Jüdische Artefakte aus 18. Jahrhundert beschlagnahmt

Bei einem Einsatz im ägyptischen Hurghada haben lokale Behörden jüdische Gegenstände aus dem 18. Jahrhundert beschlagnahmt. Der Schmuggler stammt aus Saudi-Arabien.
Fundstück: Stock mit einer Gravur, die einen bärtigen Mann mit Jarmulke zeigt

Foto: Ministry of Antiquities وزارة الآثار

Fundstück: Stock mit einer Gravur, die einen bärtigen Mann mit Jarmulke zeigt

HURGHADA (inn) – Ägyptische Behörden haben besondere Artefakte eines saudischen Antiquitätenschmugglers beschlagnahmt. Dabei handelt es sich um jüdische Gegenstände aus dem 18. Jahrhundert. Die Schmuggler versuchten, sechs jüdische Artefakte durch das ägyptische Hurghada am Roten Meer zu befördern.

In einer gemeinsamen Operation der Hafenbehörde der Stadt und die Hafeneinheit des Ministeriums für Antiquitäten konnten die Behörden den Weitertransport unterbinden. Unter den Fundstücken war ein Stock mit einer Gravur, die einen bärtigen Mann mit Jarmulke zeigt. Zudem wurden fünf Tafeln mit hebräischen Texten und jüdischem Dekor entdeckt.

Ein weiterer Fund in der beschlagnahmten Sammlung war ein 29-seitiges hebräisches Buch, das die Ägypter als die „Gebote von Judas Iskariot“ beschreiben, einem der zwölf Jünger Jesu. Darin enthalten seien esoterische Texte, die dem Anschein nach in einer schlechten Übersetzung aus einer anderen Sprache kämen. Dieses Werk stamme jedoch nicht aus dem 18. Jahrhundert, heißt es in einem Bericht der Onlinezeitung „Times of Israel“. Auf einer Seite seien moderne hebräische Worte wie „matkon“ zu lesen, was Rezept bedeutet. Dies sei ein Hinweis darauf, dass dieser Fund aus den vergangenen 100 Jahren stamme.

Von: mab

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