Waren gemeinsam erfolgreich: der Israeli Erlich und der Pakistani Qureshi (r.)

Waren gemeinsam erfolgreich: der Israeli Erlich und der Pakistani Qureshi (r.)

Israelisch-pakistanisches Duo in China erfolgreich

Sport verbindet: Der israelische Tennisspieler Erlich gewinnt ein Doppelturnier in China. Sein muslimischer Partner stammt aus einem Land, das keine diplomatischen Beziehungen zu Israel hat.

CHENGDU (inn) – Erstmals seit fast zwei Jahren hat der israelische Tennisprofi Joni Erlich wieder einen Titel geholt. Am Sonntag gewann er das Doppelfinale im chinesischen Chengdu – gemeinsam mit Aisam-ul-Haq Qureshi aus Pakistan. Ihre Gegner waren der Neuseeländer Marcos Daniell und der Brasilianer Marcelo Demoliner. Nach dem Sieg fanden der Jude und der Muslim lobende Worte füreinander.

Qureshi hatte aufgrund einer Verletzung nicht gewusst, ob er überhaupt bei dem Turnier antreten konnte: „Ich meldete mich fünf Minuten vor der Frist mit Jon an. Er war noch in Israel. Er nahm das Risiko auf sich und flog Sonntag den ganzen Weg hierher", zitiert die Webseite „ATPworldtour“ den 37-jährigen Pakistani. „Ich bin ihm dankbar dafür, dass er mir vertraut hat. Ich konzentrierte mich einfach darauf, der beste Partner zu sein, der ich sein kann. Er zeigte, warum er vorher Wimbledon gewonnen hat und schon unter den Top5 war und 19 Titel gewonnen hat.“ Seinem israelischen Partner sei einfach alles gelungen.

Erlich sagte nach dem Turnier: „Wenn man seinem Partner vertraut, ist man bereit, nach vorne zu gehen, um das Spiel zu gewinnen. Zum Glück haben wir vier solche Spiele gemacht.“ Er ergänzte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post": „Mit Qureshi zu spielen, zeigt, dass es egal ist, was man für eine Religion hat – solange es gegenseitigen Respekt gibt.“

Titelkandidaten in der ersten Runde ausgeschaltet

Bei den Chengdu Open war das jüdisch-muslimische Duo nicht gesetzt. Gleich in der ersten Runde trafen Erlich und Qureshi auf das an Nummer 1 gesetzte Paar: Oliver Marach aus Österreich und Mate Pavic aus Kroatien. Doch sie besiegten die beiden und mussten bis zum Ende nur einen einzigen Satz abgeben. Das Finale gewannen sie in knapp anderthalb Stunden mit 6:3 und 7:6. Nun dürfen sich der Israeli und der Pakistani 55.730 Dollar Preisgeld teilen.

Für Erlich, der keinen festen Spielpartner hat, war es der erste Titel, seit er im Oktober 2015 mit dem Briten Colin Fleming das Turnier im ebenfalls chinesischen Shenzhen gewann. Durch den 19. Turniersieg seiner Karriere steigt der 40-Jährige von Platz 105 auf 100 in der Doppel-Weltrangliste. Qureshi hingegen konnte in Chengdu den fünften Titel der Saison und seinen insgesamt 16. Turniersieg feiern.

Von: eh

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen (einschließlich Leerzeichen) nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Die Freischaltung kann bis zu 24 Stunden in Anspruch nehmen. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus