Großmutter von ehemaliger Geisel: „Entführung zweiter Holocaust“

Von Israelnetz

Die Großmutter der ehemaligen Geisel Omer Wenkert, Zili Wenkert, hat die Entführung ihres Enkels am 7. Oktober 2023 als die schlimmste Erfahrung ihres Lebens bezeichnet. „Es war der zweite Holocaust, durch den ich gehen musste“, sagte sie in einem Radio-Interview. Die 84-Jährige wurde als Säugling mit ihrer Familie in ein Ghetto in der Ukraine deportiert. Diesmal habe sie alles bewusst wahrgenommen. „Das war mein wahrer Holocaust“, sagte Wenkert. Als sie ihren Enkel nach seiner Freilassung lächeln sah, habe sie gedacht: „Gepriesen sei Gott. Eine Person, die lächeln kann, wird sich erholen“. (mw)

Schreiben Sie einen Kommentar

12 Kommentare

  1. Es ist der alten Frau von Herzen zu gönnen, dass sie ihren Enkel wieder lebend und lächelnd in die Arme schließen konnte. Und sie preist Gott. Das heißt, dass sie nicht an ihm verzweifelt ist, sondern dass er in „beiden Holocausts“ DA war. Soviel zur Frage: wo war Gott im Holocaust.
    Ich wünsche der ganzen Familie Hilfe, Glauben und Segen, Rehabilitation und Glück.

    14
    1. @Ella
      Ja,Untertan hat mich auch traurig gemacht bei seiner Frage hier im Forum. Er stellte es so hin,als wenn er „der wahre Gläubige“ ist. Dabei weiß er nicht,was ihm als Christ noch bevor steht. Und auch ich freue mich darüber,das die Dame ihren Enkel in die Arme nehmen konnte. Was hat sie ausgestanden!!!! Ich freue mich für Sie!🇮🇱🇮🇱🥰🥰

      9
      1. @Manu
        Ich finde das schon nicht mehr traurig, sondern selbstgerecht. Wir sind alle Sünder, da ist auch nicht einer ohne…
        Ich denke, das weiß er auch. Nur mit seiner Katz-Theorie die Leute erschlagen und kommendes Unheil zu verkünden, ist die falsche Methode, Menschen für Jesus zu gewinnen. Aber das ist nun mal seine Art.
        Er hat offensichtlich keine Vorfahren während des Hoocausta verloren, war noch nie in Yad Vashem. Wer einmal in der Halle der Kinder stand, in völliger Dunkelheit nur im Licht von Kerzen, in der jeder Name der ca 1,5 Mill Kinder genannt wird, erhebt sich nicht mehr über Juden und deren Gedenken, sondern ist dankbar für jeden, der diese Hölle mit GottesHilfe überlebt hat.
        Liebe Grüße Ella 🙏🇮🇱💝

        7
      2. Vielleicht würde Arthur Katz heute seine Meinung ändern, wenn er erlebt hätte, wie die Geiseln über die Zeit bei der Hamas gesprochen haben. Nämlich, dass sie sehr wohl Gott in der Zeit erlebt haben. Das zeigt wo Gott in dieser Zeit war. Nämlich bei ihnen in der Gefangenschaft. Genauso wie Gott in den Konzentrationslagern bei seinem Volk war. Aber darüber möchten die menschlichen Richter über Gottes Volk nicht nachdenken. Glaube bedeutet auch Wachsen, leider wollen nicht alle wachsen. Sie verharren in ihrem Denken. Nicht mal ihr Denken, sondern die 1:1 Übernahme von den „göttlichen Ergüssen“ irgendwelcher Schreiberlinge. Arthur Katz war mal Jude, wechselte dann zu allem Möglichen, wurde am Schluss Christ. Man sollte sich mal fragen, ob es nicht einfach nur die Abrechnung mit dem Glauben seines eigenen Volkes ist, das ihn umgetrieben hat. Die Frage wo war Gott im Holocaust sollte vielleicht umgeschrieben werden. Wo war Gott im Herzen von Arthur Katz.

        5
  2. Ich kann mir vorstellen, wie schlimm die Geiselhaft ihres Enkels für die Großmutter war. Bestimmt sind schreckliche Kindheitserinnerungen dadurch wieder wach geworden.

