Israelin durch Hisbollah-Rakete getötet

In Nordisrael kommt eine Frau durch eine Hisbollah-Rakete ums Leben. Die Regierung veröffentlicht indes eine Warnung für das anstehende Passahfest.
Von Israelnetz
Die 27-jährige Israelin Nuriel Durbin wurde am Dienstagabend durch eine Hisbollah-Rakete getötet

ROSCH PINA (inn) – Die libanesische Terrormiliz Hisbollah hat mit einer Rakete eine Frau in Nordisrael getötet. Das Geschoss war Teil einer Salve von rund 30 Raketen. Es schlug am Dienstagabend in der Nähe des Kibbuz Ajelet HaSchachar 15 Kilometer nördlich des Sees Genezareth ein.

Bei der Getöteten handelt es sich um Nuriel Durbin. Die 27-Jährige lebte im Moschav Margaliot nahe der libanesischen Grenze. Sie war seit September verlobt und wollte kommenden September heiraten. Sie arbeitete unter anderem als Kindergärtnerin, gehörte außerdem zu den Reservisten in einer Kampfeinheit.

Iranische Rakete im Libanon eingeschlagen

Ebenfalls am Dienstag wurden neun Bewohner der zentralisraelischen Stadt Bnei Brak durch eine iranische Rakete mit Streumunition verletzt. Bereit zuvor hatten drei Personen in der Beduinensiedlung Alsira im Negev Verletzungen durch iranische Raketen erlitten, darunter ein zwei Monate altes Baby.

Eine iranische Rakete traf offenbar auch den Libanon. Sie verursachte Schäden in dem Küstendorf Sahel Alma nördlich von Beirut. Die israelische Armee gab an, es handele sich um eine Rakete, die das Regime ursprünglich auf Israel abgefeuert hatte.

Die Nachrichtenseite „Iran International“ sieht hingegen Absicht hinter dem Beschuss und beruft sich dabei auf nicht genannte Quellen. Demnach besteht ein Zusammenhang zu der Ausweisung des iranischen Botschafters.

Armee: Tankstellen der Hisbollah beschossen

Am Mittwoch setzte der Iran seinen Beschuss auf Israel fort. Ein Geschoss schlug auf freiem Feld in der Nähe des Kraftwerkes in Hadera nördlich von Tel Aviv ein. Die Israelische Stromgesellschaft teilte mit, es seien keine Schäden am Kraftwerk entstanden.

Auch die israelische Armee führte ihre Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Libanon und auf Anlagen des Regimes in Teheran fort. In der libanesischen Hauptstadt Beirut nahm sie in der Nacht zum Mittwoch unter anderem ein Kommandozentrum in Beschuss. Ziel der Angriffe waren außerdem Tankstellen im Besitz der Hisbollah. Diese gehören nach Armeeangaben zur wirtschaftlichen Infrastruktur der Terrorgruppe.

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Diplomatische Bemühungen

Indes gestalten sich die diplomatischen Bemühungen schwierig. Laut Medienberichten hat das Weiße Haus 15 Punkte vorgelegt, um den Krieg zu beenden. Unter anderem fordern die USA ein Ende sämtlicher Uran-Anreicherungen im Land und ein Ende der Unterstützung von Terrorgruppen in der Region.

Im Gegenzug würden die Sanktionen gelockert. Es würde auch keinen Rückfallmechanismus mehr geben, also erneute Sanktionen im Falle eines Verstoßes. Die USA würden den Iran zudem mit der zivilen Nutzung der Atomanlage Buschehr helfen.

Der Iran hat seinerseits ebenfalls Verhandlungspunkte genannt. Das Regime verlangt unter anderem, dass die USA alle Militärstützpunkte in der Region schließen und völlige Freiheit beim Raketenprogramm. Außerdem will es wirtschaftliche Kontrolle über die Straße von Hormus, also Gebühren für die Passage. US-Vertreter wiesen diese Forderungen laut dem „Wall Street Journal“ als „lächerlich“ zurück.

Aufruf zu Vorsicht während des Passahfestes

Die israelische Regierung veröffentlichte indes Warnungen für das anstehende Passahfest. Der Iran und seine Terrorableger würden verstärkt versuchen, Terroranschläge auf jüdische und israelische Einrichtungen im Ausland zu verüben, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Das Passahfest beginnt mit dem Sederabend am 1. April.

Die Regierung rief alle Israelis im Ausland zu Wachsamkeit auf. „Wir empfehlen eindringlich, nicht an Passahfeierlichkeiten teilzunehmen, die ungesichert sind oder in öffentlichem Raum stattfinden.“ Dies gelte insbesondere für Länder in der Golfregion oder die an den Iran grenzen. Zudem rät die Regierung davon ab, Reisedetails auf Social Media zu veröffentlichen. (df)

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