JERUSALEM (inn) – Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat während ihres Israelbesuchs betont, dass Deutschland „immer für das Existenzrecht und die Sicherheit Israels“ einstehen werde. Ihren Antrittsbesuch begann sie mit einem Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, wo sie am Mittwoch einen Kranz niederlegte.
Klöckner folgte damit einer Einladung ihres Amtskollegen Amir Ochana (Likud). Während der dreitägigen Reise traf sie auch Oppositionsführer Jair Lapid (Jesch Atid) und Außenminister Gideon Sa’ar (Neue Hoffnung). Im Zentrum der Gespräche standen unter anderem die deutsch-israelischen Beziehungen und die Lage der Region.
Deutschen Medien gegenüber sagte Klöckner, dass sie als Freundin nach Israel reise und deshalb auch kritische Punkte ansprechen wolle.
„Israel hat Recht, sich vor Terror zu schützen“
Nach ihrem Besuch in Yad Vashem nahm Klöckner an einer Knesset-Sitzung teil. Knesset-Sprecher Ochana rief in einer Rede „die Vertreter der freien Welt“ angesichts des Terrors, Hasses und der iranischen Bedrohung zur Einheit auf. Er fuhr fort: „Wir schauen auf den weltweiten Anstieg des Antisemitismus und ich möchte Ihnen und dem Bundestag dafür danken, dass Sie fest an der Seite der jüdischen Gemeinschaften in Deutschland stehen.“
Im Gespräch mit Ochana betonte die CDU-Politikerin, dass die Bundesrepublik eine besondere Freundschaft mit Israel verbinde. Zudem bekräftigte sie, dass Deutschland nach dem „barbarischen Terrorangriff“ vom 7. Oktober 2023 fest an der Seite Israels stehe. „Es wird keinen Frieden geben, solange Terrorismus akzeptiert und als politische Strategie gefeiert wird“, sagte sie. Sie betonte außerdem, dass Israel das Recht habe, seine Bevölkerung vor Terror zu schützen.
Indes nahm Klöckner die Gelegenheit wahr und kritisierte Pläne der israelischen Regierung, die Todesstrafe wieder einzuführen. „Die Errungenschaft, auf staatliche Hinrichtungen zu verzichten, sollte man nicht aufs Spiel setzen. Die Todesstrafe ist für mich grundsätzlich nicht mit dem Schutz der Menschenwürde vereinbar“, sagte die Politikerin.
Unter Armeeschutz im Gazastreifen
Am Donnerstag besuchte Klöckner den von Israel kontrollierten Teil des Gazastreifens – als erste deutsche Politikerin seit dem 7. Oktober 2023. Gegenüber dem ZDF sagte Klöckner, sie habe sich selbst ein Bild von der Lage machen wollen.
Sie begrüße es, dass mit ihr nun erstmals eine parlamentarische Beobachterin Zugang zum Gazastreifen erhalten habe. Sie appellierte an Israel, den Weg der Öffnung weiterzugehen. Schließlich sei „der Zugang zu unterschiedlichen, belastbaren Lageeinschätzungen Voraussetzung für verantwortungsvolle politische Einordnung“.
Laut der Nachrichtenseite „Zeit“ war aufgrund der instabilen Sicherheitslage im Gazastreifen bis zum Schluss nicht klar, ob Israel ihr für den Aufenthalt eine Genehmigung ausstellen würde. Klöckner hielt sich etwa eine Stunde in dem Gebiet auf. (mw)
53 Kommentare
Auch diese gutgemeinten Freundschaftsabsichten, werden die zusehends rauher werdenden Schwierigkeiten im Nahen Osten, nicht überleben.
Lieber Gruß Martin
Ob die Unken die Trockenheit überleben werden, hoffe ich sehr.
Klöckner nahm die Gelegenheit wahr, Pläne Israels zu kritisieren!!! Okay, darf sie.
