Die Kontrollen sind angesichts der Ansteckungsgefahr besonders streng

Die Kontrollen sind angesichts der Ansteckungsgefahr besonders streng

Hubschrauber und Drohnen kontrollieren Israelis

Ob sich die Menschen an die Ausgangssperre wegen des Coronavirus halten, kontrolliert Israel auch aus der Luft. Unterdessen steigt die Zahl der toten Israelis auf 71. Bei Hebron bietet ein Palästinenser Autofahrern einen Desinfektionsservice an.

JERUSALEM / HEBRON (inn) – Um die Einhaltung der Ausgangssperre zu kontrollieren, setzt die israelische Regierung Drohnen und Hubschrauber ein. Seit Dienstagabend dürfen sich wegen der Corona-Krise die Menschen nur noch in ihren Stadtteilen oder Ortschaften aufhalten. Am Mittwochnachmittag gilt ab 15 Uhr Ortszeit eine komplette Ausgangssperre.

Sicherheitsminister Gilad Erdan sagte der Zeitung „Yediot Aharonot“: „Bislang war die Vollzugstaktik erklärend und tolerant. Aber wir befinden uns auf einer Stufe, wo jeder, der gegen die Richtlinien verstößt, auf kompromisslose Vollzugsmaßnahmen stoßen wird, weil er die öffentliche Gesundheit gefährdet.“ Etwa 6.000 Polizisten und 1.400 Soldaten würden in den kommenden Tagen im Einsatz sein.

Jüngstes Todesopfer wurde 37 Jahre alt

Indes hat sich die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Israelis, die gestorben sind, auf 72 erhöht. Der bislang jüngste Tote ist ein 37-Jähriger, der in Petach Tikva starb. Er hatte Vorerkrankungen und wurde beatmet. Von den Bewohnern des Altenpflegeheims „Misch'an“ in der Wüstenhauptstadt Be’er Scheva sind bereits zehn verstorben. Das Gesundheitsministerium hat Infekte bei 9.404 Menschen registriert. Von ihnen sind 147 schwer erkrankt, 122 werden beatmet. 801 Israelis sind von der Krankheit genesen.

In den palästinensischen Gebieten wissen die Behörden derzeit von 263 Infizierten, im Gazastreifen sind es 13. Bislang gab es einen Todesfall im Westjordanland. 44 Palästinenser sind von dem Virus genesen, schreibt die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA.

Palästinenser desinfiziert Autos

An der nördlichen Einfahrt zu Hebron hat ein Palästinenser einen Service für Autofahrer eingerichtet: Die Fahrzeuge werden in einem zeltähnlichen Gebäude mit Desinfektionsmittel besprüht, bevor sie das Stadtgebiet erreichen. Bürgermeister Tajsir Abu Sneine begrüßte die Initiative. Wenn sie erfolgreich ist, will er sie an allen Ortseingängen praktizieren lassen.

Derweil geben die Behörden Lebensmittelkarten für Menschen aus, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Die Verteilung übernimmt die Organisation „Colel Chabad“. Sie versorgte vor dem Passahfest 30.000 Familien mit den Marken, damit sie die nötigen Einkäufe für das einwöchige Fest erledigen konnten. Dieses beginnt am Mittwochabend.

Von: eh

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