Die bahrainische Journalistin Al-Sajed begrüßt im Interview der „Jerusalem Post“ das Friedensabkommen mit Israel

Die bahrainische Journalistin Al-Sajed begrüßt im Interview der „Jerusalem Post“ das Friedensabkommen mit Israel

„Wir brauchen persönliche Beziehungen“

Die Friedensabkommen der Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain mit Israel sehen viele als Chance und Aufbruch. Zu ihnen gehört auch eine führende bahrainische Journalistin.

JERUSALEM / MANAMA (inn) – Die bahrainische Journalistin Ahdeja Ahmed al-Sajed hat ihre große Freude über das Friedensabkommen ihres Landes mit Israel bekundet. Die Präsidentin der Bahrainischen Journalistenvereinigung sprach in der vergangenen Woche mit der israelischen Zeitung „Jerusalem Post“.

Sowohl viele ihrer bahrainischen Kollegen als auch Kollegen aus Saudi-Arabien, dem Sudan und Algerien befürworteten den Prozess der Normalisierung mit Israel. Diese Reaktionen habe sie während virtueller Treffen mit arabischen Journalisten erhalten, sagte sie. Für die zukünftige Zusammenarbeit mit den Israelis seien nun persönliche Treffen wichtig. Al-Sajed erwarte für die nächsten Monaten „große Schritte“ nach vorne.

Von Palästinensern angefeindet

Kritik gab es nach ihrer Aussage unter anderem von Seiten des Palästinensischen Journalistenverbandes. Nachdem sie sich für das Friedensabkommen ausgesprochen hatte, sei sie stark angefeindet und verurteilt worden, erklärte Al-Sajed. Als „Feinde der Menschlichkeit“ hätten Palästinenser sie und auch das Land Bahrain unter anderem bezeichnet. Al-Sajed betonte jedoch auch, dass diesen Journalisten, die sich gegen die Normalisierung aussprechen, hunderte Journalisten gegenüber stünden, die das Abkommen unterstützten.

„Journalismus hat einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung“, erklärte Al-Sajed. Dementsprechend erwarte sie, dass Journalisten ihres Landes eine „sehr wichtige und entscheidende Rolle“ bei der Darstellung und Förderung der Normalisierung spielen werden.

Von: val

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