Antikes Fundstück: Ein Sockel gibt Aufschluss über die Politik des Römischen Reiches
Antikes Fundstück: Ein Sockel gibt Aufschluss über die Politik des Römischen Reiches

Taucher finden überraschende römische Inschrift

Ein Geschichtsgeheimnis ist gelüftet: Historiker können mit der Entzifferung einer Inschrift den Namen eines römischen Gouverneurs der Provinz Judäa zuordnen. Die Inschrift fand sich auf dem Sockel einer Statue in einem antiken Hafen in Israel.

DOR (inn) – Auf dem Sockel einer 1.900 Jahre alten Statue haben Archäologen der Universität Haifa eine griechische Inschrift mit dem Namen des Gouverneurs Gargilius Antiquus zusammen mit der Bezeichnung „Provinz Judäa“ entdeckt. Der Sockel wurde in 1,5 Metern Tiefe im Wasser des ehemaligen Mittelmeerhafens von Dor 30 Kilometer südlich von Haifa geborgen.

Der Text der Inschrift lautet: „Die Stadt Dor ehrt Marcus Paccius, Sohn des Publius, Silvanus Quintus Coredius Gallus Gargilius Antiquus, Gouverneur der Provinz Judäa, sowie der Provinz Syria und Patron der Stadt Dor“.

Der Name Gargilius Antiquus war schon bekannt. Doch wusste man nicht, für welche Provinz er zuständig war. Jetzt wurde klar, welcher römische Prokurator vor dem Bar-Kochba-Aufstand (132–135) herrschte. Der römische Kaiser Hadrian dürfte Gargilius Antiquus zum Gouverneur von Judäa im Jahr 123 nach Christus ernannt haben, als Nachfolger von Cosonius Gallus. So könnt er der letzte römische Herrscher der Provinz Judäa gewesen sein, ehe Hadrian sie in Syria-Palästina umbenannte, um jede Verbindung zwischen den revoltierenden Juden und dem Land zu tilgen. (uws)

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Von: Ulrich W. Sahm

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