Iran und Palästinenser demonstrieren Einmütigkeit

Der Iran hält zu Terrorgruppen im Gazastreifen, diese wiederum danken dem Regime für die „grenzenlose Unterstützung“. Der Anlass für diesen Austausch ist der „Wet-Gunpowder-Preis“ für Gegner der iranischen Regierung.
Der iranische General Gheybparvar lobte palästinensische Terrorgruppen

Foto: Mehr News Agency/Mohammadreza Abbasi

Der iranische General Gheybparvar lobte palästinensische Terrorgruppen

GAZA / TEHERAN (inn) – Der Iran ist stolz auf den palästinensischen „Widerstand“. Das betonte der iranische General Gholamhossein Gheybparvar von den Revolutionsgarden am Montag in Teheran. Anlass war die Verleihung des symbolischen Preises „Wet Gunpowder“ („Feuchtes Schießpulver“). Damit werden Personen „ausgezeichnet“, die sich gegen das iranische Regime stellen.

Der diesjährige „Preisträger“ ist wie schon im Jahr zuvor US-Präsident Donald Trump. Nominiert waren nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur „Mehr“ auch die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley sowie der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu. Die Veranstalter sammelten während der Proteste am Al-Quds-Tag die Stimmen, um so den „Sieger“ zu bestimmen.

Bei der Veranstaltung trat auch ein Doppelgänger von Trump auf. Sie wurde für Vertreter der islamistischen Hamas und anderer Terrorgruppen in den Gazastreifen übertragen. Ursprünglich sollte anstelle Gheybparvars der Kommandeur der iranischen Al-Quds-Brigaden, General Kassem Sulaimani, sprechen. Warum ein Tausch der Redner stattfand, ist laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ unklar.

Weitere „Proteste“ erwartet

Bei der Veranstaltung im Gazastreifen betonten weitere Sprecher, dass sich palästinensische „Widerstands“-Gruppen gemeinsam mit dem Iran als „Achse des Widerstands“ gegen Israel und die USA verstünden. Ein Vertreter der Terrorgruppe Islamischer Dschihad, Chaled al-Batsch, betonte, Palästinenser im Gazastreifen hätten keine Angst vor dem Tod. Sie würden die „Proteste“ an der Grenze zu Israel fortsetzen. Al-Batsch fügte an, er erwarte ähnliche Proteste auch im Westjordanland.

Ein Vertreter der „Palästinensischen Front für die Befreiung Palästinas“ (PFLP), Dschamil Maschar, dankte dem Iran für die „grenzenlose Unterstützung“. Er forderte eine „vereinte islamisch-arabische Front“ zur Unterstütztung der Palästinenser. Ismail Radwan von der Hamas rief die verschiedenen Terrorgruppen in der Region dazu auf, ihre Aktionen miteinander abzustimmen.

Von: df

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