Die Sitzungen der Knesset fallen wegen der Infektion des Abgeordneten aus (Archivbild)

Die Sitzungen der Knesset fallen wegen der Infektion des Abgeordneten aus (Archivbild)

Knesset pausiert nach Infektion eines Abgeordneten

Wegen der Corona-Infektion eines Abgeordneten sagt die Knesset ihre geplanten Sitzungen ab. Der Politiker appelliert wegen der Bestimmungen des Gesundheitsministeriums an die Bevölkerung. Die Notenbank korrigiert ihre Prognose für 2020 leicht nach oben.

JERUSALEM (inn) – Ein Abgeordneter des arabischen Bündnisses „Vereinigte Liste“, Sami Abu Schahade, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das wurde am Mittwoch bekannt. Deshalb sagte die Knesset ihre für Donnerstag geplanten Sitzungen und Debatten ab. Mitarbeiter wurden angehalten, zu Hause zu bleiben, wenn sie keine dringliche Arbeit auf dem Gelände zu verrichten haben. Der Politiker hatte sich bei seinem Chauffeur angesteckt.

Abu Schahade sagte der Rundfunkanstalt „Kan“ am Donnerstag, er fühle sich gut und zeige keine Krankheitssymptome. In der vergangenen Woche habe er Tausende Leute getroffen, ergänzte der Abgeordnete: „Ich war bei Kondolenztreffen, bei familiären Veranstaltungen und bei Demonstrationen.“ Unter anderem sprach er am Samstag bei einer Gedenkveranstaltung für die Aktivisten, die vor zehn Jahren bei der Enterung des Schiffes Mavi Marmara getötet wurden.

Der 44-Jährige nutzte das Fernsehinterview für einen Appell an die israelische Bevölkerung: „Corona ist noch bei uns. Die Illusion, dass wir vielleicht damit fertig sind, ist nicht richtig. Ich möchte die Leute aufrufen, sich wieder an die Anweisungen des Gesundheitsministeriums zu halten. Es liegt noch nicht hinter uns.“

Notstand um ein Jahr verlängert

Die Knessetvollversammlung verlängerte am Mittwoch den Notstand um ein Jahr. Er war am 17. Februar zunächst für vier Monate ausgerufen worden, also bis zum 17. Juni. Mit der Entscheidung folgte das Parlament einer Empfehlung der Ausschüsse für Äußeres und Verteidigung sowie für Verfassung, Recht und Justiz. Am Donnerstagmorgen wurden wegen der Pandemie weitere 14 Schulen geschlossen, damit sind insgesamt 65 Bildungseinrichtungen betroffen. Etwa 8.288 Lehrer und Schüler befinden sich mittlerweile in Quarantäne.

Seit Beginn der Pandemie haben die Behörden in Israel bei 17.429 Menschen Infektionen registriert. Von ihnen sind 14.993 genesen, damit gibt es derzeit 2.436 aktive Fälle. 25 Patienten werden beatmet. 291 Infizierte sind bislang gestorben.

Wirtschaft: Notenbank sieht langsame Erholung

Indes hat die israelische Notenbank ihre Prognose für die Wirtschaft vorsichtig nach oben korrigiert, nachdem sie im ersten Quartal um 7,1 Prozent eingebrochen war. Wie das Magazin „Globes“ berichtet, gibt es erste Anzeichen für eine Erholung. Nur der Tourismus und das Flugwesen seien noch schwer getroffen.

Im April hatte die Bank für das Jahr 2020 noch mit einem Einbruch um 5,3 Prozent gerechnet. Vorige Woche gab sie an, die Wirtschaft werde voraussichtlich um 4,5 Prozent schrumpfen. Nach unten korrigiert wurde hingegen die Prognose für 2021: Derzeit sieht die Notenbank ein Wachstum von 6,8 Prozent voraus, im April lag dieser Wert noch bei 8,7 Prozent.

Von: eh

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen (einschließlich Leerzeichen) nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus