TOKIO (inn) – Das israelische Lacrosse-Frauenteam hat am Sonntag den bislang größten Erfolg bei einer Weltmeisterschaft gefeiert: Bei dem Turnier in Japan erlangten die Spielerinnen den dritten Platz. Die beste Platzierung bisher war Rang 6. Seit 2013 nahm Israel an vier Weltmeisterschaften teil.
Im Spiel um Platz 3 in Tokio besiegten die Israelinnen mit 7 zu 4 Toren eine Auswahl aus den USA, die als Nation der Irokesen angetreten waren. In ihrer Selbstbezeichnung nennen diese sich Haudenosaunee (Leute des Langhauses). Nach dem Spiel sangen die Spielerinnen stolz ihre Nationalhymne.
Bei dem Turnier traten insgesamt 16 Teams an. Israel setzte sich in der Gruppenphase ungeschlagen gegen Japan, die Philippinen und Tschechien durch. Im Viertelfinale besiegte die Auswahl Australien mit 12:11 Toren, im Halbfinale am Freitag unterlag sie dem Titelverteidiger und späteren Weltmeister USA mit 7:19 Toren.
Besondere Ehrung
Die beiden Trainerinnen Sophie Bass und Kate Goldstein führten das Team durch das Turnier. Zwei Israelinnen erhielten eine besondere Ehrung: Jordyn Lipkin und Recheli Levy-Smith wurden in die Weltauswahl der zehn besten Spielerinnen aufgenommen.
Die israelischen Frauen gehören zu den besten Teams der Welt: Vor dem Turnier standen sie auf der Weltrangliste auf Rang 6, in der europäischen Rangliste auf Platz 2. Bei der Europameisterschaft 2019, die in der israelischen Stadt Netanja ausgetragen wurde, verlor das Team erst im Finale gegen Titelverteidiger England.
Ursprung in Nordamerika
Bei Lacrosse versuchen die Spieler, einen Hartgummiball von der Größe eines Tennisballs im gegnerischen Tor unterzubringen. Sie verwenden dabei einen Schläger mit einem kleinen Netz, mit dem sie sich den Ball zuspielen oder auf das Tor schießen können.
Die Sportart hat ihren Ursprung bei den indigenen Völkern an der Ostküste der Großen Seen des nordamerikanischen Kontinents. Bei den kommenden Spielen im Jahr 2028 in Los Angeles soll sie erstmals seit 120 Jahren wieder Teil der olympischen Wettkämpfe sein. (df)