Kein Import bei Zwangsarbeit

Von Israelnetz

Die israelische Regierung verbietet die Einfuhr von Gütern, die mit Zwangsarbeit hergestellt wurden. Dies teilte das Außenministerium am Samstag mit. Es handele sich um einen „Schritt von großer moralischer, wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung“. Dieser sei Teil der Verpflichtung zum Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsarbeit, hieß es. Das Wirtschaftsministerium soll entsprechende Regeln erarbeiten. Der Vorschlag kam von Premierminister Benjamin Netanjahu. Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Länder mit Zöllen zu belegen, in denen kein solches Verbot gelte. (eh)

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11 Kommentare

  1. Guter Vorschlag von Premierminister Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump.

  2. Super, Israel. EU ist da zweigleisig, verlogen. Sanktioniert Siedlerwaren, obwohl dort Pals arbeiten und ihre Familien ernähren. Man erinnere sich an Soda.

    1. Ja, richtig. Die Verdrängung von Soda Stream aus dem sog. Westjordanland hat vielen Palästinensern und ihren Familien das Einkommen gekostet. Zumal der Inhaber eine auf Koexistenz ausgerichtete Unternehmenskultur föderte. Die EU trifft mal wieder völlig sinnlose Entscheidungen.

  3. mezujan, Israel!

    Hervorragend, Israel!

    Wie so oft geht Israel beim Thema Menschenrechte mit gutem Beispiel voran.

  4. Schön, dass Israel der Zwangsarbeit und der Ausbeutung den Kampf ansagt. Supi! Deutschland ist da eher zwiegespalten, auch wenn wir Zwangsarbeit natürlich nicht direkt unterstützen, der deutsche Markt kommt durch den Handel „frei- oder unfreiwillig“ damit in Berührung. Jedes zweite T-Shirt ist aus den Armenvierteln aus Bangladesch, Taiwan usw. mit der Begründung, wenn man es nicht kauft, leiden die Armen noch mehr. Ich denke an die organisierte Zwangsarbeit der uigurischen Minderheit, Zwangsarbeit von Kindern usw. Habe in Kolumbien erlebt, was Kinder tun, um ihre Familie zu unterstützen.

  5. Was bitte ist mit Zwangsarbeit gemeint ? Die Ausbeutung politischer Häftlinge in China, Russland ? Die Strassenbauarbeiten von in Ketten gelegten Häftlingen in USA ? Die Frauen und Mädchen in Pakistan, die von ihren Familien zum Arbeiten geschickt werden und deren Lohn einbehalten wird ? Trump ist ein elender Heuchler.

  6. Die spannende Frage bleibt, wie das konsequent ermittelt und umgesetzt werden soll! Wenn das geklärt ist, befürworte ich den Vorschlag. Erfahrungen zeigen aber leider, dass das Umgehen leichter ist als das konsequente verfolgen.

  7. Ursächlich für Israels Entscheidung ist Trump´s Zollpolitik. Mit dieser neuen Begründung ersetzt er bestehende Zölle, die gerichtlich keinen Bestand mehr hatten, i.d.R. durch noch höhere Steuern.
    Für Israel hat er die Zölle um 2% erhöht, Israel hofft auf Rücknahme wg. des einzuführenden Verbots.
    Auch für die EU und Deutschland gelten die erhöhten Sätze.
    Trump nutzt dafür bis zu 100 Jahre alte US-Gesetze, die er politisch erweitert interpretiert. Betroffen davon, sind fast alle Produktgruppen.
    Wie weit das der Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Sozialstandards, Menschenhandel wirklich hilft bleibt m.E. sehr offen. Siehe das unsägliche Lieferkettengesetz der EU.

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