Herzog begnadigt Soldat Elor Asaria

Von Israelnetz

Israels Präsident Jizchak Herzog hat am Samstagabend den Soldaten Elor Asaria begnadigt. Damit wird dessen Strafregister bereits jetzt gelöscht und nicht erst 2032. Asaria hatte 2016 in Hebron einen palästinensischen Messerstecher erschossen, der verletzt am Boden lag. Dafür wurde er zu 18 Monaten Haft verurteilt, von denen er 14 verbüßte. Aus Herzogs Büro hieß es, Asaria habe erklärt, dass er den Schuss im Rückblick als Fehlentscheidung ansehe und ihn nicht mehr abgeben würde. Zudem wolle er ein neues Kapitel beginnen und seine beiden kleinen Kinder nach dem ethischen Code der Armee erziehen. (eh)

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22 Kommentare

  1. Die Kurzschluss Reaktionen eines Soldaten, Polizisten und ahnl. invlvierten in Untaten Mitmenschen kann ich als Psychologin verstehen, Begnadigen solche Untat kann alledings nur Gott selbst! Und ER hat es in Messias Israels getan

    1. @Frau Suslik
      Ja, ein Psychologe oder eine Psychologin dürfen und müssen in der Therapie die Reaktion eines Täters berücksichtigen, um die (zurückblickende) Reflexion des Täters zu ermöglichen. Damit ein Täter sich später selbst verzeihen kann.
      Aufgrund des IN-Artikels scheint diese Reflexion stattgefunden zu haben.
      Aber ein Rechtsstaat muss einen Mord wie einen Mord behandeln!
      14 Monate Haft ? soll eine Strafe darstellen?
      In DE können Schwarzfahrer als Wiederholungstäter 5 Monate Haft bekommen.

      1. @Brigitte
        14 Monate zu viel. Am Boden lag ein brutaler Terrorist, kein unschuldiger Mensch!

          1. @Carina
            Mit dieser Argumentation dreht man sich im Kreis. Man ersticht auch keine israelischen Soldaten.

  2. Diese Bilder gingen um die Welt und sind nicht wieder gut zu machen! Sie verstießen grundsätzlich gegen das Völkerrecht und werden mit einer „Begnadigung“ eines Mörders in Uniform wieder mit dem Fuß getreten.
    Ich hatte gesehen, dass der Soldat Asaria keineswegs in Panik war, seine Kollegen standen im Hintergrund um ihn herum und Asaria hatte Minuten Zeit zu überlegen.
    Nach der Haager Kriegsordnung darf ein gegnerischer Soldat keinen anderen Gegner, der waffenlos, verletzt und hilflos auf dem Boden liegt, erschießen!
    Er darf ihn verhaften und die Wahrheit herausfinden lassen. Fertig.

    1. @Brigitte
      Ja, Messerstecher verhaften und dabei wie so oft das Leben riskieren. Das haben wir gern.

    2. @Brigitte, das ist korrekt.
      Auch wenn Israel besonders vom Terrorismus geplagt wird, verbieten die Rules of Engagement der IDF eine solche Vorgehensweise. Herzog mag ihn begnadigt haben, aber ob er vor dem Ewigen Gnade findet, ist eine andere Sache, auch wenn er selbstrefektierend diese Tat bereut und wohl in einer vergleichbaren Situation nicht wiederholen würde.
      Das Geschehen und was er dabei empfand, lässt sich nicht rückgängig machen
      SHALOM

      1. @Klaus
        Er wird vor den Augen des Ewigen Gnade finden, wenn er seine Tat bereut, sonst hätten wir alle schlechte Karten.
        „Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat“. (Psalm 103, 10)
        Vor Gott gibt es nicht ein bisschen oder viel Sünde. Jeshua hat auch dem Schächer neben seinem Kreuz vergeben. Und er ist jederzeit bereit neu mit einem jeden Sünder anzufangen.

        1. Ella, der Ewige ist in der Tat gütig und barmherzig, aber ER ist auch unerbittlich in seiner Gerechtigkeit und Vergeltung.
          Ich denke auch, daß der gestrauchelte Krieger Gnade findet vor dem Ewigen, aber es wird mit einem Preis verbunden sein. ER vergibt nicht billig.
          SHALOM

          1. @Klaus
            Du trittst aber jetzt nicht in die Fußstapfen Untertans? 😅
            Gottes Gnade ist teuer, weil sie das Blut seines Sohnes gekostet hat.

    3. @ Brigitte
      Der palästinensische Messerstecher war für Sie kein Mörder? Er verstieß auch gegen das Völkerrecht ! Bei Ihnen ist stets Israel der Sündenbock .

  3. Es ist wohl ein Akt der Barmherzigkeit, dass Präsident Herzog den Soldaten begnadigt hat. Wer will zum Versöhnungsfest dagegenstimmen? Die Tötung des paläst. Messerstechers, der wehrlos am Boden lag, war natürlich eine Untat, auch wenn
    dieser einen israel. Kameraden erstochen hat. Die Arbeit der Militärjustiz wird m.E. durch die Begnadigung nicht geschmälert, wer Unrecht tut, muss dafür bestraft werden. Gott gibt uns aber jeden Tag seine Gnade und das unverdient. So sollen auch wir handeln. Möge Asaria dankbar ein seinen „neuen Lebensabschnitt“ beginnen.

