauschalen Narrative der rechten religiösen Regierung Israels zu verbreiten.
Persönlichkeiten wie Meron Mendel, Moshe Zimmermann und Deborah Feldman sind für mich hier große Vorbilder.
Dieser Ansatz hat maßgeblich dazu beigetragen, den Dialog mit Menschen außerhalb meiner eigenen Bubble zu fördern, Brücken zu schlagen und Missverständnisse auszuräumen.
@ Gideon Lahav
Ich schätze deine besonnene Art, die auch deine politische Haltung beeinflusst, wirklich sehr.
Dennoch kommen wir hier nicht zusammen:
„Persönlichkeiten wie Meron Mendel, Moshe Zimmermann und Deborah Feldman sind für mich hier große Vorbilder.“
Gerade diese Menschen, deren Statements ich schon öfter gehört, gesehen und gelesen habe, verursachen mir Bauchschmerzen.
Es würde leider den Rahmen sprengen, jetzt weiter darauf einzugehen. Vielleicht ergibt sich bei anderer Gelegenheit einmal ein Austausch darüber. Aber ich akzeptiere deine Haltung und danke dir für deine Offenheit.
Caja, müssen wir, weil wir auf einer Seite stehen , auch stets der gleichen Meinung sein ? Aber sei es drum, ich nehme lhnen die Kritik nicht übel, ich werde das so stehen lassen und selbst darüber etwas nachdenken, vielleicht springt ein neuer Ansatz dabei heraus, wer kann das schon sagen ?
SHALOM
@ Klaus
Danke für Ihr Ihre entgegenkommende Toleranz meiner abweichenden Meinung gegenüber !
Ich weiß, dass wir „Geschwister im Geiste“ sind, weil wir uns beide als leidenschaftliche Israelfreunde engagieren. Und gerade weil die Themen Israel, Judentum, Situation in Nahost, Antisemitismus und -zionismus etc. so weite Meinungsspektren eröffnen, ist es meiner Ansicht völlig nachvollziehbar und auch legitim, dass wir ab und zu in Nuancen in unseren Ansichten divergieren.
Vielleicht war ich im Ton Ihnen gegenüber tatsächlich etwas zu scharf und nicht angemessen. Das tut mir leid.
Shalom,Sehr gut geschrieben Klaus. Jerusalem
Ich habe vor mehr als einem Jahr dank der Vermittlung eines israelischen Freundes die Orginal-Aufnahmen der Hamas-Monster und die Aufnahmen der israelischen Armee gesehen. Ohne Schnitte und Ausblendungen. Ich habe heute noch Albträume.
@Antonia
Davon habe ich auch noch einige archiviert. Habe alle gesehen, auch wenn’s mich geschaudert. Fühlte mich danach soo elend und hilflos. Seither habe auch ich keinen Bick in diese Original-Aufnahmen geworfen. Es sind erschütternde und nicht Jugendfreie Bilder.
Antonia, an dem Tag, als mir ,,meine“ Jungs und Mädels ihre Einsatzvideos gezeigt haben sind auch meine Haare um einiges weißer geworden, aber auch wenn ich an jenem Tag nichts mehr essen konnte, hab ich es verdaut. Mir sind solche Anblicke aus eigener Erfahrung, aber als Folge eines schweren Übungsunfalls in Kanada vor mehr als vierzig Jahren nicht unbekannt, ich wurde dabei selber schwer verwundet, bin aber dem Ewigen sei Dank noch im Besitz aller meiner Körperteile und die Narben habe ich unter Tattoos versteckt.
SHALOM