Der Verein „Eine Familie“, der sich um Terror-Opfer kümmert, gratuliert zur Geburt des Sohnes

Der Verein „Eine Familie“, der sich um Terror-Opfer kümmert, gratuliert zur Geburt des Sohnes

Israelische Terror-Opfer bekommen Baby

Zweieinhalb Jahre nach dem Tod ihres Kindes durch einen Anschlag hat das israelische Ehepaar Grund zur Freude. Ein neues Baby kommt auf die Welt.

JERUSALEM (inn) – Vor zweieinhalb Jahren verloren Schira und Amichai Isch-Ran ihr Baby nach einem Terroranschlag. Nun haben die Israelis wieder einen Sohn bekommen. Er wurde am Montag im Jerusalemer Scha'arei-Zedek-Krankenhaus geboren, wie die Zeitung „Yediot Aharonot“ berichtet. Mutter und Kind sind wohlauf.

Im Scha'arei-Zedek-Krankenhaus wurden die beiden auch nach dem Attentat behandelt. Ein Palästinenser hatte am 9. Dezember 2018 am Ortseingang der Siedlung Ofra nördlich von Jerusalem aus einem Fahrzeug das Feuer auf sie eröffnet. Schira war im siebten Monat schwanger. Sie und ihr Mann erlitten Verletzungen. Die Ärzte mussten das Baby per Notkaiserschnitt auf die Welt holen. Am dritten Tag nach der Geburt konnten sie nur noch seinen Tod feststellen. Bei der Beerdigung erhielt das Kind den Namen Amiad Israel („ewiges Volk Israel“).

Die trauernden Eltern verließen nach zwei Wochen die Klinik. Sie waren dankbar für die Zuwendung des medizinischen Personals sowie für Grußkarten und Geschenke aus dem gesamten Land. Der Vater Amichai Isch-Ran sagte damals: „Unser Baby hat in den drei kurzen Tagen, die es lebte, mehr erreicht als wir alle. Es hat uns schlicht geeint. Alle kamen und wollten Anteil nehmen und stärken, alle fühlten sich verbunden. Ich bin stolz darauf, Teil eines solchen Volkes zu sein.“

Attenäter verübte weiteren Anschlag

Der Attentäter, Abbas Barghuti, wurde gefasst und im Juni 2020 zu einer vierfachen lebenslangen Haftstrafe verurteilt: Wegen des Mordes an Abiad sowie an den Soldaten Juval Mor Josef und Josef Cohen. Diese waren wenige Tage nach dem Angriff auf das Ehepaar bei einem weiteren Anschlag des Palästinensers getötet worden.

Von: eh