Trotzdem finde ich ihre Reise nach Israel und Gaza gut. Dass sie nicht mit Palästinensern gesprochen hat, wird vor allem von den Linken, kritisiert. Aber sie sagte ja, sie komme als Freundin Israels und sie weiß eben auch, wer für diese Kriegssituation verantwortlich ist. Sie zeigt Solidarität und setzt ein politisches Zeichen in einer antisemitisch gefärbten Zeit, in der alle Welt Israels Existenzrecht in Frage stellt. Das bringt Kritiker natürlich auf die Palme.
Okay, eine Frage dazu. Ella Sie sagen selber das Israel derzeit keinen guten Ruf in der Weltpolitik hat. Ihre Worte: Existenzrecht Israels wird weltweit in Frage gestellt. Meiner Meinung nach etwas überspitzt, aber das Israel momentan keinen guten Ruf hat, kann man bestätigen.
Zu meiner Frage: Könnte es daran liegen das Israel womöglich irgendwo etwas falsch macht oder sind einfach alle gegen Israel weil alle Antisemitisch sind?
@Blub
Wer das Existenzrecht Israels in Frage stellt, IST ein Antisemit. Weil jeder Mensch und jedes Land Fehler macht, darf kritisiert werden. Aber solche Kritik darf nicht zugunsten Terroristen ausfallen, deren Tun beschönigen, sie belohnen und Israel ausgrenzen. Es ist auch nicht richtig GEGEN Israel zu sein. Das hat ja gerade Antisemitin Albanese getan mit ihren Worten: Israel ist der Feind der Menschheit. Es ist aber durchaus berechtigt, wenn man gegen bestimmte Handlungen der Regierung protestiert. Ich befürchte allerdings, dass man bei nächster Regierung, die einiges, aber nicht alles anders machen würde, immernoch GEGEN das ganze jüdische Land sein wird. Und das ist Antisemitismus!
@Ella
Wer als Außenstehender nicht die Regierungen anderer Länder ebenso kritisiert wie die israelische, mit zweierlei Maß misst, muss sich dem Vorwurf stellen, gegenüber Israel zumindest negativ voreingenommen zu sein.
Ausländische „Freunde“, die für sich in Anspruch nehmen, in Regierungsangelegenheiten reinreden zu dürfen und selbst ihren Laden nicht im Griff haben, sind keine Freunde für mich.
Wenn meine Kinder nur Mist bauen würden, mein Mann und ich ne Ehekrise hätten, sollte ich mir nicht anmaßen, meine Freunde zu kritisieren, nur weil eins der fünf Kinder in einem Fach mal nen Blauen Brief bekommt und der Familie die Schuld geben, dass der Nachbar aus dem Erdgeschoss sie tyrannisiert.
Ich sollte ihnen Mut machen und mich auf ihre Seite stellen. Auch wenn ich selbst keine Probleme hätte.
@Flügelpfeil
Hey, schön dich wieder mal zu hören. Ich würde Klöckner nicht negativ voreingenommen beschreiben. Sie ist nicht für das Gesetz der Todesstrafe und das darf sie auch äussern, wie wir das auch unterschiedlich sehen. Ich denke mit der humanitären Versorgung ist sie einfach nicht richtig informiert und ihre Meinung zur Zwei-Staaten-Lösung ist zwar nicht meine, aber sie vertritt da nun mal die Meinung ihrer Regierung. Sie versteht sicher nicht, dass Terroristen keine Menschen sind, mit denen man in friedlicher Koexistenz Seite an Seite leben kann. Ihr Besuch war viel zu kurz, um ihre drei kritisierten Ansichten genügend zu beleuchten. Wäre interessant zu wissen, wie es in der Knesset aufgenommen wurde. Sie wurde von Ochana eingeladen, es wurde ihr der rote Teppich gerollt, es wurde umarmt und ihr der Besuch nach Gaza nicht verwehrt, also ich sehe da freundliche Aspekte trotz Meinungsverschiedenheiten.
Lg Ella
Zu ihrer Frage, beides ist der Fall, auch wir Juden sind nicht unfehlbar.
Aber im Gegensatz zu anderen werden unsere Fehlleistungen immer besonders an die große Glocke gehängt .
Das ist die Folge der Krankheit namens Antisemitismus, die daraus resultiert, daß wir uns nie von einer dominanten Kultur haben schlucken und auffressen lassen, was besagte Kulturen nicht vertragen.
