Israels Bevölkerung wächst

Die Bevölkerung in Israel steigt binnen eines Jahres um 1,4 Prozent auf 10,24. Mehr als Viertel der Bewohner sind Kinder.
Von Israelnetz
Menschen auf dem Mahane Jehuda Markt in Jerusalem

JERUSALEM (inn) – In Israel leben circa 10,24 Millionen Menschen und damit rund 146.000 Menschen mehr seit der Erhebung vom vorigen Jahr. Das ist eine Steigerung von rund 1,4 Prozent. Pünktlich zum 78. Unabhängigkeitstag (hebräisch: Jom HaAzma’ut), der am Dienstag begann, hat das Israelische Amt für Statistik am Sonntag neue Zahlen veröffentlicht. Die Berechnungen basieren auf dem Zensus aus dem Jahr 2022 und beziehen sich auf den Zeitraum von April 2025 bis April 2026.

Demnach machen Juden und „sonstige“ Personen zusammen rund 76 Prozent der Bevölkerung aus. In absoluten Zahlen sind das 7,79 Millionen Menschen. In die Kategorie „Sonstige“ fallen jene Einwohner, die weder jüdisch noch arabisch sind. Das sind zum Beispiel nicht-jüdische Ehepartner von eingewanderten Personen.

Des Weiteren leben etwa 2,15 Millionen Araber und rund 296.000 ausländische Arbeitskräfte in Israel. Sie machen 21,1 respektive 2,9 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. 

Geburten, Todesfälle und Einwanderung

Mehr als 177.000 Neugeborene erblickten in Israel das Licht der Welt, während etwa 48.000 Menschen starben. Es kamen rund 21.000 Immigranten im Land an, das sind 7.000 weniger als im Vergleichszeitraum. Über ein Viertel der Bevölkerung sind Kinder bis einschließlich 14 Jahren. Rund 13 Prozent sind älter als 65.

Die israelische Bevölkerung ist heute zwölfeinhalbmal so groß wie bei der Staatsgründung 1948. Seit damals zogen 3,5 Millionen Menschen nach Israel. Heute sind vier von fünf jüdischen Israelis sogenannte „Sabras“. Die Bezeichnung leitet sich von dem hebräischen Wort „zabar“ – Kaktusfeige – ab, und meint Juden, die in Israel geboren wurden. Die Frucht ist außen stachelig und innen süß und damit ein Sinnbild für Israelis, die sich nach außen hin oft gegen widrige Umstände verteidigen müssen, nach innen aber ihre weiche Seite zeigen. (mw)

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7 Kommentare

  1. Im vergangenen Jahr erblickten rund 177.000 Israelis das Licht der Welt. 🤗während 48.000 starben. 🛐✡️

    „Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.“ 1. Mose 12,2
    Gottes Verheißungen gehen in Erfüllung.
    🙏🇮🇱

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  2. Ein kleines Erlebnis : während eines Sar-el-Einsatzes habe ich mit einem jungen Araber diskutiert, der freiwillig in der IDF diente. Das Gespräch fand in einem etwas holprigen englisch statt. Als ich ihn fragte, ob er oder seine Familie im Falle der Errichtung eines palästinensischen Staates dorthin auswandern würde, antwortete er „I am not meschugge“. Er hat inzwischen eine ansehnliche Karriere bei Tsahal gemacht.

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  3. Das ist doch grossartig, liebe Ella. Gerade las ich es erneut in Psalm 147 : Der Herr wird Jerusalem bauen, die Zerstreuten wird er nach Hause bringen. Wo Gott der Baumeister ist, da geht nichts schief. Vom Nil bis zum Euphrat werden noch Gebiete hinzugetan und Vieles wird neu erbaut werden. Das wird ein gewaltiges Ereignis und alle Grossmäuler müssen dazu schweigen.
    O Land Land, Land höre des Herrn Wort !

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    1. @Marita
      Ja, und der Herr will noch mehr sammeln zu der Schar derer, die versammelt sind“. Hesekiel 37 🤗🇮🇱. Sehr liebe Grüße an dich und deinen Mann, Ella ☀️🪻💝

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  4. Schalom, dass die Einwanderung mit 21.000 Zugänge sehr niedrig ist, ist nicht nur auf dem Krieg Israels zurückzuführen.
    Israel, insbesondere Gebiete wie Tel Aviv, gelten als sehr teuer. Die Lebenshaltungskosten sind höher als in vielen europäischen Ländern, was die ökonomische Entscheidung für eine Auswanderung erschwert.

    Ich habe einen Bruder aus Bat Yam, der zahlt 5715 Schekel (1544 €) für eine 80 Quadratmeter große Dreizimmerwohnung.
    Anders als in Deutschland gibt es in Israel kaum Mietpreisbindungen oder gesetzliche Regelungen, die den Anstieg der Mieten begrenzen.
    In Israel wird Wohneigentum staatlich stärker gefördert als der Mietmarkt. Dies führt dazu, dass es kaum sozialen Wohnungsbau gibt.

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