Leugnete im Interview nicht, dass es 1948 noch keine Palästinenser gab: Hanan Aschrawi (Archivbild)

Leugnete im Interview nicht, dass es 1948 noch keine Palästinenser gab: Hanan Aschrawi (Archivbild)

Facebook sollte Hanan Aschrawi sperren

Weil die „Jüdische Rundschau“ auf Facebook unliebsame historische Tatsachen zu den Palästinensern verbreitet, löscht das Soziale Medium den Eintrag. Dabei hat eine ranghohe Vertreterin der Palästinensischen Befreiungsorganisation entsprechende Äußerungen in einem Interview gemacht. Eine Beobachtung von Ulrich W. Sahm

„Am Sonntag löschte Facebook ein Posting der ‚Jüdischen Rundschau‘, einer von Rafael Korenzecher herausgegebenen liberal-konservativen jüdischen Zeitung. In dem Posting schreibt ein Autor der Zeitung darüber, dass der Begriff ‚Palästinenser‘ keine historischen Wurzen habe, sondern erst unter PLO-Chef Yassir Arafat aus politischen Gründen für die in der Westbank, im Gaza-Streifen, in Israel und Jordanien lebenden Araber geprägt worden sei.“ Das war am Sonntag auf der Seite „Tichys Einblick“ zu lesen.

Weiter hieß es: „Facebook stufte die kurze Darstellung als ‚Hassrede‘ ein. Eine nähere Begründung erhielt die ‚Jüdische Rundschau‘ dafür nicht. Der Chefredakteur der ‚Jüdischen Rundschau‘, Simon Akstinat, teilte mit, sein Blatt prüfe derzeit, ob es gegen Facebook wegen der Löschung klagen werde.“

Facebook war mit dem Post nicht einverstanden

Facebook war mit dem Post nicht einverstanden

Wenn diese Behauptung schon als „Hassrede“ gilt, dann sollte auch die Chefpropagandistin der Palästinenser, Hanan Aschrawi, gesperrt werden. In einem mitgeschnittenen Interview fragten wir sie, warum die Palästinenser sich nicht an Regeln halten, wie sie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aufgezwungen worden seien. Weil Deutschland den Weltkrieg angezettelt und dann verloren habe, wurde in Jalta von den Siegermächten beschlossen, Deutschland dafür mit Verzicht auf deutsche Territorien zu strafen. So fiel Königsberg an die Russen, Schlesien und Danzig an die Polen und weitere Gebiete gingen an Tschechien. Wir meinten, dass die Palästinenser doch mehrere Kriege verloren hätten. Wieso sie deshalb nicht einfach verzichten und Israel wenigstens sein Staatsgebiet ab 1948 zugestehen könnten.

Aschrawi antwortete, dass die Palästinenser noch nie einen Krieg verloren hätten. Wir hakten nach und erwähnten Israels Unabhängigkeitskrieg von 1948. Da behauptete sie: „1948 gab es noch keine Palästinenser.“

Da laut palästinensischer Propaganda schon Frauen des palästinensischen Tamimi-Clans, Vorfahren der Ikone Ahed Tamimi, im Garten Eden Zeugen waren, wie Eva Adam mit einem Apfel verführte, oder nach Angaben des palästinensischen Gouverneurs von Nablus Jesus der „erste Palästinenser“ war, hatte Aschrawi eine sehr gewagte Äußerung gemacht: Historisch völlig korrekt behauptete sie, dass es „Palästinenser“ erst seit 1968 gebe, als nämlich Arafat eine neue Version der Charta der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) formulierte und dabei die Araber im Gebiet des britischen Mandatsgebietes als „Palästinenser“ bezeichnete.

Vergleich mit Kurden und Katalonen

Jeder Sprachwissenschaftler oder wohl auch Völkerrechtler dürfte bestätigen, dass es ein Volk erst gibt, wenn es auch einen Namen hat. Das gilt auch für Deutschland. Niemand würde behaupten, dass es „Bundesbürger“ vor 1949 gab. Genauso ist es absurd, von „Israelis“ vor der Gründung des Staates im Jahr 1948 zu reden. Und gleichzeitig würde niemand behaupten, dass es die Menschen, die heute das Volk ausmachen, vorher nicht gegeben hätte. Sie trugen halt einen anderen Namen oder waren als separates Volk noch nicht in die Geschichte eingegangen.

Ein anderes Beispiel: Die Türkei versucht die Kurden zu negieren, obgleich sie ein uraltes und seit Jahrhunderten bekanntes Volk mit eigener Sprache und Kultur sind. Ankara bezeichnet sie entweder als „Türken“ oder als „Bergtürken“. Laut Völkerrecht, was immer das ist, steht ihnen bis heute kein eigener Staat zu. Ähnliche Probleme empfinden die spanischen Katalonen.

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„Ich lese Israelnetz, weil ich durch Ihre Artikel und Kommentare gut recherchierte Informationen über das Geschehen in Israel bekomme, das war für mich als Gemeindepfarrer von großer Wichtigkeit. Auch heute im Ruhestand schätze ich Ihre Arbeit z.B. für Vorbereitungen meiner nächsten Reisen nach Jerusalem. Shalom und vielen Dank.“

Gottfried Settgast, Israelnetz-Leser

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