Herzog: Politik muss alle Mittel gegen Siedlergewalt einsetzen

Von Israelnetz

Israels Staatspräsident Jizchak Herzog hat am Mittwoch Siedlergewalt verurteilt. „Wir sehen sehr ernsthafte Phänomene von nationalistischem Verbrechen“, sagte er bei einem Besuch des Hauptquartiers der Division der israelischen Armee, die für Judäa und Samaria zuständig ist. „Sie untergraben unsere Fähigkeit, Souveränität auszuüben, und Israels Rechtsstaatlichkeit.“ Die Politik müsse alle Mittel einsetzen, damit das Phänomen aufhöre. „Es gehört nicht zu uns, und es ist weder jüdisch noch israelisch.“ Armee und Sicherheitsdiensten dankte Herzog für den Kampf gegen Terror im Westjordanland. (eh)

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8 Kommentare

  1. Jizchak Herzog ist für mich einer der sympathischsten Politiker Israels. Immer wieder rügt er Israels Vorgehen an diesem Thema und ich bin seiner Meinung, es reicht nicht, ein Problem von Zeit zu Zeit zu nennen. Dieses Anwenden von Selbstjustiz und Gewalt muss aufhören. Ebenfalls muss eine machtlos wirkende IDF und die örtliche Polizei jede Fähigkeit bekommen, in solch ein Geschehen einzugreifen, ob bei Siedlern oder palästinensischen Angreifern.

  2. Übergriffe von einigen Siedlern in Samaria/ Judäa muss sofort gestoppt werden.
    Armee, was sollen sie tun? Auf Juden schiessen sie nicht. Das wissen die Radikalen. Herr Herzog, mit Strafen muss durchgegriffen werden.

    1. Meine Rede, Am Israel Chai, die Verwaltungshaft für diese aufrührerischen und gewalttätigen Siedlergruppen sollte unbedingt wieder eingeführt werden.
      SHALOM

  3. Gegen Siedler- Ressentiments zu sein ist ein hehrer Standpunkt, keine Frage, ich bin jedoch anderer Meinung. Israels Ansehen in der Welt ist ohne eigenes Verschulden auf einem Tiefstpunkt gelandet. Durch Boshafigkeit und Antisemitismus. Da helfen auch keine Anstrengungen, diese Sicht zu ändern. Die Abneigung von Siedlern gegenüber Terrorbeklatschern finde ich nachvollziehbar. Wenn ich einen Nachbarn hätte, der meine Frau vergewaltigen und mich lebend anzünden möchte, zu dem würde ich mich ebenfalls nicht indifferent verhalten. Ich würde ihn fortjagen, notfalls mit Gewalt nachhelfen. Das ist nicht legal, aber legitim. Mörder und deren Beklatscher sollten sich nicht durch ein humanistisches Rechtssystem ihrer Opfer in Sicherheit wiegen, bis irgendwann zukünftige Mordanschläge wieder erfolgreich sind. Man sollte Siedlern ins Gewissen reden, an Vernunft appellieren, vielleicht geringe Strafen verhängen. Mehr fände ich unangemessen und falsch. Denn das Trauma sitzt tief, je mehr Verstand einer hat, desto tiefer sitzt es. Nur Deppen können zur gewöhnlichen Tagesordnung wechseln.

    1. Entweder es ist legal, was diese sog. Siedler machen oder eben nicht. Falls nicht, gehören sie bestraft. Warum „vielleicht [!!!] geringe [!!!] Strafen verhängen“?
      Dieser Terror wäre doch leicht verhinderbar. Man setze 200 gutausgebildete Soldaten ein, die mit Knüppel, Elektroschocks und Gummigeschossen dem Einhalt gebieten könnten. Durch Filmaufnahmen wären die Übeltäter leicht identifizierbar, Masken und andere Arten der Verschleierung müssten verboten werden. Bei Nichtbeachtung sofortige Verhaftung. Und das kann eine Armee wie die IDF nicht leisten? Bei Arabern hätte man ja längst zu scharfer Munition gegriffen.

    2. Ich nehme an, dass es eine sehr kleine Gruppe von Hetzern gibt. Die sollten unbedingt nach @Matti Goldschmitt’s Ansicht behandelt werden. Für alle übrigen, bin ich der Ansicht von @Gast …
      Rächet Euch nicht selbst, sondern gebt Raum der Rache Gottes. Da ist die Obrigkeit in der Pflicht.

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