Israelische Ministerin spricht auf Kongress in Ägypten

Ein internationaler Kongress ermöglicht der Gleichstellungsministerin Gamliel einen Besuch in Kairo. Doch sie spricht nicht nur über Gleichberechtigung, sondern auch über den gemeinsamen Kampf gegen den Terror.
Vertrat Israel in Kairo: Gila Gamliel

Foto: Gila Gamliel, Facebook

Vertrat Israel in Kairo: Gila Gamliel

KAIRO (inn) – Eine Gesellschaft, die nach Gleichberechtigung strebt, gehört seit seiner Gründung zur Vision des Staates Israel. Das hat die israelische Ministerin für gesellschaftliche Gleichstellung, Gila Gamliel, am Montag auf einem Kongress in Ägypten geäußert. Die Tagung zur Gleichstellung der Geschlechter hatten die Europäische Union und die ägyptische Regierung initiiert.

„Unsere Unabhängigkeitserklärung sichert allen Bürgern gleiche Rechte zu, ohne Unterschied von Religion, Rasse oder Geschlecht“, ergänzte Gamliel. „Es gibt keinen Grund, dass im 21. Jahrhundert Frauen anders behandelt werden sollten als Männer.“ Man müsse die geschlechtliche Gleichstellung wirtschaftlich fördern und den Frauen Möglichkeiten und Mittel auf dem Arbeitsmarkt geben. „Ich glaube, dass die Beteiligung von Frauen an Schlüsselpositionen ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu einem echten und dauerhaften Frieden ist.“

„Israel erleidet Ägyptens Schmerz“

Zu Beginn ihrer Rede hatte die israelische Ministerin ihr Beileid angesichts des Terroranschlags auf eine Moschee im Sinai mit mindestens 305 Todesopfern geäußert. Das Volk in Israel kenne den Kampf gegen den Terror und den schweren Umgang mit dem Verlust aus eigener Erfahrung. „Wir stehen an der Seite des Volkes in Ägypten. Wir erleiden euren Schmerz über den schweren Verlust“, betonte Gamliel.

Dabei rief die Likud-Politikerin zum gemeinsamen Kampf gegen den Terror in der Region auf – ohne jegliche Doppelmoral: „Der Terror versucht, die Stabilität in der Region zu erschüttern und Menschen ohne Unterschied der Religion oder Nation zu schädigen. Wir müssen gemeinsam an jedem Ort dagegen kämpfen.“ Ein Sieg sei nur beim gemeinsamen Kampf gegen den Terror möglich.

„Sadat öffnete die Tür zum Frieden“

Für Gamliel hat der Besuch in Ägypten nach eigener Aussage eine besondere Bedeutung: „Es ist ein großes Vorrecht für mich, hier zu sein, in Kairo, in den Tagen, in denen wir, Israel und Ägypten, 40 Jahre nach dem historischen Besuch von Präsident (Anwar al-)Sadat in Jerusalem begehen. Ein Schritt, der die Tür zum Frieden zwischen den Staaten und für Beziehungen geöffnet hat.“ Diese würden bis heute unter der Herrschaft von Abdel Fattah a-Sisi gewahrt.

An dem Kongress in Kairo nahmen Repräsentanten aller EU-Staaten teil. Neben Ägypten und Israel waren ferner Jordanien, Syrien, der Libanon, die Türkei, Marokko, Tunesien, Algerien sowie die Palästinensische Autonomiebehörde vertreten. Dies berichtet die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“.

Von: eh

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