Israel kein Roadtrip-freundliches Land

Viele Touristen besuchen jährlich Israel. Doch ein neues Ranking zeigt: Bei Rundreisen mit dem Auto hat der jüdische Staat noch deutlich Luft nach oben.
Von Israelnetz
Auf Israels Straßen hat es in diesem Jahr bereits 258 Unfalltote gegeben

Foto: Israelnetz/mh

In einigen Großstädten kommt es oftmals zu Staus – für einen entspannten Roadtrip ungeeignet.

GAVLE (inn) – Mit dem Auto durch ein Land fahren und dort anhalten, wo es einem gefällt: Ein Roadtrip ist besonders unter jungen Menschen seit Jahrzehnten beliebt. Das global agierende Führerschein-Lern-Unternehmen „Zutobi“, mit Sitz in Schweden, hat nun ein Ranking für Roadtrips erstellt. Zehn Kategorien wurden untersucht. Das Ergebnis: Von 42 miteinander verglichenen Ländern belegt Israel den letzten Platz.

Von Stau bis „Instagrammability“

Die Vereinigten Staaten von Amerika sichern sich Rang 1. Besonders die langen Autobahnen und die vielen Sehenswürdigkeiten verhalfen den USA zur Erstplatzierung. Punkten konnte Amerika auch bei der „Instagrammability“: Dort können Reiselustige viele Fotospots anfahren und Bilder für die sozialen Medien machen und posten. Den zweiten Platz belegt Italien. Besonders die Straßen am Mittelmeer locken viele Urlauber. Auf Rang 3 landet Spanien. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten konnten die geringe Verkehrsüberlastung und die günstigen Mietautos überzeugen.

Für das Ranking wurde in den entsprechenden Staaten unter anderem die Todesrate im Straßenverkehr, die Straßenqualität und der Kraftstoff- und Parkpreis untersucht. Deutschland landet im Mittelfeld, ebenso wie Griechenland oder Norwegen.

Teure Mietpreise für Autos und hohe Spritpreise führen dazu, dass Israel auf dem letzten Platz liegt. Noch vor Israel sind Länder wie Kolumbien und Brasilien platziert. (joh)

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6 Antworten

  1. Der letzte Platz wurde meines Dafürhaltens völlig zu Recht vergeben. Einfach nur nackter Wahnsinn, was auf Israels Strassen passiert. Die Polizei sollte deutlich mehr eingreifen, schüttelt übrigens auch Geld in die leeren Kassen… .

    Mein Tipp: Die relativ sicheren Egged-Busse benützen. Fahren (fast) überall hin.

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    1. Kein Land hat so viel “Instagrammability” auf einer so kleinen Fläche wie Israel.
      Wir haben als Familie 2016 einen Roadtrip durch Israel gemacht und waren begeistert. Wo als in Israel hat man Archäologie wie in Griechenland, Architektur und Kultur wie in Rom, Canyons wie im Südwesten der USA, geniale Sandstrände, Menschen aller Couleur… und dazu eine geistliche Aura, die alles durchflutet. Hilfreich ist aber schon, wenn man vorher einmal mit einer Reisegruppe dort war. Alexander Schick und Ruben Bar Lev haben großen Anteil daran, dass ich mich in dieses Land verliebt habe.

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  2. Ist das ein Wunder…so viele Leute, so wenig km², und….nach wie vor–im Sinne der Bibel, Neuzuwanderer, und dann auch noch die Tatsache, dass es Wüstengebiete gibt, die sehr dünn besiedelt sind…Das ist –so wie ich dieses Ranking verstehe, alles andere als objektiv…..vielleicht zur Veranschaulichung: wer braucht mehr Platz: ein Löwe oder eine Maus.

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    1. Naja, extrem dicht besiedelte Gebiete gibt es auch anderswo auf der Welt. Ohne, dass die Leute, sobald sie ein Lenkrad vor sich sehen, sich aller Vernunft begeben.

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  3. Von 1995 bis 2019 bereiste ich Israel als Touristin und Volunteer, ob nach Eilat oder zum Hermon, zum Mittelmeer oder zum Toten Meer – die Egged-Busse sind zuverlässig, pünktlich und das Netz ist landesweit gut ausgebaut. Die Busfahrer sind freundlich und die Preise im Vergleich zu Deutschland sehr günstig.

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  4. Die Bewertung zur “Rundreisefreundlichkeit” entspricht meinen Erfahrungen. Hotels sind nur an der Mittelmeerküste und auf der Westseite des Sees Genezareth leicht zu finden. Den Autoverkehr fand ich nicht besonders kritisch.

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