Beim Austausch mit dem israelischen Außenminister Aschkenasi (r.) besprach sein deutscher Amtskollege Maas nach eigenen Angaben auch den Aufbau eines Jugendwerkes (Archivbild)

Beim Austausch mit dem israelischen Außenminister Aschkenasi (r.) besprach sein deutscher Amtskollege Maas nach eigenen Angaben auch den Aufbau eines Jugendwerkes (Archivbild)

Schimon-Peres-Preis digital vergeben

Wie es bei vielen Veranstaltungen der Fall ist, weicht auch der Schimon-Peres-Preis coronabedingt auf Fernübertragung aus. Zwei Projekte aus dem Bereichen Umwelt und Inklusion haben es der Jury angetan.

BERLIN (inn) – Der diesjährige Schimon-Peres-Preis geht an das deutsch-israelische Umweltprojekt „Environmental Educational Partnership“ sowie an das Gesellschaftsprojekt „Inclusion in German and Israeli Societies“. Die Preisveranstaltung fand am Dienstag wegen der Corona-Krise nur digital statt. Der entsprechende Post auf Facebook verzeichnete bis Mittwochnachmittag rund 1.400 Aufrufe.

Das „Environmental Educational Partnership“ stimmt sich seit 2011 durch wechselseitige Besuche ab. Ziel ist, gemeinsame Herausforderungen wie umweltschädliche Fabriken oder illegale Mülldeponien anzugehen. Die Teilnehmer des Projekts „Inclusion in German and Israeli Societies“ überzeugten die Jury mit seiner „positiven und stärkenden Herangehensweise über Diversität in beiden Gesellschaften“. Die Akteure tauschen sich hier seit sieben Jahren aus und lernen dabei, wie einschlägige Gruppen das Thema in ihrer jeweiligen Gesellschaft angehen.

Neues Jugendwerk

Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) betonte in seiner per Livestream übertragenen Rede, den Jugendaustausch zwischen beiden Ländern fördern zu wollen. In diesem Sinne würden er und sein israelischer Amtskollege Gabi Aschkenasi (Blau-Weiß) den Aufbau eines gemeinsamen Jugendwerkes unterstützen. Dies solle dazu beitragen, Vorurteile und Rassismus, besonders in Deutschland und Europa, zu unterbinden.

Der Preis im Gedenken an den früheren israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres (1923–2016) wird seit 2017 von der „Stiftung deutsch-israelisches Zukunftsforum“ und dem Auswärtigen Amt vergeben. Die Jury zeichnet damit Projekte aus, die in deutsch-israelischer Zusammenarbeit vorangebracht werden. Der Preis ist mit zweimal 10.000 Euro dotiert.

Von: df