Wir haben mehr als genug Versuche der Anpassung hinter uns, um zu erkennen, daß es einfach sinnlos ist.
Blub, lesen lernen. Ella hat geschrieben, dass Israel Existenzrecht in Frage gestellt ist. Sie machen daraus ein „kein guter Ruf“. Existenzrecht verweigern heißt Vernichtung. Wie stehen Sie denn dazu?
Natürlich macht auch Israel so einiges falsch, wie andere Nationen auch. Jedoch kann man das Geschehen, um und mit Israel nur wirklich verstehen, wenn man es aus der biblischen Perspektive betrachtet. Das ist in dieser Welt, das größte Problem.
Lieber Gruß Martin
Blub, man muss ihnen ja richtig dankbar sein, dass sie einem die Augen öffnen, man liefe wirklich blind für die Wirklichkeit durch die Welt.
@JSR
🤣🤣🤣
Die Frage, die hier gestellt wird will nur darauf hinaus, dass Israel den ganzen Hass verdient hätte. Gibt genug Leute, die so die Taten der Nazis rechtfertigen wollen.
Aber Sie wollen ja sicherlich keinen Antisemitismus verbreiten sondern fragen rein unschuldig, gelle?
Jetzt eine erklärende Antwort, falls man wirklich etwas wissen will…
Ohne geistliches Verständnis, kann man die Ablehnung Israels nicht verstehen.Man richtet sich gegen Gott selbst.
Die arab. Seite hat den Ablehnungsschmerz, durch die Bevorzugung Isaaks, den verheißenen Erben des Bundes. Ismael ist es nicht.
Die restliche Welt erkennt (unbewusst) in Israel einen schmerzhaften Finger in der eigenen Wunde der Gottlosigkeit.
Manche Christen können es nicht aushalten, dass Jesus als Jude zuerst zu den Juden kam und der Rest der Welt nur Zugang, weil der gr. Teil Israels Jesus noch nicht als Messias annahm.
Soweit der geistliche Aspekt.
Rein nüchtern und sachlich betrachtet sollte ansonsten jedem Menschen mit Verstand/Empathie/Denkvermögen klar sein, dass Israel im Blick auf die letzten Jahrzehnte unverhältnismäßig international zurechtgewiesen wurde/wird, wo man die meisten Diktaturen nicht behelligt. Betrachte UN Resolutionen oder über was in der Presse hauptsächlich berichtet wird.
Schau, wie schnell nach dem 7.10. die Stimmung von Mitgefühl zu Kritik und Schuldzuweisung kippte. Wo vorschnell falsch geurteilt oder angeklagt wurde.
Frage, was haben die Juden getan, dass Hitler sie vernichten wollte?
Nichts!
Es gab nie eine jüdische Weltverschwörung. Juden wollen nicht die Welt beherrschen. Sie wollen nur einen Ort, an dem sie ungestört jüdisch sein können. Sie wollen sich nicht ständig für alles Schlechte, was irgendwo auf der Welt geschieht, rechtfertigen müssen.
Juden haben ein Anrecht auf ein eigenes Land. Dass Israel schon sehr lange jüdisch war, zeigt die Archäologie.
Mögen das die Linken kritisieren. Es ist auch ein Zeichen bei einem Besuch Israels keine arabischen Politiker zu treffen. Das war ja bei SPD Politikern automatisch der Fall.
AAmt und die Botschaft haben vom Besuch GAZA abgeraten. stört sicherlich Wadephuls Vorstellungen , Belehrungen und Erklärungen an Israel für eine Nahostlösung. Oder welche Gründe liegen vor?
Hat deswegen Botschafter Seibert nicht am offiziellen Abendessen teilgenommen und ist lieber auf dem Empfang der GRÜNEN bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv aufgetreten?
Auch innerhalb der Regierung gibt es von CDU und SPD Kritik. Warum???
Vielleicht ist Linksaktivist Seibert am Kofferpacken. Er wird Gott sei Dank abgelöst.
