Leo-Baeck-Preis geht an Cem Özdemir

Einsatz gegen Antisemitismus, Einstehen für Israel: Der Zentralrat der Juden ehrt den Grünen-Politiker Özdemir mit dem Leo-Baeck-Preis.
Von epd
Cem Özdemir

Foto: Heinrich-Böll-Stiftung/Stephan Röhl | CC BY-SA 2.0 Generic

Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir erhält die höchste Auszeichnung des Zentralrats der Juden in Deutschland

BERLIN (epd/inn) – Der Zentralrat der Juden zeichnet Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir mit dem Leo-Baeck-Preis aus. Der Grünen-Politiker werde für sein langjähriges Engagement für ein liberales und aufgeklärtes Deutschland geehrt, teilte der Zentralrat am Dienstag in Berlin mit. „Sein Einsatz gegen Antisemitismus sowie sein Einstehen für die jüdische Gemeinschaft und den Staat Israel sind dabei ebenso zu würdigen wie sein Bekenntnis zur freien Religionsausübung.“

„Cem Özdemir steht für ein modernes, zukunftsgewandtes und weltoffenes Deutschland“, erklärte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster. „Mit großem Engagement setzt er sich für die jüdische Gemeinschaft ein und wendet sich beherzt gegen jeden Antisemitismus – auch wenn dieser sich ein Tarnmäntelchen der Kritik am Staat Israel übergeworfen hat. Dabei vergisst er die historische Verantwortung Deutschlands nicht.“ Die Auszeichnung wird am 20. Oktober in Berlin vergeben, die Laudatio hält die Schriftstellerin Ronya Othmann.

Öffentliches Engagement

Özdemir zeigte sein Engagement für Israel unter anderem bei einer Solidaritätskundgebung im Mai 2021 in Berlin. Im Kontext der Militäroperation „Wächter der Mauern“ war es in Deutschland zu Demonstrationen mit antisemitischen Äußerungen gekommen. Bei der Solidaritätskundgebung sagte Özdemir: „Der Schutz der israelischen Bevölkerung ist für Deutschland so relevant wie der Schutz der deutschen Bevölkerung.“

Der mit 10.000 Euro dotierte Leo-Baeck-Preis ist die höchste Auszeichnung des Zentralrats. Mit dem Preis, der an den Rabbiner Leo Baeck (1873–1956) erinnert, ehrt der Zentralrat der Juden seit 1957 Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (1994), Roman Herzog (1998) und Christian Wulff (2011), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2007) und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

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3 Antworten

    1. Von mir auch. Er labert nicht nur dahin, obwohl er ein Grüner ist. – Lach –
      OT
      Wir sind wieder zurück aus Israel. Shalom

      5

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