Die Ähnlichkeit ist unverkennbar: (v.l.) Rabbinerin Bruria Sevuluni, Miri Regev, Bildhauer Schmuel Ben Ami und der Vorsitzende des Weltverbandes, Sam Ben Schitrit

Die Ähnlichkeit ist unverkennbar: (v.l.) Rabbinerin Bruria Sevuluni, Miri Regev, Bildhauer Schmuel Ben Ami und der Vorsitzende des Weltverbandes, Sam Ben Schitrit

Marokkanische Juden überraschen Ministerin Regev

Einen Tag nach ihrem Geburtstag erhält Kulturministerin Regev ein unerwartetes Geschenk. Marokkanische Juden wollen damit ihren politischen Einsatz würdigen.

JERUSALEM (inn) – Überraschung für Miri Regev: Die israelische Kultur- und Sportministerin hat am Montag eine Büste erhalten, die ihr Antlitz darstellt. Das Geschenk kommt vom Weltverband der marokkanischen Juden.

Der Künstler ist Schmuel Ben Ami, der zum Verband gehört. Gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ schilderte er, wie die Likud-Politikerin auf das Kunstwerk reagiert hatte: „Regev war aufgeregt wie ein kleines Kind.“ Sie habe ihn pausenlos umarmt und gesagt: „Sie haben keine Vorstellung, was Sie für mich getan haben, Sie haben mich sehr bewegt.“

Dass die Ministerin am Sonntag ihren 54. Geburtstag feierte, hat indes nichts mit dem unerwarteten Geschenk zu tun. Die marokkanischen Juden würdigen damit vielmehr ihr politisches Engagement: „Sie erhalten Ihr Porträt als große Würdigung und Wertschätzung für Ihren großen und segensreichen Einsatz in der Knesset“, heißt es auf dem Sockel.

Regev ist in guter Gesellschaft: Ben Ami hat bereits den Papst abgebildet und die Statue in den Vatikan gebracht. Den marokkanischen König hat er ebenfalls porträtiert. Der Künstler war auch Initiator für die Regev-Büste.

November: Statue als Protest gegen Regevs Politik

Bereits im November hatte ein Standbild der Kulturministerin vor dem Nationaltheater in Tel Aviv die Gemüter bewegt. Jene lebensgroße Figur sollte allerdings der Kritik an ihrer Politik dienen. Regev trug ein weißes Kleid und stand vor einem großen Spiegel, dabei standen die Worte „im Herzen der Nation“. Die Aktion zeugte vom Protest gegen ein Gesetz zur Staatstreue in der Kultur, nach dem bestimmte künstlerische Projekte nicht mehr öffentlich gefördert werden sollen.

Von: eh

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