Harte Arbeit für Landverkauf an Juden

Landverkauf an „den Feind“ gilt bei den Palästinensern als Verbrechen, das nicht vergeben werden kann. Zwei Männer müssen deswegen nun ins Gefängnis und harte Arbeit ableisten.
Das Westjordanland: Verkauft ein Palästinenser hier Grundstücke an Juden, droht ihm die Todesstrafe

Foto: Martin Nowak

Das Westjordanland: Verkauft ein Palästinenser hier Grundstücke an Juden, droht ihm die Todesstrafe

KALKILIA (inn) – Ein Gericht in der Autonomiestadt Kalkilia im Westjordanland hat zwei Palästinenser zu 15 Jahren Haft mit harter Arbeit verurteilt, weil sie Land an Juden verkauft haben. In dem Urteil heißt es, die Beschuldigten aus der Ortschaft Kafr Thulth seien „für das Verbrechen des Landverkaufs an den Feind“ verurteilt worden.

Wann und wo der Landverkauf stattgefunden haben soll, teilte das Gericht nicht mit, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.

In einer Predigt in der Jerusalemer Al-Aqsa-Moschee hatte der frühere Großmufti von Jerusalem, Ekrima Sabri, vergangene Woche erst das Thema Landverkauf aufgegriffen. Er betonte, dass jeder, der Land an Juden veräußere, ein „Verräter“ sei. Für dieses Verbrechen gebe es keine Vergebung, sagte Sabri.

Die palästinensische Rechtsprechung sieht für Landverkauf an Juden auch die Todesstrafe vor. Meist kommen Verurteilte jedoch in lebenslange Haft mit harter Arbeit. Jedes Todesurteil muss vom Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) unterzeichnet werden. Mahmud Abbas hat seit 2006 kein solches Urteil mehr unterschrieben.

Von: dn

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