Israelisches Start-up in Dubai ausgezeichnet

Das israelische Start-up „RedC Biotech“ erhält eine Auszeichnung einer israelischen Stiftung und eines amerikanischen Magazins. Im Mittelpunkt steht eine überzeugende Technik, um künstlich Blut zu erzeugen.
Von Israelnetz
Gründer Ari Gargir mit dem Aviram Award ausgezeichnet.

Foto: Forbes / Colin Baldwin

Ari Gargir erhält die Auszeichnung für die Kategorie Technik für die Menschheit

DUBAI (inn) – Das in Israel ansässige Gesundheitsunternehmen „RedC Biotech“ gewinnt den Hauptpreis bei den „Aviram Awards“. Die israelische Stiftung „Aviram Family Foundation“ fördert Innovationen in Gesundheit und Gesellschaft. Zusammen mit dem US-Magazin „Forbes“ zeichnet sie Beiträge aus dem Gesundheitssektor aus, die Zukunftschancen versprechen. Das israelische Start-up belegt den ersten Platz in der Kategorie Technik für die Menschheit.

Die Idee des ausgezeichneten Unternehmens ist so einfach, wie innovativ: Mittels einer neuen Methode können aus Stammzellen Blutzellen gewonnen werden. Diese können zur Behandlung schwerkranker Patienten dienen. Viele Patienten sind dann nicht mehr auf Blutspenden angewiesen. Diese Idee und Technik von „RedC Biotech“ wurde am Dienstag in Dubai ausgezeichnet. Dotiert ist der Preis mit umgerechnet 455.000 Euro. Stiftungspräsident Siv Aviram übergab ihn feierlich an den Gründer des Start-ups Ari Gargir.

Die Veranstaltung fand laut Aviram in Dubai statt, da die Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten für Vision und Technologie steht. Kern sei es, Ideen zu fördern, die Wirtschaft zu stärken sowie die Menschheit positiv zu verändern und das Leben zu verbessern.

Neues Blut für weniger Geld

Ziel des innovativen Verfahrens ist es, universell rote Blutkörperchen für lebensrettende Bluttransfusionen herzustellen. Pro üblicher Dosis könnte dies auf dem Markt für 45 Euro angeboten werden. Herkömmliche Blutspenden kosten rund 180 Euro. Umgangen wird außerdem die Mehrfachprüfung des Bluts.

Auszeichner Aviram lobt die Forschung des Start-ups. Dies berichtet die israelische Zeitung „Yediot Aharonot“. Es sei „eine bahnbrechende Idee“, wie auch eine „bedeutende Lösung“. Unter hunderten Start-ups wählten die Stiftung und „Forbes“ das israelische Unternehmen aus.

Vor fünf Jahren kam Gründer Ari Gargir auf die Idee, rote Blutkörperchen universell zu produzieren. Zwei Jahre später fing er mit Wissenschaftlern an, dies umzusetzen. Das Startkapital von ungefähr 300.000 Euro wurde seinerzeit durch einen Spendenaufruf im Internet aufgebracht.

Gagir sieht sich noch nicht am Ziel: „Biotechnologie ist ein Marathon“, doch die Auszeichnung sei eine Wegmarke auf dem Weg. „Mein Traum ist es, dass wir in fünf Jahren die Blutknappheit auf der ganzen Welt beenden, denn sie führt nach wie vor zu Absagen von dringenden Operationen.“ (joh)

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