(V.l.) Idan Ofer, Alona Barkat und Miguel Ángel Gil mit Nachwuchsspielern von Hapoel Be'er Scheva

(V.l.) Idan Ofer, Alona Barkat und Miguel Ángel Gil mit Nachwuchsspielern von Hapoel Be'er Scheva

Atlético Madrid und Hapoel Be’er Scheva gründen Jugendakademie

Ein spanischer Fußballriese gründet eine Nachwuchsakademie in Israel, zusammen mit dem israelischen Meister. Neben der Talentförderung steht auch der kulturelle Austausch im Fokus.

BE’ER SCHEVA (inn) – Nachwuchskicker in Nahost: Der spanische Fußballclub Atlético Madrid gründet eine Fußballakademie in Be’er Scheva. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Club und israelischen Meister Hapoel Be’er Scheva soll die Fußballschule den israelischen Nachwuchs stärken, aber auch zur Verständigung zwischen den Kulturen beitragen. Das gaben Atlético und Hapoel am Sonntag in Be’er Scheva bekannt.

„Atlético Madrid ist eines der besten Teams der Welt. Seit vielen Jahren bilden sie großartige Spieler in ihren Nachwuchsakademien aus. Ich bin sicher, die Allianz mit Atléticos Akademie wird uns helfen, weiter zu wachsen“, sagte Hapoel-Präsidentin Alona Barkat. Nach Angaben von Atlético ist es eines der Ziele der Akademie, mehr Spielern aus dem Nachwuchs von Hapoel den Sprung in die erste Mannschaft des israelischen Erstligisten zu ermöglichen.

Arrangiert wurde der Deal zum Teil von dem israelischen Unternehmer Idan Ofer, der Anteile an Atlético Madrid besitzt. „Ich bin stolz, Teil daran gehabt zu haben, dass die beiden Clubs miteinander in Kontakt gekommen sind. Das wird ein erfolgreiches Projekt“, sagte Ofer. Der Milliardär kommt aus einer Familie israelischer Großunternehmer. Bevor sich der russische Oligarch Roman Abramowitsch in Israel einbürgern ließ, war sein Bruder Ejal Ofer der reichste Israeli.

Durch den Fußball Werte teilen

Atléticos Vorstandsvorsitzender Miguel Ángel Gil betonte, man wolle mit dem Nachwuchszentrum auch die Werte des spanischen Vereins transportieren. „Das Hauptziel ist, dass diese Akademie für Menschen aller Kulturen und Religion offen ist. Mit den Werten des Sports wollen wir jeden in ein gemeinsames Projekt integrieren“, kündigte Gil an.

„Dieses Langzeitprojekt erlaubt es den Mitgliedern unserer Akademie, den ‚Átletico-Weg‘ nach Be'er Scheva zu bringen. Das ermöglicht es uns, durch den Fußball den Austausch der Kulturen zu fördern und unsere Werte – etwa harte Arbeit, Teamwork, und niemals aufzugeben – mit dem F.C. Hapoel Be’er Scheva zu teilen“, heißt es in Atléticos Presserklärung.

Eines der erfolgreichsten spanischen Teams

Der FC Hapoel Be’er Scheva besteht seit 1949. Seit der Übernahme durch die Unternehmerin Barkat 2007 konnte der Club an Erfolge aus den 70er-Jahren anknüpfen. So wurde er in den letzten drei Jahren dreimal in Folge israelischer Meister. Ursprünglich kommt der Verein aus der israelischen Arbeiterbewegung „Histadrut“.

Átletico Madrid ist einer der erfolgreichsten spanischen Fußballvereine neben den „großen zwei“, Real Madrid und FC Barcelona. Vor allem seit dem Einstieg von Trainer Diego Simeone 2011 konnte der Club den beiden Granden wiederholt gefährlich werden. So wurde Átletico 2014 überraschend spanischer Meister. 2014 und 2016 standen die „Colchoneros“ – so der Spitzname des Clubs – im Finale der UEFA Champions League, verloren jedoch jeweils gegen den Stadtrivalen Real Madrid.

In der vergangenen Saison (2017/18) erreichte Átletico hinter dem FC Barcelona den zweiten Platz in der spanischen Liga und gewann die UEFA Europa League.

Von: rmj

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