Keine Leckerlis mehr im Plenum

Aus Sorge um den Ruf seines Hauses verbietet Knesset-Sprecher Levy den Abgeordneten das Essen im Plenum. Besonders für einen Likud-Abgeordneten ist das ein schwerer Schlag.
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Keine Krümel, nirgends: Im Knesset-Plenum herrscht nun Ess- und Trinkverbot

Foto: Knesset

Keine Krümel, nirgends: Im Knesset-Plenum herrscht nun Ess- und Trinkverbot

JERUSALEM (inn) – Israelische Abgeordnete dürfen während der Sitzungen im Plenum nicht mehr essen oder trinken. Eine entsprechende Anordnung hat Knessetssprecher Mickey Levy am Mittwoch bekanntgegeben. Der Jesch-Atid-Politiker ist der Ansicht, dass Bilder von Abgeordneten mit Essensvorräten an ihren Plätzen dem Ruf des Hauses schaden.

Umittelbarer Anlass waren die Haushaltsdebatten in der vergangenen Woche. Während der stundenlangen Sitzungen aßen und tranken Abgeordnete. Offenbar rangen einige dabei nicht nur um die Verabschiedung des Haushalts, sondern auch um das eine oder andere Leckerli, das ihre Parteifreunde mitgebracht hatten.

Was genau ist „Essen“?

Wie Levy in seiner Anordnung schrieb, sei neben dem öffentlichen Ruf auch zu bedenken, dass das Essen und Trinken womöglich die teure Einrichtung und Ausstattung am jeweiligen Sitz in Mitleidenschaft ziehen. An allen Sitzen finden sich kleine Monitore, auf denen Informationen für die Abgeordnete eingeblendet werden.

Besonders betroffen von der Maßnahme scheint David Bitan zu sein. Der füllige Likud-Politiker ist bekannt dafür, Tüten mit Süßigkeiten in die Knesset mitzubringen. Während der Haushaltsdebatte waren es Packungen von Schokoküssen. Nach Informationen der „Yediot Aharonot“ reagierte er auf die Anordnung mit dem Satz, dass „Süßigkeiten kein Essen sind“.

Von: df

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