Haredim: Anteil der Ehrenamtlichen besonders hoch

Laut einer aktuellen Umfrage engagieren sich Haredim in überdurchschnittlich hohem Maße ehrenamtlich. Das hat Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit.
Von Israelnetz
Um die Haredim geht es in den Koalitionsverhandlungen bei potentiellen Konfliktthemen wie dem Schabbat oder der Wehrpflicht für Ultra-Orthodoxe

Foto: Israelnetz/mh

Haredim in Israel engagieren sich häufig ehrenamtlich

JERUSALEM (inn) – Je religiöser ein Israeli ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich ehrenamtlich engagiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des israelischen Zentralamtes für Statistik.

Demnach engagieren sind rund 40 Prozent der Haredim (Ultra-Orthodoxen) ehrenamtlich. Bei Menschen, die sich selbst als säkular bezeichnen, liegt der Wert bei 25 Prozent. 18 Prozent der Israelis, die angaben, national-religiös zu sein, sind ehrenamtlich tätig. Im Durchschnitt ist ein Viertel der Israelis ehrenamtlich engagiert.

Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Befragten üben ihr Ehrenamt bei einer Organisation aus. 44 Prozent engagieren sich auf privater Ebene und 18 Prozent in beiden Bereichen.  Besonders viele Ehrenamtliche (46 Prozent) helfen Menschen, die körperlich oder geistig beeinträchtigt und daher auf Hilfe angewiesen sind. 14 Prozent unterstützen den Bildungsbereich und weitere 8 Prozent sind im Gesundheitsbereich tätig.

35 Prozent der Ehrenamtlichen gaben bei der Umfrage an, wöchentlich bis zu neun Stunden für ihre freiwillige Arbeit aufzubringen. Ebenfalls ein knappes Drittel (31 Prozent) gab an, mindestens zehn Stunden zu arbeiten. Alle anderen Befragten nannten keine feste Stundenzahl an.

Positive Auswirkungen des Ehrenamtes

Die Umfrage zeigte zudem, dass Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, eine höhere Lebenszufriedenheit aufweisen. 95 Prozent der Ehrenamtlichen sagten, sie seien mit ihrem Leben „zufrieden“. Davon sind 53 Prozent sogar „sehr zufrieden“. Israelis ohne Ehrenamt sind laut der Umfrage nur zu 38 Prozent „sehr zufrieden“.

Außerdem schauen Ehrenamtliche optimistischer in die Zukunft. 68 Prozent gehen davon aus, dass sich ihr Leben in den kommenden Jahren positiv entwickeln wird. Bei Israelis ohne Ehrenamt liegt der Wert bei 55 Prozent. (mas)

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3 Antworten

  1. Nächstenliebe ist eines der zentralen Gebote in der Bibel….und diese sagt auch: Gottes Wort führt aus, wozu er es sendet…..im Sinne von: GEBEN IST SELIGER ALS NEHMEN

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  2. Bewundernswert das die Haredim neben ihrer normalen Berufstätigkeit noch so viel Zeit für ehrenamtliche Tätigkkeiten haben.

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