Natürlich raten sie davon ab. Selbst zu normalen Zeiten schreibt das Auswärtige Amt bei den Reisehinweisen zu Israel. Besuch der Autonomiegebiete (Betlehem) vertretbar. Gebiete unter ausschließlicher Verwaltung der PA werden also nicht als wirklich sicher angesehen. Das israelische Kernland ist sicherer.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner , eine wunderbare Frau. Auf sie kann man sich 100% verlassen.
Das würden wir wohl alle gerne glauben, Ihr Gärtner bestimmt auch.
Lieber Gruß Martin
@Untertan
Ernesto liebt sie und wenn sie leitet, schaut er sich alle Bundestagsdebatten an.
Nun war sie nicht auch einmal Miss Germany, Erfahrungen mit Juden hat man in ihrem Bundesland.
Alle Schum Städte liegen in Rheinland-Pfalz.
Frau Klöckner sagte: „Im Gespräch mit Ochana betonte die CDU-Politikerin, dass die Bundesrepublik eine besondere Freundschaft mit Israel verbinde“. Ja, das ist wohl wahr! Wir werden in den kommenden Jahren erleben müssen, dass die allermeisten „Israel-Freundschaften“, die Schwierigkeiten und Kalamitäten in und um Israel herum, nicht überdauern werden. Lediglich Christi-Freunde, werden treu an der Seite des jüdischen Volkes, überall in den Nationen stehen – und sie werden bereit sein müssen, einen „hohen Preis“ dafür zu zahlen.
Lieber Gruß Martin
Frau Klöckner ist eine wahre Freundin Israels. Und das es die Pali-Freunde stört,sie hat ja nicht mit Vertretern der palästinensischen Bewohner gesprochen,ist völlig egal. Die hatten genug Aufmerksamkeit. Außerdem, warum sollte sie mit Terroristen reden? Ist Greta denn nach Israel gereist,um die Opfer vom 7.10. zu besuchen und mit ihnen zu reden? Nein,sie hat alles richtig gemacht. 🇮🇱🇮🇱👍👍
Vielleicht bin ich naiv, aber ich glaube Frau Klöckner, wenn sie sich als Freundin Israels bezeichnet. Man kann natürlich alles schlecht reden (ich warte gespannt auf einen gewissen Kommentar). Es war eine gute Initiative, und auch mutig, dass sie sich in den Gazastreifen gewagt hat. Natürlich wurde kritisiert, dass sie es unter dem Schutz der israelischen Armee tat, aber wie hätte das sonst gehen können ? Dass die Präsidentin des Deutschen Bundestages allein in Gaza herumspaziert und dann von – ehem – „unschuldigen Zivilsten“ als Geisel genommen wird ? Das steckt wohl auch unausgesprochen hinter den Bedenken des AA. Ich sage, gut gemacht., Julia Klöckner. Ich bin übrigens auch ganz auf ihrer Seite, was die Todesstrage angeht.
Ich lese gerade das ältere Buch „ausgerechnet Israel“ von Ralph Giordano. Als er Israel Ende war Gaza noch ganz unter israelischer Verwaltung. Irgendwie hatte er sich verfahren und die Soldaten haben ihm gesagt er ist jetzt in Gaza-Stadt. Er ist mit seinem Auto zwischen Jeeps herausgeführt worden. Er war froh über den Schutz der IDF.
Ich sehe es anders. Soldaten müssen sie in Gaza beschützen, weil sie darauf bestand, trotz Hamas Bewaffnung, wollte die ehemalige Nahe- Weinkönigin dorthin. Mischte sich in Israels Politik ein. Das ist keine Freundin. Israel mischt sich nicht in deutsche Politik. Sorry, aber in Rheinland Pfalz kennt man die CDU Wahl- Verliererin.
Ich bleibe skeptisch, wenn sich zu oft jemand Freund nennt.
Na da ist er ja, der Kommentar, auf den ich gewartet habe. Wie gesagt, man kann alles schlecht reden.