    1. @Ella
      Wo fangen Unterschiede an? In der Sprache, in der Bezeichnung von Tätern.
      Nicht umsonst hat die Autorin „von einem palästinensischen Messerstecher“ geschrieben, während der ehrenhafte Y.Herzog immer noch von einem „Soldaten“ spricht.
      Was macht so etwas bei Lesern? Ohne nachzudenken weiß er/sie/es sofort, wer der Gute und wer der Böse ist.
      Selbst die amerikanische Militärjustiz kennt keinen Unterschied, Sie meinen jedoch, die isr. Militärjustiz wird dadurch nicht geschmälert, zur Erinnerung 18 Monate Haft für einen Mord. Versöhnungsfeste kennen wir in DE ja leider nicht; aber selbst an den höchsten kirchl. Feiertagen entlässt man keine Mörder.
      Der Palästinenser aus Hebron hatte vllt. auch Kinder?

      1. @Brigitte
        Bei der Israelkritik spielen die Kinder natürlich immer eine große Rolle. Bitte lesen:
        Obsession der Israelkritiker: Ein Weltbild, in dem Israel stets Täter ist. Die Dämonisierung des jüdischen Staates ist sehr weit fortgeschritten. Sebastian Leber, TAGESSPIEGEL 18.06.2025.

      2. @Brigitte
        Wer gut oder böse ist? Ich denke beide Genannten haben Böses getan.
        Der Palästinenser aus Hebron hatte vllt. auch Kinder?
        Daran hätte er denken sollen, als er den israel. Soldaten erstach. Er hatte eine Wahl. Der Israeli Asaria ist nicht aus der Haft ENTlassen worden, ihm wurden Strafregistereinträge ERlassen, das ist ein Unterschied.

      3. Der Palästinenser hatte vielleicht Kinder,ja. Mit Sicherheit hat er auch Eltern und Geschwister. Und er hatte noch eines: einen Betselem Aktivist, der ihn mit Kamera begleitete. Der ihn nicht vom dem Versuch abhielt auf eine Gruppe von Soldaten zuzugehen, wohl wissend, dass es mit dem Tod des Palästinensers enden kann. Geh, ich filme und dann werden die Brigittes der Welt den Tod des Palästinensers verurteilen und wieder die bösen Juden sind schuld schreien.

        Wie viel Schuld geben Sie denn dem Betselem Filmemacher?

        Der Soldat wurde wegen Totschlag verurteilt. Und das Urteil wurde nach den Aufnahmen der Überwachungskameras gefällt. Wenn ich mir so manches Urteil in D ansehen, Ehrenmorde, Gewalt gegen Frauen, eine Verurteilung am unteren Rand, denn er kommt ja aus einem anderen Kulturkreis, wenn das Mord an Frauen so üblich ist, dann muss er dies hier halt auch dürfen, dann war dieses Urteil sicher nicht nur am untersten Rand. Wir haben seit Jahren auch in D immer wieder Attentate erlebt, sollten eigentlich inzwischen begreifen, dass hier die Nerven der Sicherheitskräfte blank liegen, wenn jemand auf eine zukommt und auf den Ruf stehen zu bleiben nicht reagiert. Niemand zwang den Pal dazu.

        Begnadigungen kommen auch in D vor. Die Möglichkeit ist im Grundgesetz verankert und wird auch vorgenommen. Über die Begnadigung des Soldaten kann man streiten, die IDF sieht es ja auch anders. Aber Herzog hat entschieden und dass er es mit dem Versöhnungstag verbindet, hat mit der Bedeutung des Versöhnungstages zu tun. Und von dem Sie allerdings keine Ahnung haben.

  4. @Brigitte
    Versöhnungsfeste kennen wir in DE ja leider nicht. Kannten wir! Den Buß und -Bettag. Wurde abgeschafft, um die neu eingeführte Pflegeversicherung zu finanzieren. Eindeutig eine Fehlentscheidung!

  5. Ich mische mich selten in Diskussionen ein und achte Ihre Meinungen, möchte jedoch zu bedenken geben, dass wir nicht wissen, warum der Soldat seinem Impuls gefolgt ist. Ein wenig Zeit zum Nachdenken hatte er ja. Und er musste wissen, dass seine Tat moralisch Mord bedeutet. Einen hilflos am Boden liegenden Menschen sollte man nicht „kalt machen“. Wer weiß aber schon, was den Impuls zum Töten ausgelöst hat? Eine Grimasse des Verletzten vielleicht? Der „Ruf“ seines gefallenen Kameraden?
    Der Gedanke hat seinen Weg gefunden und der Finger den Weg zum Abzug. G>tt wird beide richten, jeden nach seinem Tun. Einer darf jedoch um Vergebung bitten und sein Handeln nochmal nachbessern….. aus Güte. Und der andere?
    Wir kennen G>ttes Wege nicht, aber sein Wille geschehe.

  6. Die Begnadigung eines Mörders in Soldatenuniform kurz vor den Wahlen in Israel ist nach der Zeitung Haaretz eine politische Herausforderung des Lagers, das gegen solche Taten kämpft. Kein Ruhmesblatt für den israelischen Präsidenten

    1. @Michael Krupp
      Israels Präsident Jizchak Herzog ist der beste Präsident von allen und wird der beste Präsident aller Zeiten bleiben.

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