Israel setzt beim ESC auf klare Botschaft in schrillem Song

Israel schickt die experimentelle Künstlerin Netta Barzilai zum diesjährigen Eurovision Songcontest. Es wird schrill – Hühnergegacker und orientalische Rhythmen sind inklusive.
Israels ESC-Hoffnung: Netta Barzilai

Foto: Youtube; Sceenshot Israelnetz

Israels ESC-Hoffnung: Netta Barzilai

JERUSALEM (inn) – Israels Beitrag für den diesjährigen Eurovision Songcontest (ESC) steht fest: Netta Barzilai wird den jüdischen Staat bei dem europäischen Gesangswettbewerb in Lissabon vertreten. In ihrem Lied „Toy“ geht es darum, dass Frauen keine Spielzeuge sind.

Mit Barzilai schickt Israel seit 2014 erstmals wieder eine Frau an den Start. Die 25-Jährige hatte im Februar die Castingshow „Kochav HaBa L’Eurovision“ (Der nächste Star für Eurovision) im israelischen Fernsehen gewonnen. Ein internes Komitee hatte sich danach auf die Suche nach einem passenden Song gemacht. Am Wochenende wurde ihr Beitrag „Toy“ vorgestellt.

Geschrieben wurde „Toy“ von Doron Medalie und Stav Beger. Aus Medalies Feder stammten bereits die Songs für Israels ESC-Teilnehmer Nadav Guedj (2015) und Hovi Star (2016).

Das hauptsächlich englischsprachige Lied mit einigen hebräischen Wortfetzen lässt sich musikalisch in keine Schublade stecken: es ist witzig und frech und vereint Pop sowie Hip-Hop mit orientalischen Klängen. Am besten hören und sehen Sie selbst:

Israel wird am 8. Mai beim ersten Halbfinale des ESC antreten. Im vergangenen Jahr landete der israelische Teilnehmer Imri Ziv mit seinem Lied „I Feel Alive“ auf Platz 23 von insgesamt 26. Der israelische Sprecher hatte damals bei der Punktevergabe verkündet, es werde aufgrund der Schließung der Israelischen Rundfunkanstalt (IBA) wohl Israels letzte ESC-Teilnahme gewesen sein. Allerdings hat die neue Rundfunkanstalt Kan die Verantwortung für den Wettbewerb übernommen.

Hintergrund

Israel nimmt seit 1973 als Mitglied der Europäischen Rundfunkunion am Eurovision Song Contest (ehemals Grand Prix) teil. Schon ein paar Jahre später hieß es: „And the winner is… Israel.“ Beim Grand Prix 1978 gelang Izhar Cohen mit seiner Band „Alpha Beta“ und dem Lied „A-Ba-Ni-Bi“ der Sieg für das einzige Teilnehmerland aus dem Nahen Osten. Im darauffolgenden Jahr schafften die Israelis die Sensation: Die Sängerin Gali Atari und „Milk & Honey“ gewannen mit „Hallelujah“ im eigenen Land erneut den Musikwettbewerb. Dana International triumphierte im Jahr 1998 mit dem Song „Diva“ in Birmingham.

Von: dn

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