@Antonia
Bin auf deiner Linie. Frau Klöckner ist,so glaube ich auch eine sehr ehrliche Haut und eine Israelfreundin. Das mit der Todesstrafe sehe ich auch so. Und sie wirkt auch bei anderen Themen immer ehrlich und aufrichtig. Das sie Weinkönigin war ist egal. Es gab einen Präsidenten,der war Schauspieler im Western,oder ein anderer schlug sich als Terminator über die Mattscheibe,bevor er Gouverneur wurde.Und wieder ein anderer war Boxer und wurde dann Bürgermeister von Kiew. Selbst Selenkyj war Schauspieler. Also,das sagt gar nichts. Ich jedenfalls mag Frau Klöckner. Nicht nur wegen ihrer Einstellung zu Israel.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende! Manu
Sie war glaube ich aus Miss Germany, Ich glaube seit Jahrzehnten gab es keine CDU Regierung mehr in Rheinland-Pfalz. In der Kommune sind sie erfolgreicher. Kontakt zu Israelis wird man in Rheinland-Pfalz gut bekommen. Worms ist in der jüdischen Welt bekannt. Für Zionisten ist der Friedhof „Heiliger Sand“ wichtig. Da wurde jemand begraben, der Jahrhunderte vor Herzl die Ansicht vertreten hat, Juden sollten in die alte Heimat zurückkehren. Speyer und Mainz sind auch in Rheinland-Pfalz und den Zuschuss zum Neubau der Synagoge in Mainz hat nicht nur die SPD Regierung genehmigt.
Ich verstehe auch nicht, dass sowas wie „ehemalige Weinkönigin“ ständig erwähnt werden muss.
Unnötig es im Zusammenhang mit ihrer politischen Arbeit zu erwähnen. Es sei denn, man will diese in ein negatives Licht rücken..
@ Antonia. – Lach- Shabbat Shalom
wenn Herr Wadephul, das AAmt, SPD, GRÜNE Frau Klöckner kritisieren, dann hat sie sicherlich alles richtig gemacht.
Auch ich, als einfacher Bürger, wurde bei meinem SAR-EL-Einsatz, bei den offiziellen Ausflügen, mit unserer Gruppe in Israel stets von bewaffneten Soldaten begleitet.
@Am Israel chai
Sie schreiben: „Ich bleibe skeptisch, wenn sich zu oft jemand Freund nennt.“ – Sie sprechen damit vielleicht eine psychologische Binsenweisheit aus? (Ich bin im Psychologischen sehr unwissend.) – Ihre (allgemein verstandene) Skepsis teile ich, und das nicht nur im Politischen.
Allerdings befremdet mich Ihr personenbezogenes Gerede von „Weinkönigin“ und „Wahl-Verliererin“. Dieses Forum ist kein Tratschladen.
Mich interessiert:
Ist jemandem bekannt, ob – und wenn ja, in welcher Weise – sich Frau Klöckner geäußert hat, als Merz seinerzeit verfügte, bestimmte Waffen nicht mehr an Israel zu liefern? Hat sie diese verwerfliche Entscheidung kritisiert oder nicht?
@Alida, ich persönlich habe nicht mitgekriegt, ob Frau Klöckner sich zu dem Waffenstopp geäußert hatte.
Widerspruch kam soweit ich weiß von Roderich Kiesewetter (CDU) und von Alexander Hoffmann (CSU) sowie von der Jungen Union.
Söder äußerte sich dahingehend, die CSU sei nicht eingebunden gewesen.
Die 180 Grad-Wende von Merz wurde faktisch nicht zu 100% aufgeklärt, sondern nur mit dem Weisungsrecht des Kanzlers und dem bevorstehenden Angriff auf Gazastadt argumentiert.
Ich vermute, dass uns die EU dazwischen gegrätscht ist.
Meine Meinung ist, dass wir (DE) uns in Teilen klar von den Vorstellungen und Forderungen der EU distanzieren müssten, a) um glaubhaft zu bleiben und b) um Israel nicht erneut in den Rücken zu fallen. Ich denke hier besonders an die Zweistaatenlösung.
Genau darauf wollte ich mit meinem Kommentar hinaus.
Zu viele haben sich in den letzten Monaten „Freunde“ genannt bzw. die Freundschaft mit Israel betont, um dann öffentlich zu kritisieren, sich einzumischen oder gar in den Rücken zu fallen.
