Auf dem Kimono ist auch der hebräische Schriftzug „Schalom“ zu sehen

Auf dem Kimono ist auch der hebräische Schriftzug „Schalom“ zu sehen

Ein Kimono für Israel

In Japan laufen die Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele 2020. Künstler gestalten für jedes Teilnehmerland ein traditionelles Gewand. Beim Kimono für Israel dominiert die symbolische Farbe Blau.

TOKIO (inn) – Besonderes Design: Für jedes Land, das an den Olympischen Sommerspielen in Tokio teilnimmt, gestalten japanische Künstler einen Kimono. Nun hat eine Studentin das Gewand vorgestellt, das Israel repräsentieren soll. Der Designer hat symbolische Motive und Farben verwendet.

Akira Akiyama ist 88 Jahre alt und ein erfahrener Designer. An dem traditionellen japanischen Kleidungsstück für Israel hat er ein Jahr lang gearbeitet. 25 Künstler haben ihn unterstützt. Sein Fazit lautet: „Der Traum von diesem Kimono, der Israels Stolz ist, ist wahr geworden. Ich werde niemals etwas Schöneres schaffen.“

„Israels Schönheit einfangen“

Bevor er ans Werk ging, informierte sich Akiyama mehrere Wochen lang über die israelische Kultur. Er besuchte auch die Botschaft in Tokio, berichtet die amerikanische Nachrichtenseite „news1“. Anschließend entschied er sich für diese Motive: den Ölbaum, den „nationalen Vogel“ Wiedehopf, die im Land beliebten Blumen Anemone und Narzisse – und die Farbe Blau wegen der Flagge. Zudem ist das hebräische Wort „Schalom“ zu lesen.

Der japanischen Rundfunkanstalt NHK sagte er: „Ich wollte Israels Schönheit einfangen und etwas Schönes schaffen, das über Generationen hinweg wertgeschätzt wird.“ Akiyama ist als Designer für Hochzeitsgewänder bekannt. Normalerweise braucht er drei Jahre für einen Kimono, der durch Handarbeit und Malerei auf Leinwand gefertigt wird. Ein solches Gewand kann bis zu 100.000 Dollar kosten.

Die japanische Regierung stellte unlängst das „Kimono-Projekt“ vor, bei dem Künstler für jedes Teilnehmerland der Olympischen Spiele 2020 einen Kimono entwerfen. Eine Israelin, die in Japan studiert, hat den Kimono japanischen Künstlern und dem Fernsehen vorgeführt. Der israelische Botschafter in Tokio, Jaffe Ben Ari, zollte dem japanischen Designer „großen Respekt für die Investition in das Studium von Israels Farben und Symbolen“.

Von: eh