Hidschab-Trägerin macht Karriere bei der israelischen Polizei

Seit mehreren Jahren rekrutiert die israelische Polizei verstärkt Araber, um gezielt gegen Gewalt im arabischen Sektor vorzugehen. Eine von ihnen trägt Hidschab – und darf sich jetzt Leutnant nennen.
Hat trotz Drohungen keine Furcht: die israelische Polizistin Sabrin Sa'adi

Foto: Ofir Gendelman, Twitter

Hat trotz Drohungen keine Furcht: die israelische Polizistin Sabrin Sa’adi

JERUSALEM (inn) – Erstmals erhält eine Muslima mit Hidschab den Rang eines Leutnants bei der israelischen Polizei. Sabrin Sa’adi stammt aus einer traditionell muslimischen Familie in einer nordisraelischen Beduinenstadt.

Nach eigenen Angaben hat sie wegen der Laufbahn Drohungen aus ihrer religiösen Gemeinschaft erhalten. Doch sie habe keine Furcht, sagte sie der Zeitung „Yediot Aharonot“. „Ich fürchte nur Allah.“

Der Sprecher von Premier Benjamin Netanjahu, der für Arabisch zuständig ist, Ofir Gendelman, beglückwünschte die junge Polizistin. Er schrieb am Montag auf Twitter: „Ich teile immer gern Geschichten über arabische Israelis, weil ihre Geschichten in den internationalen Medien selten gehört werden. Gratulation an Oberfeldwebel Sabrin Sa’adi, eine Polizeioffizierin, die Hidschab trägt und die Leutnant bei der israelischen Polizei wird!“

Das US-Journal „The Algemeiner“ weist darauf hin, dass die israelische Polizei 2016 eine Sondereinheit eingerichtet hat, um die Sicherheit in den arabischen Gemeinden zu verbessern. Seitdem hätten sich als 600 Araber und 55 Araberinnen eingeschrieben. Zudem seien 80 neue Polizeistationen im arabischen Sektor eingerichtet worden.

Von: eh

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