Und es ist ein Unterschied zwischen „unterschiedlicher Meinung“ zu sein und „Kritik zu äußern“ oder „zu kritisieren“. Betone ich letzteres, betone ich die eigene Überlegenheit und signalisiere, ich wüsste es besser. Nenne ich es „unterschiedliche Meinung“, gestehe ich meinem Freund bei aller Diskrepanz das Recht, die Autonomie zu, seine privaten Angelegenheiten selbst zu regeln. Auch wenn ich anderer Meinung bin.
Ich unterstelle Frau Klöckner nichts in der Hinsicht, nehme ihr auch ab, dass sie überzeugt ist von dem was sie sagt, sie schon viel Sympathie für Israel hat.
Und vielleicht muss man als deutsche Politikerin zur Zeit ganz besonders betonen, dass man natürlich auch Kritik äußert, wo man anderer Ansicht ist. Nicht dass man das Label „Israelfreundin, Zionistin“ bekommt und damit politisch im Moment nochmal angreifbarer wird.
Denn nicht nur die herrschende politische, auch die öffentliche Stimmung ist nicht auf Israels Seite und ich befürchte, wenn man in Deutschland fragt, ob man sich als Freund Israels sähe, gäbe es nur wenig Zustimmung.
Aber trotz allem, was ich jetzt kritisiert habe😉, finde ich, dass Frau Klöckner eine deutlich bessere Figur abgegeben hat, als so manch anderer Politiker.
@Flügelpfeil
Mit dieser Erklärung kann ich gut leben. Danke dir. Ella
@Ella
🪻❤️🌼
Julia Klöckner hat Klarheit in der Haltung für Israel einmal mehr auch praktisch bewiesen. Ich wünsche mir mehr derart klare Politiker in der deutschen / europäischen Politik.
Dieser Besuch des Streifens barg ein gewisses Risiko in sich, aber sie hat sich denen mit der größten Erfahrung anvertraut. Welches Zeichen des Vertrauens übertrifft diese Geste?
Baerbock wollte damals, nach Beginn des Krieges in ihrer Dummheit ja mitten durch ein Minenfeld in den Streifen stolpern ,,um sich das mal anzusehen.“ Zum Glück (oder bedauerlicherweise) haben die für ihre Sicherheit Verantwortlichen Zahalniks sie daran gehindert. Weiter ist positiv zu vermerken, daß
Frau Klöckner in der Knesset von allen Parteien mit großem Beifall bedacht wurde, selbst als sie Kritikpunkte geäussert hat.
Wohingegen Linksgrünwoke,insbesondere die Linke, wieder einmal Zeter Mordio gegrölt hat.
Warum kommen die dann nicht für einen Besuch von Knesset und Gazastreifen?
Sind sie zu feige dafür? Zuviel Wahrheit etwa ?
Vermutlich ja, von zu hause aus lässt sich leichter von hinten durch die Hecke in den Rücken stechen.
@Klaus
„…zum Glück oder leider…“?
Ich verbiete mir selbst gerade, in der Hinsicht weiter zu denken…😉🙈
Darüber, was Baerbock da riskieren wollte, kursierten laut meinen Leuten sogar recht bösartige Witze bei der Zahal
SHALOM
Was wäre wenn ein israelischer Politiker Deutschland besuchen würde und die schlechten Zustände im Land kritisieren würde? Wie würden die aktuellen Amtsträger darauf reagieren, besonders die Medien. Oder gibt es in Deutschland nichts zu kritisieren?
Das könnte Frau Clinton übernehmen, wollte zur Sicherheitskonferenz nach München. Der Flug klappte nicht, da die Lufthansa streikt und die 2. Wahl Zug war dann leider auch nicht unproblematisch: welch ein Wunder, er hatte Verspätung. Wer weiß wie viele noch Opfer der beiden dt. Transportmittel heute scheitern.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner als Freundin in Israel, Bundeskanzler Friedrich Merz unterwegs in terrorunterstützenden Staaten – quo vadis Deutschland?
