Israel will Ökosysteme im Meer schützen

Nicht nur der Klimaschutz steht auf der Agenda des jüdischen Staates, sondern auch der Schutz der Meere. Die neuen Ziele werden jedoch schon kritisiert.
Von Israelnetz
So schön sauber sieht die Küste des Roten Meeres bei Eilat nach der Aufräumaktion aus

Foto: Israel Nature and Parks Authority

Küstengewässer sollen rein gehalten werden

JERUSALEM (inn) – Die israelische Regierung hat sich dem Meeres- und Küstenschutz verschrieben. Der jüdische Staat will international verankerte Ziele beim Schutz der Meeresökosysteme erreichen.

Besonders Küstengebiete sollen umfangreicher geschützt werden. Demnach erhöhte die Regierung ihre Ziele um 0,3 Prozent und will nun 4 Prozent seiner Küsten nachhaltig schützen. Ist dieses Ziel erreicht, sollen weitere 4,5 Prozent der Küstenlinie folgen. Dies berichtet die Nachrichtenseite „i24news“.

Im vergangenen Jahr beschloss das israelische Kabinett, der „30 mal 30-Initiative“ beizutreten. Das heißt, bis zum Jahr 2030 sollen demnach 30 Prozent des Landes und der Gewässer nachhaltig geschützt werden, sodass sie erhalten werden können. Israel hat bereits einen Teil umgesetzt. So ist etwa vor der Küste Tel Avivs ein 175 Quadratmeter großes Schutzgebiet ausgewiesen worden.

Für einige noch zu wenig

Die Meeresbiologin der israelischen Natur- und Parkbehörde, Ruthy Jahel, sieht noch viel Handlungsbedarf. „Die Wahrheit ist, dass wir unsere Ozeane und Meere überfischt haben – auch das Mittelmeer.“ Wenn Israel nicht schnell handle, gehe das gesamte Ökosystem verloren.

Der Sprecher der israelischen Fischerunion sieht einen Widerspruch. Es sei Fischern verboten, Meeresschutzgebiete zu betreten und dort zu fischen. Allerdings dürften industrielle Unternehmer, etwa zur Förderung von Gas oder Öl, dort ihren Geschäften nachgehen. Dies sei paradox und müsse geändert werden. (joh)

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Eine Antwort

  1. Der Sprecher der Fischunion hat insofern Recht, wenn es um Meer- Naturschutzgebiete geht.
    Und jetzt kommt das Aber.
    Die Gas/ Öl Förderung bringt Gewinne. Es ist nun mal so, ohne Energie ist ” nichts.” Bis andere Energien mal ausgereift sind, muss es überall, ob im Privaten oder in der Industrie weiter gehen.
    OT:
    Heute Morgen kam ein Kollege und sagte, dass in Jerusalem an Bushaltestellen Bomben explodierten. Es tut weh! Meine Anteilnahme zu Verletzten und den Angehörigen des Toten.

    7

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