    7
  3. Die „Entführung zweiter Holocaust“. Es war und bleibt ein Holocaust! Meine Mutter hat zwei Jahre KZ-Lager Ravensbrück überlebt, es blieb für sie als Trauma im Gehirn verankert. Was ich emotionell mit ihr durchgemacht habe wünsche ich keiner Tochter. Sie blieb Lebenlang ein psychiatrischer Fall. Man kann hinzu nur sagen, stammt aus einer Operette: „Glücklich ist wer vergisst was nicht zu ändern ist!“ Möglich hat es meine Tante, die Sängerin Fritzi Massary gesungen. Man hat Holocaust erlebt und um fähig zu sein weiter zu leben muss man eben auch Mal versuchen zu lächeln, und diese Zeit eines Horrors zu vergessen. Man kann es als Selbstschutz zu betrachten. Ein Buch darüber zu schreiben ist ein Zeitzeugnis für die nächsten Generationen. Karin

    8
    1. Karin : Opfer von traumatischen Erlebnissen verarbeiten diese unterschiedlich. Mein Mann und ich waren lange Jahre mit einem Überlebenden der Shoah befreundet – inzwischen ist er leider verstorben -, der grundsätzlich jede Gedenkveranstaltung boykottierte. Er sagte gerne „jedesmal, wenn ich lache, kriegt Hitler in der Hölle einen Elektroschock“. Er litt allerdings zeit seines Lebens an Anfällen von unkontrollierbarem Zittern, was nichts mit Parkinson zu tun hatte. Ich denke, niemand kann diese Erlebnisse wirklich verarbeiten. Der lebenslange Leidensweg Ihrer Mutter tut mir unendlich leid.

      12
  4. Shalom,-Albert Nola@-Zu Ihren 2gestrigen Kommentaren an mich:Mein Wortlaut zu Gofman-Nicht mein Typ!-Ich habe nichts geschrieben dass er schlecht ist!Also bitte bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen!Zudem stehe ich zu meinem geschriebenen.Ich kenne Israel,sein Volk und auch die IDF aus 30Jahren dort leben,in IDF gediehnt,mehrere Kriege mit gemacht,unter anderem Libanonkrieg und als letztes den Gazakrieg.Ich kenne auch verschiedene Presidenten aus diesen Jahren und die Politik der Israelis. Sie hingegen waren nicht einmal in Israel!!! Jerusalem

    6
    1. @Jerusalem, meine Frau und ich waren mal in Israel. Wir schätzen sehr das, was du für dein Land, für Israel tust und getan hast. Aber du bist nicht der Papst, wir dürfen eine andere Meinung haben oder?

      3
  5. An@Jerusalem. Richtig und unbeirrbar! Deine Kenntnissen über Israel, ein Land zu kennen, seine Struktur und die Menschen benötigt die persönlichen Kenntnissen dort gewesen zu sein, möglich auch gelebt zu haben. Und das kann dir niemand nehmen während aber es liegt dann an eigener Beurteilung und seinen Gefühlen. Gewiss fühlst du dich gut in Israel. Mein Vater, ein sehr sportlicher Mann gewesen, ein Mitglied der Maccabiah hat er 1935 seine Heimat CSR (die Tschechoslowakei) vertreten, landete aber an der 11Stelle, aber wichtig er war dort! Sein Name steht in der damaligen Palästina Post. Er aber kehrte zu meiner Mutter nach Brünn zurück. Oft überlege ich, was wenn er geblieben wäre, wäre ich möglich in Israel geboren, wie anders mein Leben verlaufen wäre? Nun Gott lenkt unsre Wege, er gab, gibt uns Aufträge die wir nach besten Willen und Fähigkeit erfüllen sollen. Und das tun wir alle, die Israel lieben, ich glaube nicht dass ich über etwas „fabele“, auch ich sage und schreibe nur das was ich selbst gesehen und erlebt habe. Ich war 3x in Israel, einmal war es 9 Monate lang. Lass dich nicht ermutigen, möglich bist Du der einziger im Forum der Israel wirklich gut kennt. Shalom – Karin

    2
  6. An@Antonia: Danke mich angesprochen zu haben. In deinem Kommentar hat mir sehr gefallen die Äußerung des Mannes — wenn ich lache, kriegt Hitler in der Hölle eine Elektroschocks. Ha, ha, witzig gesagt. Und ganz gewiss, jeder verarbeitet seine traumatischen Erlebnisse anders. Liegt an seinem gesundheitlichen Zustand und auch Charakter stark oder labil zu sein, aber auch an seiner Umgebung die ihm beisteht oder nicht. Und das unkontrollierbares Zittern entsteht im Gehirn gerade aus den erlebten Schocks die im Gehirn verakert bleiben verbunden mit den Erinnerungen des erlebten Horrors. Da hilft oft ein Psychiater-Psychologe nicht. Ich nenne es als die Krankheit des Holocaust, getan, erlebt, geschrieben in der Historie der Welt unlöschbar! Im diesen Sinn – Karin

    3

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen