QUNEITRA (inn) – Israelische Soldaten haben im syrischen Teil der Golanhöhen eine Ziegenherde gestohlen und nach Israel geschmuggelt. Anschließend brachten sie einen Teil der Tiere in illegalen Außenposten im Westjordanland unter.
Wie der Sender „Kanal 12“ am Donnerstagabend berichtete, gehören die Soldaten zu einem Bataillon der Golani-Brigade. Dieses war in Syrien im Einsatz. Nach dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad im Dezember 2024 hatte das israelische Militär im Grenzgebiet neun Stützpunkte errichtet.
Dem Bericht zufolge trieben die Soldaten die Ziegen zunächst über die Grenze. Dort warteten Lastwagen, die sie für die Aktion angemietet hatten. Mit den Fahrzeugen wurden die Tiere teilweise an Bauernhöfe in den Außenposten verteilt.
Aus der Armee heißt es, der Schmuggel habe sich in einer nebligen Nacht vor etwa zwei Wochen ereignet, deshalb sei er den Spähern entgangen. Am nächsten Morgen entdeckte ein Bauer im Golan umherstreifende Ziegen und informierte das Militär, das eine Untersuchung einleitete.
Tiere weder markiert noch geimpft
Nach Einschätzung der Armee befinden sich etwa 200 der Ziegen in Israel. Sie seien weder markiert noch geimpft, dabei grassiere in Syrien die Tollwut. Das Landwirtschaftsministerium bemüht sich, die Tiere aufzuspüren. Der Rest der Herde ist demnach auf syrischem Gebiet zerstreut.
Der Truppenkommandeur wurde laut Militär entlassen und der Kompaniekommandeur abgemahnt. Die Soldaten seien für lange Zeit suspendiert worden. (eh)
Eine Antwort
Das sind in meinen Augen keine Soldaten ,die syrischen Bauern ihre Tiere klauen.
Es sind miese kleine Ziegendiebe, nicht wert,die Uniform der IDF zu tragen.
Die Strafen sind nicht mehr als gerechtfertigt, und im Falle der eigentlichen Diebe noch zu milde.
Von israelischen Soldaten sollte man diszipliniertes Verhalten erwarten können.
SHALOM