@maria
In einen AfD-Staat. Nur starke Frauen wie Julia Klöckner können das abwenden, sagt meine Ehefrau. Ernesto, unser Gärtner, hochgebildet, stimmt zu.
Ich freu mich, dass Frau Klöckner in Israel war. Im Mima hat sie sich auf ZDF finde ich klar zu Israel gestellt. Das freut mich für Israel. Ja, natürlich darf auch Israel kritisiert werden, ohne dass es gleich antisemitisch gemeint ist.
Julia Klöckner sticht sehr positiv hervor. Deshalb „mögen“ die Linken sie ja auch so sehr.
Sie besitzt sehr viel Empathie, wie auch bei der Gedenkstunde im Bundestag mit der Holocaust Überlebenden Tova Friedman zu sehen und zu spüren war.
Jedoch wird es innerhalb der CDU nicht nur nach ihr gehen.
Für die SPD … kann sie schon gar nicht sprechen.
Die SPD muss umkehren, damit auf Deutschland Verlass ist. Erinnert euch unseres jüdisch-christlichen Hintergrundes und unserer Verpflichtung Israel gegenüber.
Einzelbestrebungen reichen leider nicht, so wichtig und guttuend sie wie hier auch sind.
Wir brauchen Kinder Gottes, die Gottes Wort ernstnehmen, und zur ersten Liebe umkehren. Denn wer Jesus wirklich lieb hat, der steht auch zu Israel.
Lieber Gruß Martin
Das, Untertan, wäre der Idealfall. Ich denke, dass unsere Politiker – bis auf wenige Ausnahmen – noch nicht so weit sind, sein können. Es werden sich auch welche bis zum Schluss dagegen entscheiden. Das ist die Wahlfreiheit des Einzelnen.
Zur Zeit würde es mir reichen, wenn sie sich zu jüdisch-christlichen Werten bekennen und Israel den „Bonus“ einräumen, den es verdient hat.
@Lothar, wir müssen alles mit Israel geistlich sehen. Die Nationen und Menschen ohne Gott, tun im Prinzip dass, was die Mächte der Finsternis anstreben, Gottes Volk und die Gemeinde Gottes zu vernichten. Die Mächte der Finsternis können nur mit geistlichen Waffen besiegt werden. Humanistischen Denken und Hoffen hilft nicht weiter.
Lieber Gruß Martin
@Untertan. Schon richtig, Nur beachte bitte, dass die gläubigen Christen hier sich von den reinen Namenschristen absetzen und noch an der „ersten Liebe“ (Jesus) festhalten. Sonst würden wir uns hier nicht so einsetzen.
Die Geiseln kamen auch anders frei, als Sie sich das durch Kontaktaufnahme mit den Geisel-Angehörigen vorgestellt hatten, wobei ich denke, dass Gott hier mitgewirkt hat.
Also, wir sind noch in der Welt. Ungläubige in den Regierungen wirken weiter. Daher rein da, auch in den Friedensrat, und sich blaue Flecken holen, als politisches Bekenntnis derer, die hier eine Bringschuld und ein Gewissen haben, also auch Deutschland.
Das hat nichts mit Humanismus zu tun.
Die Mächte der Finsternis werden erst dann besiegt werden, wenn Jesus Christus mit großer Macht und Herrlichkeit wiederkommt.
Wie unterschiedlich die Wahrnehmungen doch sein können…auch natürlich bezogen auf Frau Klöckner….
Wenn ich unsere deutsche Regierung sehe…wenn ich sie mal „Regierung“ benenne…wie sie aufgestellt ist, was sie vorgeben, was sie einhalten…da kann einem in unserem Land „Angst und Bange“ werden… Reden von Amtsträgern die sich „Christ-Demokraten..“ nennen, wo die Quelle der Erkenntnis eher finster scheint etc etc ….Deutschland ist ja aktuell noch nichtmal der Einäugige unter den Blinden, will aber (Merz) ein auf dicke Hose machen…wo man da die „Julia“ einsortieren kann wenn sie dort sitzt wo sie sitzt…vermag ich hier nicht beantworten wollen bzw können…wünsche jedem aber Begegnungen/Offenbarungen von unserem Gott… ich eingeschlossen….