Israel macht sich locker

Israel hebt fast alle Corona-Beschränkungen auf: Ungeimpfte können wieder einreisen, und der Grüne Pass ist kaum noch nötig. Der 1. März soll Freiheiten zurückbringen.
Von Israelnetz
Die Stadt Eilat ist während der Corona-Krise ein beliebtes Reiseziel bei israelischen Touristen
Der Tourismus kann wieder boomen – ob hier in Eilat oder in anderen israelischen Städten

JERUSALEM (inn) – Die israelische Regierung unter Naftali Bennett (Jamina) kündigte es an – nun setzt sie es um: Zum 1. März werden alle wesentlichen Corona-Beschränkungen aufgehoben. Nicht nur für Israelis hat dies Vorteile. Auch Touristen, ob geimpft oder ungeimpft, profitieren.

Ungeimpfte dürfen wieder einreisen

Wegen der Corona-Pandemie, besonders der Omikron-Variante, durften lange Zeit keine Touristen einreisen, die nicht gegen COVID-19 geimpft sind. Dies ändert sich am Dienstag: Bedingung für die Einreise ist die Vorlage eines negativen PCR-Tests vor der Abreise und bei Ankunft in Israel. Die gleichen Regeln gelten auch für Geimpfte.

Israelis müssen keinen PCR-Test vor dem Heimflug machen. Wenn sie in Israel landen, wird jedoch auch bei ihnen ein solcher Test durchgeführt. Alle Personen, die nach Israel einreisen, müssen weiterhin 48 Stunden vorher ein Einreiseformular ausfüllen.

Grüner Pass wird fast überflüssig

Zu den Freiheiten, die Israel ab März gewährt, gehört der Wegfall des Grünen Passes bei öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen. Mussten Israelis und Reisende für ihren Besuch im Restaurant, bei Veranstaltungen oder im Fitnessstudio vorzeigen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind, fällt dies künftig weg. Geimpfte wie Ungeimpfte können nun uneingeschränkt am öffentlichen Leben teilhaben.

Einzig und allein für einen Besuch in einem Altenheim oder in Einrichtungen, in denen Risikopatienten leben, muss der Grüne Pass vorgezeigt werden. Außerdem setzt die israelische Regierung neue Fristen für den Grünen Pass: Israelis, die drei- oder vierfach geimpft wurden, können ihren Pass ab dem 1. März erneuern.

Gesundheitsminister Nitzan Horowitz (Meretz) zeigt sich erleichtert, wie die israelische Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet: „Wir sind auf dem Weg zurück in ein normales Leben.“ Er ergänzt: „Es ist uns gelungen, diese Welle zu überwinden, ohne das Land zu schließen.“

Maskenpflicht bleibt – vorerst

Trotz der tiefgreifenden Lockerungen bleiben einige wenige Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bestehen. Die prägnanteste ist die Maskenpflicht. Weiterhin sollen alle Personen eine Maske in öffentlichen Innenräumen tragen. Im Freien, selbst bei großen Veranstaltungen, ist dies nicht mehr nötig. Während die neuen Richtlinien in Kraft treten, wird in Israel allerdings eine Debatte darüber geführt, die Maskenpflicht komplett abzuschaffen.

Mitte März treten außerdem weitere Lockerungen in Kraft: Kinder in der Schule müssen spätestens dann keinen Corona-Schnelltest mehr machen.

Waren die Infektionszahlen im Januar bis Anfang Februar auf Höchstständen, sanken die Zahlen in den vergangenen Wochen spürbar: Am 23. Januar wurden 85.000 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet, aktuell liegt die Zahl der aktiven Infektionen deutlich unter 100.000. Auch bei den schweren Fällen bemerkt Israel Entspannung. Wurden zu Höchstzeiten über 1.200 schwere Fälle gemeldet, waren es am Montag 582. Seit Beginn der Pandemie starben in Israel 10.204 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Von den 9,2 Millionen Israelis sind 4,4 Millionen dreifach geimpft. Etwa 730.000 haben bereits die vierte Impfung gegen COVID-19 erhalten. (joh)

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