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Google kündigt Projekt über 25 Millionen Dollar an

Der Milliardenkonzern Google möchte durch Qualifizierungsprogramme unterrepräsentierten Gruppen helfen, in den Technologiesektor einzusteigen. Dazu gehören auch ultra-orthodoxe Juden.
Von Israelnetz

TEL AVIV (inn) – Google hat am Sonntag eine 25-Millionen-Dollar-Initiative angekündigt. Diese soll unterrepräsentierte Gruppen für einen Arbeitsplatz in der Technologie-Branche qualifizieren. Angesprochen werden vor allem Frauen, israelische Araber, ultra-orthodoxe Juden und Bewohner der Randgebiete. Das gab Ruth Porat, Finanzchefin von Alphabet und Google, bekannt.

Das Kompetenzprogramm ist für eine Zeitspanne von fünf Jahren vorgesehen. Es soll den Teilnehmern dabei helfen, in den Hightech-Sektor einzusteigen und dort die Diversität zu fördern. Die Initiative unterstützt und erweitert das bereits bestehende Informatik-Ausbildungsprogramm Adva für ultra-orthodoxe Mädchen. Zudem fördert sie ein Programm, das arabische Ingenieurstudenten in die Technologie-Branche integrieren soll.

Porat traf am Samstag in Israel ein. Sie sprach dort mit politischen Entscheidungsträgern, israelischen Unternehmern sowie Google-Mitarbeitern in Israel. Dabei begleitete sie der US-Botschafter in Israel, Thomas Nides.

Sozioökonomische Kluft schließen

Laut der Organisation Tsofen sind nur etwa 3,5 Prozent der Arbeiter in der Hightech-Branche Araber. Ultra-orthodoxe Arbeitnehmer machen weniger als 3 Prozent aus, Frauen 28 Prozent. Auch die Sprache ist eine Hürde: In einer neuen Studie gaben 53 Prozent der befragten Ultra-Orthodoxen an, dass ihre Englischkenntnisse schlecht oder nicht vorhanden seien.

In Israel lag der durchschnittliche Monatslohn im Dezember bei 3.190 Euro, in der Technologiebranche aber bei 7.177 Euro. Diese sozioökonomische Kluft möchte die Regierung schließen. Deswegen hat sie auch bereits in den vergangenen Jahren eigene Initiativen ins Leben gerufen. Aktuell arbeiten 350.000 Israelis, also 10 Prozent der Bevölkerung, in der Hightech Branche. Diesen Anteil will die Regierung bis 2025 auf 15 Prozent erhöhen, was Google zu unterstützen hofft.

Außerdem soll eine weitere Initiative für den palästinensischen Bereich vorgestellt werden. Deshalb besuchte Porat auch palästinensische Unternehmen. (tst)

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